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Mercedes meint, das Design des EQS sei zu futuristisch gewesen
Der Designchef sagt auch, dass der EQS als futuristisches S-Klasse Coupé wohl erfolgreicher gewesen wäre

Bild von: Mercedes-Benz

Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
2. Jul. 2025 um 12:15 Uhr
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Schönheit liegt im Auge des Betrachters, aber die negativen Meinungen rund um das Design des Mercedes EQS scheinen nahezu einhellig zu sein. Sicher, er hat nicht die Präsenz einer S-Klasse, aber er war nie als direkter Ersatz gedacht, also haben wir den EQS vielleicht zu hart bewertet. Sei es wie es sei, das tropfenförmige Design, das aerodynamische Effizienz über alles andere stellt, hat die Käufer nicht gerade überzeugt.
Über die Stimme seines Designchefs hat Mercedes einige Erklärungen dafür angeboten, warum der EQS nie wirklich Anklang fand. Gorden Wagener sagte Autocar, das elektrische Spitzenmodell sei „10 Jahre zu früh“ gestartet worden, was darauf hindeutet, dass es einfach zu futuristisch gewesen ist. Allerdings ist das Auto bereits seit etwa vier Jahren auf dem Markt, und wir haben keine große Veränderung in der öffentlichen Wahrnehmung gesehen. Die Leute sind immer noch keine Fans der Designsprache, die in der bisherigen EQ-Reihe verwendet wird.

Wagener erklärt, dass der EQS bei S-Klasse-Käufern nicht ankam, weil "es ein völlig anderes Auto ist", eines, das nicht als fahrergesteuerte Luxuslimousine mit langer Motorhaube wie das konventionelle Flaggschiff entwickelt wurde. Im Nachhinein schlägt der Designverantwortliche bei Mercedes vor, dass die Marke das Auto anders hätte vermarkten sollen, „mehr wie einen futuristischen CLS, S-Klasse Coupé oder so etwas.“
Mercedes hat bereits anerkannt, dass man aus vergangenen Fehlern gelernt hat. Jetzt vereinheitlicht das Unternehmen die Designsprache über Verbrennungs- und Elektromodelle hinweg. Die nächste Generation der S-Klasse wird eine emissionsfreie Version hervorbringen, die voraussichtlich den EQS ersetzen wird. Der eiförmige, seifige Stil wird auslaufen, obwohl der Wechsel nicht über Nacht erfolgen wird. Die aktuelle S-Klasse soll 2026 ein Facelift erhalten, sodass ihr Nachfolger wahrscheinlich erst gegen Ende des Jahrzehnts kommt.
Bildergalerie: Mercedes CLA (2025)

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Quelle: Mercedes-Benz
In der Zwischenzeit wird die Entscheidung von Mercedes, ICE- und EV-Modelle zu verschmelzen, bereits in der gesamten Modellpalette deutlich. Der neue CLA sieht fast identisch aus, ob er nun mit Benzin oder Strom betrieben wird. Außerdem wird der kommende elektrische GLC nicht als EQC gebrandmarkt, da das Unternehmen die separate EQ-Reihe auslaufen lässt.
Es ist ein klares Zeichen dafür, dass Mercedes die Strategie von BMW spiegelt, indem man verschiedene Antriebsarten unter einer einzigen Modellfamilie anbietet. Die elektrische G-Klasse folgt bereits diesem Prinzip und verzichtet auf den Namen EQG zugunsten von "G 580 mit EQ-Technologie".

In einem früheren Interview mit ABC News verteidigte Wagener die EQ-Designsprache und beschrieb sie als "zielgerichtet und sehr progressiv." Er argumentierte, dass die geringe Nachfrage nach dem EQS nicht unbedingt eine Folge seines Designs sei, sondern vielmehr, wie Kunden Elektrofahrzeuge im Allgemeinen wahrnehmen: "Ein Problem mit Elektrofahrzeugen ist die Kundenwahrnehmung. Der Kunde sieht es wie ein elektronisches Gerät. Verbrennungsmotoren werden immer noch wie eine Chronographen-Uhr wahrgenommen, viel langlebiger."
Mercedes hat bereits versucht, den EQS der S-Klasse ähnlicher zu machen, indem man einen "Kühlergrill" integriert hat, der an das traditionelle Kronjuwel des Unternehmens erinnert. Ein zweites Facelift ist in Arbeit, mit dem dreizackigen Sternmotiv in den Scheinwerfern, um dem neuen CLA zu ähneln. Dieses bevorstehende Refresh deutet darauf hin, dass der EQS noch mindestens ein paar Jahre im Sortiment bleiben wird, was Sinn macht, da die elektrische S-Klasse erst um 2030 erwartet wird.
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