Home

Hyundai

Ioniq 9

Tests

Hyundai Ioniq 9 im Test: Reicht der Basis-Antrieb?

Großes Elektro-SUV mit 620 Kilometer Reichweite und Platz für sieben Personen: Stärken und Schwächen des Basismodells mit 160 kW

Hyundai Ioniq 9 mit Autor Stefan Leichsenring

Bild von: Hyundai

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

22. Jul. 2025 um 13:42 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Hyundai bringt mit dem Ioniq 9 ein neues Flaggschiff. Das große Elektro-SUV misst über fünf Meter und ist als Sechs- oder Siebensitzer erhältlich. Im Fokus unseres Tests steht die Basisversion mit 160-kW-Heckantrieb, die für viele Familien und Firmenkunden die interessanteste Option sein dürfte.

Ausgestattet mit einer großen 110-kWh-Batterie, verspricht das Modell eine WLTP-Reichweite von bis zu 620 Kilometern. Doch ist die Leistung für das schwere Fahrzeug ausreichend?

Auf der Straße zeigt der Ioniq 9, dass er komplett auf Komfort ausgerichtet ist. Das konventionelle Stahlfederfahrwerk bügelt Unebenheiten souverän aus, was für ein entspanntes Fahrgefühl sorgt. Adaptive Dämpfer oder eine Luftfederung gibt es nicht. Diese komfortable Auslegung hat jedoch ihre Kehrseite: In zügig gefahrenen Kurven neigt das mit 2,6 Tonnen sehr schwere SUV zu deutlichen Wankbewegungen. Sportliche Ambitionen sind dem Wagen fremd. Die Lenkung arbeitet unauffällig, doch der große Wendekreis von 12,5 Metern macht das Manövrieren ohne Hinterradlenkung zur Herausforderung.

Der 160 kW starke Heckantrieb liefert für den Alltag ausreichenden Vortrieb, wirkt aber nie übermäßig sportlich. Ein Highlight ist die Technik im Unterboden: Alle Varianten nutzen eine große 110-kWh-Batterie, die netto rund 106 kWh speichert. Dank des 800-Volt-Systems sind Ladeleistungen von bis zu 233 kW möglich. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert so nur 24 Minuten, ein Spitzenwert für diese Akkugröße. Der WLTP-Verbrauch des Hecktrieblers liegt bei 19,9 kWh/100 km, ein Wert, der sich bei ersten Testfahrten als realistisch erwies – falls man keine längeren Autobahnetappen fährt.

Im Innenraum überzeugt der Ioniq 9 mit einem üppigen Platzangebot für bis zu sieben Personen und einem flexiblen Kofferraum, der durch einen Frunk ergänzt wird. Die Materialanmutung im Cockpit ist jedoch nicht durchgehend überzeugend und mischt hochwertige Ansätze mit einer silbernen Leiste, die aus Hartplastik besteht.

Im Vergleich zur Konkurrenz punktet der Hyundai vor allem mit seiner Ladegeschwindigkeit. Der technisch verwandte Kia EV9 ist etwas günstiger, lädt aber langsamer und hat weniger Reichweite. Der Peugeot E-5008 ist preislich deutlich attraktiver, und hat mehr Reichweite als beide Korea-Modelle, kann aber beim Schnellladen nicht mithalten.

Den ausführlichen Testbericht zum Hyundai Ioniq 9 mit allen Details zu Reichweite, Ladeleistung und Fahreindrücken sowie gleich zwei umfangreiche Bildergalerien finden Sie bei unseren Kollegen von InsideEVs.de.

Mehr zu Tests von Elektro-SUVs:

Polestar 3 (2025): Basismodell mit 706 km Reichweite im Test

Lexus RZ (2025) im Test: A bisserl was geht immer

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Neuer Hyundai Bayon vs. Skoda Kamiq: Kompakte SUVs im Golf-Format im Vergleich



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



Hyundai Tucson (2026): Neuauflage kommt auch als N-Line (Update)



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?



Hyundai Bayon (2026): Von der grauen Maus zum Mini-Tucson



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Hyundai Ioniq 3 im Test: Sportliche Optik, aber wenig Leistung