Home
Volvo
Tests
Test: Der XC90 Light
Unterwegs im Volvo V90 Cross Country

Manuel Lehbrink (old) 
Von: Manuel Lehbrink (old)
8. Feb. 2017 um 13:19 Uhr
Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Freviews%2F151125%2Fvolvo-v90-cross-country-2017-im-test-fahrbericht-mit-technischen-daten-preisen-und-wertung%2F&text=Test%3A%20Der%20XC90%20Light&via=Motor1DE)
- Kopie
Teilen
Am 14. April 1927 verließ in Lundby nahe Göteborg das erste Volvo-Automobil die Werkshalle. Ein perfekter Zeitpunkt, um heute, ziemlich genau 90 Jahre später, die Volvo-90er-Baureihe komplett zu machen. Und zwar mit einem Modell, dessen bezeichnender Name bereits seit 20 Jahren normalen Onroad-Vehikeln des Herstellers einen gewissen Naturburschen-Charme verleiht. Was den neuen Volvo V90 Cross Country auszeichnet und wie er sich fährt? Wir haben den raubeinigen Schwedenkombi getestet.
Willkommen im Crossover-Kombi-Nischensegment
Im Prinzip wird der V90 Cross Country mit den gleichen Zutaten nachgewürzt, wie es Audi bei den allroad-Fahrzeugen oder Mercedes bei der All-Terrain-E-Klasse macht. Heißt: Der Kombi auf der geräumigen XC90-Basis bekommt eine Bodenfreiheit von 210 Millimeter (das sind 60 Millimeter mehr als bei den normalen V90-Modellen), eine minimal verbreiterte Spur, andere Schürzen (die hintere mit dem Cross-Country-Schriftzug) sowie einen Allradantrieb mit Offroad- und Bergabfahrmodus serienmäßig. Außerdem werden die Radläufe mit schwarzem Hartplastik geschützt. Wenn Ihnen das zu viel Offroad-Optik ist, können die unlackierten Kunststoffteile aber auch durch in Wagenfarbe lackierte ersetzt werden. Bei der Konkurrenz ist das in diesem Nischensegment nicht möglich.
Zwei Diesel, zwei Benziner. Allrad und Automatik serienmäßig
Bevor es los geht, noch ein paar Zahlen zu dem neuen Modell, das sich ansonsten nicht von einem normalen V90 unterscheidet: Den Cross Country gibt es mit vier unterschiedlichen Zweiliter-Vierzylinder-Motoren, die alle mit der sauber schaltenden und negativ-kritiklosen Achtgang-Automatik verbunden werden. Zwei Diesel und zwei Benziner stehen zur Wahl. Die Ottomotoren leisten 254 oder 320 PS, die Selbstzünder kommen auf eine Leistung von 190 oder 235 PS. Sollte (vor allem samt Allrad) reichen, um den knapp zwei Tonnen schweren Wagen standesgemäß und nicht als schwedische Wanderdüne zu bewegen, oder?
Entspannter Gleiter für die gerade Langstrecke
Abfahrt: Auf der Straße lässt sich der V90 Cross Country unaufgeregt und flott, aber nicht wirklich sportlich und straff bewegen. Mit der neuen Fahrwerkshöhe gleitet man noch ein wenig entspannter und sanfter über Bodenwellen und die Lenkung ist zwar immer noch präzise, aber zu leichtgängig für ambitioniertes Kurvenfressen. So etwas muss eine Familienkutsche mit einem Kofferraumvolumen von bis zu 1.526 Liter und fünf komfortablen Sitzplätzen aber auch nicht können. Vor allem dann nicht, wenn die Bodenfreiheit nur 30 Millimeter unter einem vollends geländetauglichen XC90 liegt und es die Crossover-Kombi-Konkurrenz um A6 allroad oder E-Klasse All-Terrain nicht besser macht.
Gute Fahrleistungen mit dem großen Diesel
Wir haben uns bei dem Volvo übrigens für das Diesel-Topmodell mit dem D5-Kürzel auf der Kofferraumklappe entschieden, der laut Datenblatt in 7,5 Sekunden Tempo 100 erreicht und der mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h angegeben wird. Die Beschleunigungszeit empfinden wir als machbar (allerdings nicht auf einer verschneiten Testroute), den Topspeed erreichen wir auf der Autobahn – wenn auch etwas schleppend ab 200 km/h. Warum? Oberhalb von 3.000 Touren ist zwar Leistung vorhanden, das Drehmoment von 480 Newtonmeter, beginnt aber bereits ab 2.500 Umdrehungen pro Minute zu versiegen.
Reisen auf hohem Komfort- und Assistenzniveau
Schlimm ist das nicht, denn entspannter ist man sowieso bei 130 km/h unterwegs. Bei dieser Reisegeschwindigkeit kann sich der Verbrauch bei gut acht Liter Diesel je 100 Kilometer einpendeln, im Innenraum ist es mucksmäuschenstill und die 1.400-Watt-Bowers&Wilkins-Anlage versorgt die Ohren noch besser mit kristallklarem Sound. Außerdem entspannen die Frontsitze mit einer optionalen Massagefunktion (Heizung und Lüftung gibt es ebenfalls) und die teilautonomen Fahrsysteme nehmen einem die gröbste Arbeit an Lenkrad, Gaspedal und Bremse ab. Was Sie noch wissen sollten? Der Innenraum ist genauso gut verarbeitet wie bei der deutschen Premium-Konkurrenz, das Design ist eine gute Mischung aus prunkvollem Mercedes-Interieur und kühler Audi-Technokratie und das Infotainmentsystem mit 9,2-Zoll-Touchscreen braucht ein wenig Eingewöhnung.
Schwedische Preisgestalung ähnelt der deutschen
Preislich startet der V90 Cross Country bei 56.350 Euro. Dafür bekommt man den 190-PS-Diesel namens D4. Ein normaler V90 mit Allrad und Automatik und vergleichbarer Ausstattungslinie ,Momentum" steht ab 53.950 Euro beim Händler. Was unterm Strich einen Cross-Country-Aufpreis von 2.400 Euro bedeutet. Das Topmodell T6 mit 320 PS starkem Benziner ist ab 62.400 Euro erhältlich. Unser D5-Testwagen ist in der Cross-Country-Ausführung mit mindestens 59.300 Euro ausgeschrieben. Mit vielen auspreispflichtigen Extras (wir erwähnten ja beispielsweise die Massagesitze oder die Premium-Musikanlage) kommen schnell 80.000 Euro zusammen. Zum Vergleich: Ein Audi A6 allroad ist ab 55.800 Euro zu haben und ein Mercedes E All-Terrain kostet mindestens 58.102 Euro. Die Aufpreislisten sind in Deutschland ähnlich lang wie in Schweden.
Wertung
-
★★★★★★★★☆☆
Wenn Sie mit der Größe, den Geländeeigenschaften, dem Fahrkomfort sowie dem Design (außen wie innen) eines Volvo XC90 liebäugeln, Ihnen der SUV-Aufbau aber zu hoch für Ihre flache Duplex-Garage ist, ist der Volvo V90 Cross Country Ihr neues Auto. Auch im Vergleich mit den Nischen-Modellen der deutschen Premium-Konkurrenz kann der Schwede überzeugen. Volvo hat eindeutig Mercedes-Audi-Niveau erreicht. Auch beim Preis. Okay, der Audi ist sogar etwas günstiger, aber bei ihm muss man mittlerweile auch ein paar Abstriche in Sachen neuester Assistenzsysteme und Innenraumdesign machen.
+ viel Platz, hoher Komfort, haufenweise gut funktionierende Assistenten, hohe Bodenfreiheit, schicker und gut verarbeiteter Innenraum, gute Automatik
- Premium-Preis
-
Antrieb
90%
-
Fahrwerk
85%
-
Karosserie
95%
-
Kosten
80%
Preisliste
Volvo V90 Cross Country D5 AWD
Grundpreis: 56.350 Euro
Ausstattungen Preis in Euro ABS Serie ESP Serie Airbag Fahrer Serie Airbag Beifahrer Serie Seitenairbags vorn Serie Kopfairbags vorn Serie Seitenairbags hinten Serie elektr. Fensterheber vorn Serie elektr. Fensterheber hinten Serie elektr. verstellbare Außenspiegel Serie Klimaautomatik Serie Zentralverriegelung mit Fernbed. Serie Automatikgetriebe Serie Leichtmetallfelgen Serie (18 Zoll) Sitzhöheneinstellung Serie Tempomat Serie (adaptiv) Lederausstattung Serie
Pilot Assist Serie LED-Scheinwerfer Serie 9-Zoll-Infotainmentsystem Serie Park Assist Serie
Datenblatt
Motor und Antrieb Motorart Reihen-Turbodiesel Zylinder 4 Hubraum in ccm 1.969 Leistung in PS 235 Leistung in kW 173 bei U/min 1.750-2.250 Drehmoment in Nm 480 Antrieb Allrad mit Instant Traction Gänge 8 Getriebe Automatik Fahrwerk Spurweite vorn in mm 1.652 Spurweite hinten in mm 1.643 Radaufhängung vorn Doppelquerlenker Radaufhängung hinten Integral-Hinterachse Bremsen vorn Scheiben (innenbelüftet) Bremsen hinten Scheiben (innenbelüftet) Wendekreis in m 12,0 Lenkung elektrische Servolenkung Geländekompetenz Bodenfreiheit in mm 210 Maße und Gewichte Länge in mm 4.939 Breite in mm 1.879 Höhe in mm 1.543 Radstand in mm 2.941 Leergewicht in kg 1.966 Zuladung in kg 474 Kofferraumvolumen in Liter 560 Kofferraumvolumen, variabel in Liter 1.526 Anhängelast, gebremst in kg 2.500 Dachlast in kg 100 Kraftstoffart Diesel Fahrleistungen / Verbrauch Höchstgeschwindigkeit in km/h 230 Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 7,5 EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 5,3 EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km 6,1 EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km 4,9 Testverbrauch Gesamt in Liter/100 km 8,2 CO2-Emission in g/km 139 Schadstoffklasse Euro 6 Fixkosten Haftpflicht-Klasse 16 Teilkasko-Klasse 22 Vollkasko-Klasse 26 Service-Intervalle 30.000 km (max. 1 Jahr) Garantie 2 Jahre ohne km-Begrenzung
Lesen Sie auch:
- Volvo S90 und V90 im Test: Die sichersten Autos der Welt?
- Mercedes E 220 d 4Matic All-Terrain im Test
- Der Audi A6 allroad 3.0 TFSI quattro im Test
Bildergalerie: Test: Der XC90 Light
Volvo
- Make: Volvo
- Model:
- URL: Volvo

14

Diesen Artikel teilen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Freviews%2F151125%2Fvolvo-v90-cross-country-2017-im-test-fahrbericht-mit-technischen-daten-preisen-und-wertung%2F&text=Test%3A%20Der%20XC90%20Light&via=Motor1DE)
- Kopie
Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht
AKTUELLSTE ARTIKEL
- Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro? 20 Okt. - Campingmobile
- Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn? 20 Okt. - Einzeltests
- Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ... 20 Okt. - Designstudien
- Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland 20 Okt. - Auto News
- Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen 20 Okt. - Historie und Oldtimer
- ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch 20 Okt. - Ratgeber
- BMW F 450 RR (2027): Rennstrecken-Feeling für Einsteiger 20 Okt. - Motorrad
Auch interessant

Die Plug-in-Hybride mit der größten elektrischen Reichweite 2026

Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?

Wie das Design einer Autofamilie entsteht

Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...

Paukenschlag: Skoda-Erfolgs-CEO Klaus Zellmer wird neuer Volvo-Chef

Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland

Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?