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Rolls-Royce Spectre: Zweitüriges Elektro-Coupé startet Ende 2023

5,45 Meter langer Nachfolger des Wraith zeigt sich auf neuen Bildern (Update)

Rolls-Royce Spectre (Februar 2023)

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

Aktualisiert: 8. Feb. 2023 um 12:31 Uhr

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Update vom 8. Februar 2023: Rolls-Royce erprobt den neuen Spectre in optisch ansprechenden Regionen der Welt und liefert passende Bilder mit. Hier zeigt sich das gewaltige Elektroauto realistischer als im Studio, zumal dank seines Münchner Kennzeichens.

Der Spectre wird derzeit an zwei Orten in Südafrika extremen Hitzetests unterzogen: Augrabies in der nördlichen Kapregion und Franschhoek, die "Französische Ecke" in den Weinbergen des Westkaps. Die stabilen und doch kontrastreichen Klimazonen bieten einige der besten Sommerwetterfahrten der Welt, mit trockenen und extrem heißen Bedingungen im Norden und feuchteren, mediterranen Bedingungen im Süden.

In dieser Phase beobachten und verfeinern die Ingenieure jedes System, jedes Hardwareelement und jedes Softwareprotokoll, das im Laufe von fast zwei Millionen Kilometern kontinuierlicher Tests entwickelt wurde. Während der Erprobung des Spectre wurde jede der 25.000 einzelnen leistungsbezogenen Funktionen des Fahrzeugs genauestens abgestimmt.

Rolls-Royce Spectre (2023)

Rolls-Royce Spectre (2023)

Rolls-Royce präsentiert den Spectre, das erste Elektroauto der Marke und zugleich der "geistige Nachfolger" des Phantom Coupé. Die ersten Exemplare werden im vierten Quartal 2023 ausgeliefert.

Im Jahr 1900 prophezeite Charles Rolls dem Automobil eine elektrische Zukunft - vorausgesetzt, es gäbe eine ausreichende Infrastruktur. Über 120 Jahre später erfüllt sich mit dem Spectre die Prophezeiung des Gründers. Der Rolls-Royce Spectre gilt auch als Nachfolger des Wraith, wenngleich dieser ein wenig kürzer war.

"Das Elektroauto ist absolut geräuschlos und sauber. Es gibt weder Geruch noch Vibrationen. Sie sollten sehr nützlich werden, wenn feste Ladestationen eingerichtet werden können." Charles Stewart Rolls, Mitbegründer von Rolls-Royce, 1900

Basis für den Spectre ist die Architecture of Luxury – eine flexiblen Vollaluminium-Spaceframe-Plattform, die für den Elektroantrieb maßgeschneidert wurde. Sie bildet auch die Grundlage für die aktuellen Modelle Phantom, Cullinan und Ghost. 

Der fast drei Tonnen schwere Elektro-Erstling von Rolls-Royce ist 5,45 Meter lang und bietet vier Sitze. Für ein zweitüriges Coupé sind das erstaunliche Daten. Weitere Besonderheit: Die Türen sind hinten angeschlagen.

Für den Antrieb sorgt ein Allradsystem. Die endgültigen Daten für Reichweite, Leistung und Beschleunigung stehen noch nicht fest. Nach den vorläufigen Angaben hat der Rolls-Royce Spectre 430 kW Antriebsleistung und 900 Newtonmeter Drehmoment. Damit sprintet der Wagen in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht in der Spitze 250 km/h.

2023 Rolls-Royce Spectre

Das von Autocar kolportierte Gerücht, dass der Spectre den Antrieb des BMW iX M60 erhält, trifft demnach fast, aber nicht ganz zu. Denn das Topmodell des Elektro-SUVs bietet mit 440 kW und 1.100 Nm noch etwas mehr Power und der Sprintwert ist beim Elektro-SUV von BMW mit 3,8 Sekunden allerdings deutlich besser. Der 108-kWh-Akku bringt den BMW 499-566 WLTP-Kilometer weit.  

Die Reichweite des Spectre mit 23-Zoll-Rädern wird mit 520 Kilometern nach WLTP angegeben. Zur Speicherkapazität der Batterie und den Lademodalitäten macht der Hersteller keine Angaben. Da dem Spectre noch viele Monate der Erprobung und Optimierung bevorstehen, können sich diese Zahlen bis zur Markteinführung im vierten Quartal 2023 noch ändern, so Rolls-Royce.

Rolls-Royce Spectre (2023)

Der Spectre soll (unter anderem dank der Batterie) um 30 Prozent steifer sein als die bisherigen Rolls-Royce-Modelle. Zudem soll der 700 Kilo schwere Akku zur Lärmdämmung beitragen. Der Hersteller spricht zudem von einer niedrigen Sitzposition und einer "umhüllenden" Kabine.

Das so genannte "Planar-Fahrwerk" soll die Fahrt so komfortabel machen wie eine Reise auf dem fliegenden Teppich. Dafür sorgen aktive Querstabilisatoren, die bei Geradeausfahrt zugunsten des Komforts entkoppelt werden können, bei Kurvenfahrt aber wieder zusammengekoppelt werden, um die Querneigung zu verringern.

Zum ersten Mal sind die Starlight Doors für einen Serien-Rolls-Royce erhältlich. Sie zeigen 5.876 sanft beleuchtete Sterne. Von Sternen umgeben ist auch der Spectre-Schriftzug rechts am Armaturenbrett. Hier sind es "über 4.796". 

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Der Nettopreis in Deutschland beträgt 318.500 Euro, mit Mehrwertsteuer sind das 379.015 Euro. Damit wird der Rolls-Royce Spectre zwischen dem etwa 360.000 Euro teuren Cullinan und dem rund 480.000 Euro kostenden Phantom positioniert und gehört zu den teuersten Elektroautos überhaupt.

Rolls-Royce hat angekündigt, dass die Marke ab 2030 nur noch Elektroautos verkaufen wird. Bislang hat die britische, zu BMW gehörende Marke aber nur Verbrenner im Angebot.

Technische Daten des Rolls-Royce Spectre

Dies ist ein Artikel unseres Portals für Elektroautos, InsideEVs.de. Dort finden Elektroauto-Fans News, ausführliche Tests, Videos und Fotos zur Elektromobilität und den Antrieben von morgen.

Quelle: Rolls-Royce

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