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Honda CBR500R Four (2027): 12.500 Touren, 72 PS und ein Comeback des Vierzylinders
Honda überrascht mit einem neuen 500er-Supersportler, hochdrehendem Vierzylinder, 72 PS und serienmäßiger E-Clutch

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Christopher Otto 
Von: Christopher Otto
22. Okt. um 08:17 Uhr
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Vier Zylinder, 12.500 Umdrehungen und eine kompakte Sportverkleidung. Was früher in der Motorrad-Mittelklasse durchaus üblich war, ist heute eine Seltenheit geworden. Honda bringt für 2027 mit der CBR500R Four einen komplett neuen Supersportler, der statt des gewohnten Zweizylinders auf einen hochdrehenden Reihenvierzylinder setzt. Dazu gibt es moderne Elektronik und serienmäßig die E-Clutch.
Die neue CBR500R Four knüpft an eine lange Tradition kleiner Honda-Vierzylinder an. Vor allem die CB400 Super Four genoss in Japan über Jahrzehnte einen hervorragenden Ruf. Für das neue Modell haben die Japaner den Motor allerdings umfassend weiterentwickelt. Mit der bisherigen CBR500R, die von einem 471 Kubikzentimeter großen Zweizylinder angetrieben wird, hat die Four technisch nur noch wenig gemeinsam.
Bildergalerie: Honda CBR500R Four (2027)

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Quelle: Honda
Neuer Vierzylinder mit 72 PS
Das Herzstück ist ein flüssigkeitsgekühlter Reihenvierzylinder mit 502 Kubikzentimetern Hubraum, zwei obenliegenden Nockenwellen und 16 Ventilen. Er leistet 72 PS (53 kW) bei 11.000 U/min und liefert sein maximales Drehmoment von 46,3 Nm bei 9.750 U/min. Erst bei 12.500 Touren setzt der Drehzahlbegrenzer ein. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Honda mit 210 km/h an.
Für den kompakten Motor betreibt Honda einigen technischen Aufwand. Nickel-Siliziumkarbid-beschichtete Zylinderlaufbahnen sollen Gewicht und Reibung reduzieren, während DLC-beschichtete Bauteile im Ventiltrieb die mechanischen Verluste verringern. Hinzu kommen eine Ram-Air-Luftzufuhr und ein Fallstrom-Ansaugsystem. Auch die 4-in-2-in-1-Auspuffanlage ist eine bewusste Reminiszenz an die legendäre CB400 Four von 1975.

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Interessant ist zudem die serienmäßige E-Clutch. Mit ihr kann der Fahrer anfahren, anhalten und sämtliche sechs Gänge wechseln, ohne den Kupplungshebel zu betätigen. Geschaltet wird weiterhin klassisch mit dem Fuß. Beim Herunterschalten unterstützt die Elektronik mit automatischem Zwischengas. Wer lieber vollständig selbst kuppelt, kann den Hebel jederzeit benutzen.
Sportliches Fahrwerk, erstaunlich alltagstauglich
Auch beim Fahrwerk setzt Honda auf eine eigenständige Konstruktion. Ein neu entwickelter Stahlrohrrahmen trägt eine 41-mm-Upside-down-Gabel von KYB und eine Aluminiumschwinge mit Pro-Link-Federbein. Vorne verzögern zwei 296-mm-Bremsscheiben mit radial montierten Nissin-Bremssätteln. Als Erstbereifung kommen Pirelli Diablo Rosso IV zum Einsatz.
Trotz der sportlichen Ausrichtung bleibt die CBR500R Four vergleichsweise zugänglich. Die Sitzhöhe beträgt lediglich 780 Millimeter, vollgetankt bringt sie 189 Kilogramm auf die Waage. Der Tank fasst 14 Liter, der Normverbrauch liegt bei 4,5 Litern auf 100 Kilometer. Für Inhaber des A2-Führerscheins wird außerdem eine auf 35 kW beziehungsweise 48 PS reduzierte Version angeboten.

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Fünf Fahrmodi und moderne Elektronik
Zur Serienausstattung gehören drei Fahrprogramme namens Standard, Sport und Urban sowie zwei individuell konfigurierbare Modi. Über das elektronische Gasgriffmanagement lassen sich Leistungsabgabe, Motorbremswirkung und Traktionskontrolle anpassen. Letztere kann in den beiden User-Modi auch abgeschaltet werden.
Im Cockpit sitzt ein 5-Zoll-TFT-Farbdisplay, das sich über einen beleuchteten Vierwege-Schalter am linken Lenker bedienen lässt. Honda RoadSync ermöglicht die Verbindung mit dem Smartphone inklusive Navigationshinweisen. Eine USB-C-Buchse ist ebenfalls an Bord.

Bild von: Honda
Optisch präsentiert sich die neue Four mit einer scharf geschnittenen Vollverkleidung, schmalen LED-Doppelscheinwerfern und einem betont schlanken Heck. Angeboten wird sie in Ignition Red mit HRC-Dreifarblackierung sowie in Mat Ballistic Black Metallic.
Ein deutscher Verkaufspreis steht bislang nicht fest. Zum Vergleich: Die bisherige CBR500R E-Clutch mit Zweizylinder kostet aktuell 7.500 Euro ab Werk beziehungsweise 8.129 Euro inklusive Überführung. Angesichts des deutlich aufwendigeren Vierzylindermotors dürfte die neue Four allerdings darüber liegen. Wann genau sie 2027 bei den deutschen Händlern steht, hat Honda noch nicht mitgeteilt.
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Quelle: Honda
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