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Mercedes lässt zwei CLA vor Publikum spektakulär zusammenkrachen

Zwei CLA prallen mit jeweils 56 km/h aufeinander. Mercedes zeigt vor Publikum, wie gut die Insassen bei einem schweren Seitencrash geschützt sind

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Christopher Otto Christopher Otto

Von: Christopher Otto

21. Okt. um 14:15 Uhr

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Zwei Autos, beide mehr als zwei Tonnen schwer, jeweils mit 56 km/h unterwegs. Und dann kracht eines dem anderen direkt in die Fahrerseite. Was auf den ersten Blick nach einem besonders heftigen Kreuzungsunfall aussieht, war ein bewusst inszenierter Crashtest von Mercedes-Benz. Das Besondere daran: Der Hersteller führte den Versuch öffentlich vor Publikum durch und verzichtete dabei auf die sonst üblichen standardisierten Crashbarrieren.

Ein durchaus selbstbewusster Schritt. Schließlich lassen sich bei einem derart komplexen Versuch nicht sämtliche Auswirkungen so präzise vorhersagen wie bei einem klassischen Crashtest gegen eine definierte Barriere. Mercedes wollte damit zeigen, wie sich seine Fahrzeuge bei einem schweren Unfall unter möglichst realitätsnahen Bedingungen verhalten.

Bildergalerie: Wie Mercedes-Benz die Sicherheit des neuen CLA beweist

Wie Mercedes-Benz die Sicherheit des neuen CLA beweist

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Quelle: Mercedes-Benz

Zwei CLA, ein heftiger Zusammenstoß

Für den Versuch schickten die Stuttgarter einen CLA Shooting Brake mit elektrifiziertem Verbrennungsmotor und eine vollelektrische CLA Limousine auf Kollisionskurs. Beide Fahrzeuge waren mit 56 km/h unterwegs, als der Shooting Brake frontal in die Fahrerseite des Elektro-CLA prallte. Gebremst wurde vorher nicht.

Das Szenario entspricht einem besonders schweren Kreuzungsunfall. Laut Mercedes liegt die gewählte Geschwindigkeit am oberen Rand dessen, was die eigene Unfallforschung bei solchen Kollisionen beobachtet hat. Besonders kritisch ist dabei der Seitenaufprall, weil zwischen Tür und Insassen erheblich weniger Platz zur Aufnahme der Aufprallenergie bleibt als bei einer Frontalkollision.

Wie Mercedes-Benz die Sicherheit des neuen CLA beweist

Bild von: Mercedes-Benz

Anders als bei den üblichen Zulassungs- und Verbraucherschutztests, bei denen Fahrzeuge auf standardisierte Barrieren oder bewegliche Crashwagen treffen, kollidierten hier zwei vollständige Serienfahrzeuge. Ein solches Szenario schreibt weder der Gesetzgeber noch ein Sicherheitsbewertungsprogramm vor.

Fahrgastzellen stabil, Batterie unbeschädigt

Das Ergebnis fiel nach Angaben von Mercedes erfreulich aus. Die Fahrgastzellen beider CLA blieben stabil, sämtliche Messwerte der insgesamt acht Crashtest-Dummies lagen unterhalb der relevanten biomechanischen Grenzwerte. Vier der Dummies simulierten Erwachsene, vier Kinder.

Die aufgezeichneten Belastungswerte deuten laut Hersteller auf ein geringes Risiko schwerer oder lebensbedrohlicher Verletzungen hin. Bemerkenswert ist außerdem, dass die Hochvoltbatterie des seitlich getroffenen Elektro-CLA trotz des heftigen Aufpralls unbeschädigt blieb.

Wie Mercedes-Benz die Sicherheit des neuen CLA beweist

Bild von: Mercedes-Benz

Unabhängig überprüfte Ergebnisse eines Verbraucherschutztests sind das allerdings nicht. Die Aussagen beruhen auf den Messungen und der Auswertung von Mercedes selbst. Dennoch zeigt der Versuch eindrucksvoll, welche Sicherheitsreserven moderne Fahrzeugstrukturen inzwischen bieten können.

Sicherheit bleibt eine Stärke von Mercedes

Ganz überraschend kommt das Ergebnis nicht. Mercedes-Benz beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit der Unfallforschung und gehört zu den Herstellern, die zahlreiche heute selbstverständliche Sicherheitslösungen maßgeblich mitentwickelt haben.

Seit 1969 untersucht und rekonstruiert das Unternehmen reale Verkehrsunfälle. Nach eigenen Angaben sind inzwischen rund 6.000 Fälle ausgewertet worden. Hinzu kommen bei der Entwicklung eines neuen Modells etwa 15.000 virtuelle Unfallsimulationen und rund 150 physische Crashtests.

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Mit dem öffentlichen Versuch hat Mercedes nun einen eher ungewöhnlichen Weg gewählt, um diese Entwicklungsarbeit sichtbar zu machen. Dass die Stuttgarter dafür nicht auf ein besonders günstiges Standardszenario setzen, sondern auf einen schweren Seitenaufprall zweier fahrender Fahrzeuge, verdient durchaus Anerkennung.

Quelle: Mercedes-Benz

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