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VW ID. Polo im Test: So fährt der neue Elektro-Polo

Der Elektro-Polo bietet 155 kW, bis zu 452 km Reichweite und viel Kofferraum. Bei der Bedienung gibt es noch Schwächen

Der getestete VW ID. Polo Style mit dem Autor

Bild von: InsideEVs

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

10. Sep. um 08:10 Uhr

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Volkswagen bringt mit dem ID. Polo erstmals eine elektrische Variante des traditionsreichen Kleinwagens. Im Test trat die Version Style mit 155 kW (211 PS) und der 52-kWh-Batterie an. Je nach Ausstattung sind damit bis zu 452 km nach WLTP möglich. Der Listenpreis beträgt 36.995 Euro, mit der derzeit geltenden ID.-Kaufprämie sind es 33.995 Euro.

Beim Design wirkt der ID. Polo deutlich traditioneller als der erste ID.3. Die Ausführung Style trägt vorne und hinten durchgehende Lichtleisten. Innen gibt es ein 10,25 Zoll großes Instrumentendisplay und einen 12,9-Zoll-Touchscreen. Positiv fällt auf, dass Volkswagen die wackeligen Touch-Tasten des ersten ID.3 durch physische Tasten am Lenkrad ersetzt hat.

Das Platzangebot fällt für einen Kleinwagen ordentlich aus. Erwachsene sitzen im Fond allerdings beengt, insbesondere vor den Knien bleibt kaum Platz. Der Kofferraum fasst laut VW 441 bis 1.240 Liter. Dabei ist das große Unterbodenfach aber bereits eingerechnet. Ohne dieses Fach dürfte das Volumen jeweils rund 100 Liter geringer ausfallen.

Komfortables Fahrwerk, kräftiger Antrieb

Das Fahrwerk ist eher komfortabel als straff abgestimmt, etwas Wanken ist spürbar. Der 155 kW (211 PS) starke Frontantrieb bringt den rund 1,6 Tonnen schweren ID. Polo zügig voran. Die getestete Variante benötigt 7,1 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h.

Der Verbrauch lag auf der Teststrecke je nach Strecke, Fahrer und Außentemperatur bei 14,6 beziehungsweise 16,1 kWh/100 km. Bei der Rekuperation gibt es mehrere Möglichkeiten. Neben einer adaptiven Einstellung bietet der ID. Polo erstmals bei VW echtes One-Pedal-Driving bis zum Stillstand. Eine Bedienung über Lenkradwippen wäre allerdings einfacher.

Bedienung mit Fortschritten und Schwächen

Generell gibt es bei der Bedienung Licht und Schatten. Das große Instrumentendisplay und der Touchscreen mit der Satellitenansicht der Karte sind sehr gut. Die Ladeplanung arbeitet schnell und berücksichtigt gewünschte oder zu meidende Ladeanbieter. Die Batterie kann zudem automatisch oder manuell vorkonditioniert werden.

Die Aktivierung der Fahrmodi und anderer Funktionen wie Auto Hold ist dagegen umständlich, man muss dazu tief in die Menüs vordringen oder sich erklären lassen, wie man Shortcuts anlegt. Die Sprachsteuerung funktionierte im Test ebenfalls nicht gut. Einfache Aufgaben wie das Einstellen der Sitzheizung gelangen, bei Fragen zur Bedienung oder allgemeinen Wissensfragen versagte das System dagegen.

Insgesamt bietet der VW ID. Polo jedoch ein ausgewogenes Paket aus Reichweite, Fahrkomfort, Platzangebot und Leistung. Das Design trifft nicht vollständig unseren Geschmack, und bei der Bedienung sowie der Sprachsteuerung bleibt Verbesserungspotenzial. Den vielleicht interessantesten Rivalen des ID. Polo testen wir demnächst: den Hyundai Ioniq 3.

Alle Details, Bilder und weitere technische Informationen finden Sie im vollständigen Testbericht auf InsideEVs.de.

Mehr zum ID. Polo und seinem Schwestermodell:

VW Polo vs. ID. Polo: Verbrenner und Elektro im ersten Vergleich

VW ID. Cross (2026): Das ist der elektrische T-Cross-Bruder

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