Garage Italia Spiaggina M: Elektro-Comeback der kleinen Strand-Fiats von früher
Der Fiat 500 Jolly lässt grüßen ...
Garage Italia stellt mit dem Spiaggina M eine weiterentwickelte Version seiner elektrisch angetriebenen Neuinterpretation eines Klassikers des italienischen Automobildesigns vor. Das Modell knüpft historisch an die Tradition der klassischen italienischen Strandautos – den sogenannten Spiaggine – an, die ab den lateinischen 1950er-Jahren auf der Basis von Serienmodellen wie dem Fiat 500 und Fiat 600 entstanden.
Bekannte Karosseriebauer wie Ghia schufen damals aus diesen Kleinwagen dachlose Freizeitfahrzeuge mit Weidengeflecht-Sitzen und Stoffverdecken für den Einsatz an den Küsten der Riviera. Im Vergleich zu den bisherigen modernen Elektro-Konfigurationen von Garage Italia wurde der Fahrzeugkörper beim neuen Spiaggina M durch eine Verlängerung der Heckpartie um 17 Zentimeter erweitert.
Bildergalerie: Garage Italia Spiaggina M (2027)
Durch diesen Zuwachs vergrößert sich der Innenraum, was den Passagieren auf den hinteren beiden Sitzplätzen der Viersitzer-Konfiguration deutlich mehr Platz und Komfort bietet. Das erweiterte Raumangebot soll das Einsatzspektrum des Modells vergrößern, während die grundlegenden Proportionen und das kompakte Erscheinungsbild der historischen Vorbilder beibehalten werden.
Das Fahrzeug feierte seine Premiere auf der Oldtimer- und Mobilitätsmesse Bordeaux Classic im französischen Bordeaux. Garage Italia nutzte diese Veranstaltung, um den Spiaggina M als Beispiel für retro-inspirierte Elektromobilität zu präsentieren, die klassische Designelemente mit moderner Funktionalität verbindet.
Weinrot im wahrsten Wortsinne
Die Karosserie des vorgestellten Modells ist im Metallic-Farbton GIC-Barolo lackiert. Kontrastierende, halbglänzende Überroll- und Rohrelemente im Farbton GIC-Tellina setzen optische Akzente. Farbgebung und Materialauswahl sind konzeptionell an die Kulisse italienischer Weinbauregionen angelehnt. Im Innenraum kommen Verdeckstoffe und Kissenbezüge des Herstellers Mariaflora zum Einsatz, die farblich auf die Außenlackierung abgestimmt sind.
Die Viersitzer-Bestuhlung besteht aus geflochtenen Elementen des Herstellers Bonacina 1889 in der Ausführung Alabastro, was eine direkte Reminiszenz an die charakteristischen Korbsessel der historischen Fiat-500-Jolly-Umbauten darstellt. Der Fußraum ist mit Matten aus Sisal-Fasern ausgestattet.
Garage Italia Spiaggina M (2027)
Auch bei der Ausstattung stehen funktionale Anpassungen für den alltäglichen Einsatz im Vordergrund. Der Spiaggina M verfügt über ein schlüsselloses Zugangssystem sowie eine dynamische Servolenkung, die das Manövrieren bei niedrigen Geschwindigkeiten in urbanen Umgebungen oder auf Hotelarealen erleichtert. Grobstollige All-Terrain-Reifen ermöglichen zudem die Fahrt auf unbefestigten Wegen. Zusatzscheinwerfer an der Front, die durch spezielle Schutzgitter abgedeckt sind, verbessern die Ausleuchtung bei Fahrten abseits asphaltierter Straßen.
Der Spiaggina M ist Teil des sogenannten Icon-e-Projekts von Garage Italia, im Rahmen dessen historische Fahrzeugklassiker elektrifiziert und technisch überarbeitet werden. Mit der verlängerten Variante zielt das Unternehmen neben privaten Käufern auch auf die Nutzung im Gastronomie- und Hotelgewerbe ab, etwa als Shuttle-Fahrzeug in Resort-Anlagen, Küstenregionen oder Weinanbaugebieten.
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