Home

News

Designstudien

Vergessene Studien: GM AUTOnomy (2002)

General Motors sah schon im Jahr 2002 aktuelle Auto-Themen voraus

GM AUTOnomy Concept

Von: Dominik Wilde

Übersetzt von: Stefan Leichsenring

29. Okt. 2018 um 13:46 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Name: General Motors AUTOnomy

Premiere: 2002

Daten: autonom fahrendes Auto mit Wasserstoff-Brennstoffzelle

Der Hintergrund:

Autonom fahrende Autos und Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle sind heute topaktuell. Doch schon vor fast 20 Jahren wurden diese Themen diskutiert und flossen in Studien ein. Das zeigt der GM AUTOnomy aus dem Jahr 2002, an dem wir in diesem Teil unserer Reihe zu vergessenen Designstudien erinnern.

Mehr vergessene Studien:

Vergessene Studien: Alfa Romeo Caimano (1971)

Vergessene Studien: Peugeot Nautilus (1997)

Das AUTOnomy-Konzept von General Motors war, wie der Name schon sagt, ein autonom fahrendes Auto. Es hatte eine Wasserstoff-Brennstoffzelle und einen Elektroantrieb. Zumindest sagte uns GM das, als die Studie im Jahr 2002 enthüllt wurde.

GM AUTOnomy Concept

Das radikale Konzept war das erste Auto, das speziell für ein Brennstoffzellen-System entwickelt wurde. Es war auch das erste Brennstoffzellenfahrzeug, das sich auf Drive-by-Wire-Technologie anstatt auf mechanisches Gasgeben und mechanische Lenkung verließ. Es gab nicht mal Pedale und kein Lenkrad. Stattdessen hatten die Designer eine flugzeugähnliche Steuerung eingebaut, die aber normalerweise nicht gebraucht wurde, weil das Auto ja autonom fahren sollte.

GM AUTOnomy Concept

Ebenfalls innovativ war das Chassis mit seinem "Skateboard"-Konzept. Dieses Skateboard beherbergte die wichtigsten Teile und konnte so als Plattform für viele verschiedene Modelle dienen.

GM AUTOnomy Concept

Anders bei den meisten Wasserstoffautos wurde beim AUTOnomy die Brennstoffzelle nicht in ein Serienauto eingebaut, das für einen Verbrennungsmotor ausgelegt war. Dadurch und durch das Skateboard-Layout hatten die Designer viel Freiraum bei der Gestaltung des Interieurs.

GM AUTOnomy Concept

Die Technik bestand aus dem Brennstoffzellensystemdes GM HydroGen3, einem Prototypen auf Basis des Opel Zafira A. Diese Technik wurde in das nur 15 Zentimeter dicke Skateboard gequetscht. Wobei sich die Dicke bei der Serienversion noch ändern sollte. Die Studie sollte einen Hinweis auf die Zukunft von GM geben. Nicht voraussehen konnten die Ingenieure, dass General Motors sieben Jahre nach der Vorstellung der Studie Insolvenz anmelden würde. Seitdem ist die Wasserstoff-Forschung von GM zurückgegangen, oder es wurde wenig davon öffentlich gemacht.

GM AUTOnomy Concept

In Serie gegangen ist der AUTOnomy noch nicht, außer als Spielzeugauto von der Firma Hot Wheels. Der Wagen wurde auch in der Walt Disney World in Florida gezeigt -- als Teil der beliebten Teststrecke, wo er bis 2012 stand. Die Skateboard-Architektur wurde wenig später bei der Studie GM Hy-Wire erneut verwendet. Noch im Jahr 2003 glaubte GM, die Technik wäre im Jahr 2010 serienreif. Da hat man sich gründlich getäuscht. Wasserstoff-Autos sind immer noch nicht in den Massenmarkt vorgedrungen, um es mal dezent zu sagen. Beispiele für aktuelle Modelle sind der Toyota Mirai, der Honda FCX Clarity, der Mercedes GLC Fuel Cell und der Hyundai Nexo.

Bildergalerie: GM AUTOnomy Concept

GM AUTOnomy Concept

8

GM AUTOnomy Concept GM AUTOnomy Concept GM AUTOnomy Concept GM AUTOnomy Concept GM AUTOnomy Concept GM AUTOnomy Concept

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Der neue Tesla Roadster sieht ganz anders aus als das Konzept



Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland



Citroën zeigt 2CV Neo-Kastenente: Designstudie als "Denkanstoß"



Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen



Renaults Neo-Espace zeigt seinen spektakulären Innenraum



ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch



Rückkehr einer Ikone: Alpine präsentiert spektakuläre A310 Vision