Der Freelander 8 kommt nach Europa: Zunächst nach Großbritannien
Spezifische Versionen sollen auf die Bedürfnisse der Europäer zugeschnitten werden
Die Marke Freelander kehrt auch nach Großbritannien und damit nach Europa zurück. Die Marke geht aus der Zusammenarbeit des chinesischen Chery-Konzerns mit Jaguar Land Rover hervor. Autocar berichtet über die direkt von der Marke kommende Bestätigung.
Der britische Markt sein in der sogenannte "dritten Welle" an der Reihe und bestätigt damit auch eine internationale Expansion über China hinaus. Der Schritt war zu erwarten, da das Management von JLR bereits früher erklärt hatte, einer Einführung dieser Modelle in Europa nicht im Weg zu stehen.
Zuerst Nahost, dann Märkte mit Rechtslenkung
Der Einführungsplan ist klar und in Phasen gegliedert. Freelander startet zunächst in Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas. Erst danach folgen Versionen mit Rechtslenkung für Australien und Neuseeland. Großbritannien und Europa kommen in der dritten Phase hinzu.
Freelander 8 (2026)
Ein genaues Jahr für den Marktstart in Großbritannien wurde hingegen noch nicht genannt. Auch wer Import und Vertrieb übernehmen wird, ist bislang offen. Fest steht jedoch, dass die für diese Märkte bestimmten Fahrzeuge keine bloßen Anpassungen der in China verkauften Modelle sein sollen, sondern Versionen, die gezielt für lokale Vorschriften und Anforderungen entwickelt werden.
Freelander 8 als leistungsstarkes SUV
Das erste Modell der neuen Ära heißt Freelander 8 und feierte im Sommer in China sein Debüt. Es handelt sich um einen großes SUV mit mehr als fünf Metern Länge. Es soll Platz, Komfort und Fähigkeit bieten, mit denen auch anspruchsvolleres Gelände zu bewältigen sei. Die für Exportmärkte, darunter auch Europa, vorgesehene Version nutzt ein Plug-in-Hybrid-System auf Basis eines 2,0-Liter-Benziners in Kombination mit zwei Elektromotoren.
Bildergalerie: Freelander 8 (2026)
Die Systemleistung liegt bei mehr als 441 kW (600 PS) und wird an alle vier Räder übertragen. Die Batterie mit 34 kWh soll rund 110 Kilometer rein elektrische Reichweite ermöglichen, die Schnellladeleistung kann bis zu 350 kW betragen. Damit positioniert sich das Modell im oberen Bereich des Segments, auch wenn die Preise voraussichtlich unter denen der Land-Rover-Topmodelle liegen dürften.
Eine neue Marke mit britischen Wurzeln
Der Name Freelander erinnert direkt an das Land-Rover-Modell, das von Ende der 1990er-Jahre bis 2015 gebaut wurde. Heute handelt es sich jedoch um eine eigenständige Marke. Jaguar Land Rover hat den Namen lizenziert und überwacht das Design, während Chery die technische Entwicklung und die Produktion in China übernimmt.
Freelander 8 (2026), der Innenraum
JLR-Chef PB Balaji hatte die Position des Konzerns bereits klargestellt: "Es ist ein Auto von Chery. Unsere Rolle besteht darin sicherzustellen, dass das Design mit den Werten von JLR übereinstimmt, danach ist es vollständig deren Sache."
Erklärtes Ziel ist es, den Markt zu erweitern, ohne in direkte Konkurrenz zu Range Rover und Defender zu treten. Wie ein SUV dieser Größe und mit diesen Eigenschaften in Europa aufgenommen wird, bleibt abzuwarten. Die schrittweise Einführungsstrategie deutet jedoch darauf hin, dass die Marke vorsichtig und gut vorbereitet vorgehen will.
Auch interessant
VW stoppt Entwicklung des elektrischen ID. Golf wegen finanzieller Probleme
Ausstellung im Vatikan: Ein Jahrhundert Papamobile von Mercedes
Dacia Striker schon vor Marktstart live erleben: Deutschlandtour mit 40 Stopps
Audi meldet massiven Gewinneinbruch und setzt auf Sparkurs plus Modelloffensive für 2026
Bentley zeigt, was sich eigentlich unter der Tarnung eines Erlkönigs verbirgt
Moto Guzzi ohne V2 und Kardan? Die neue The Trip 500 überrascht mit neuem Antrieb
MG3, MG ZS und MG HS (2026): Updates für drei beliebte Baureihen der China-Marke