Dieser elektrische Porsche hat nur 21 PS und kostet über 80.000 Euro
Der Porsche 550 J misst nur 2,90 Meter, bietet trotzdem Platz für zwei Erwachsene und schafft mit dem RS-Paket bis zu 80 km/h
Nein, hier hat niemand einen Porsche 550 Spyder beim Waschen einlaufen lassen. Der Porsche 550 J misst nur 80 Prozent des Originals und fährt rein elektrisch. Ein Spielzeug ist er trotzdem nicht. Zwei Erwachsene passen hinein, bis zu 80 km/h sind möglich und der Preis startet bei 69.500 Pfund vor Steuern.
Hinter dem 550 J steckt Hedley Studios aus Oxfordshire. Das britische Unternehmen ist auf verkleinerte, fahrbare Versionen berühmter Autos spezialisiert. Beim 550 J arbeitet Hedley erstmals direkt mit Porsche zusammen. Die Produktion bleibt auf 250 Exemplare begrenzt, die ersten Kundenfahrzeuge sollen im Frühjahr 2027 ausgeliefert werden.
Bildergalerie: Porsche 550 J
11 PS reichen für 65 km/h
Mit 2,90 Meter Länge, 1,20 Meter Breite und gerade einmal 80 Zentimeter Höhe fällt der 550 J ziemlich kompakt aus. Trotzdem ist das Auto ausdrücklich für zwei Erwachsene ausgelegt. Das Gewicht beträgt in der Standardversion rund 330 Kilogramm.
Hinter den Sitzen arbeitet ein 48-Volt-Elektromotor mit 8 kW, also 11 PS. Damit erreicht der kleine Porsche bis zu 65 km/h. Die Lithium-Ionen-Batterie soll für maximal 50 Kilometer reichen. Den Ladeanschluss verstecken die Entwickler unter dem verchromten Tankdeckel.
Wer mehr möchte, kann zum RS-Paket greifen. Zusätzliche Batterien und ein 16 kW starker Motor verdoppeln die Leistung auf 21 PS. Die Höchstgeschwindigkeit steigt auf 80 km/h, die Reichweite auf ebenfalls 80 Kilometer. Dazu kommen gelochte Bremsscheiben und einstellbare Bilstein-Dämpfer. Das Gewicht erhöht sich auf rund 350 Kilogramm.
Porsche öffnete sein Archiv
Hedley Studios hat nicht einfach einen 550 Spyder nach Augenmaß verkleinert. Als Grundlage dienten 3D-Scans von Originalfahrzeugen aus dem Porsche Museum sowie historische Produktionszeichnungen aus dem Porsche-Archiv. Mehr als 1.300 Bauteile entstanden eigens für das Projekt.
Beim Chassis orientierten sich die Entwickler am späteren 550 A. Statt des einfacheren Leiterrahmens des frühen 550 kommt deshalb ein steifer Gitterrohrrahmen aus hochfestem Stahl zum Einsatz. Die Karosserie besteht nicht wie beim historischen Vorbild aus Aluminium, sondern aus Kohlefaser-Verbundmaterial.
Auch beim Fahrwerk mischt Hedley historische Konstruktion mit moderner Technik. Die grundsätzliche Achsanordnung folgt dem Original, dazu kommen Bilstein-Gewindefederbeine, Eibach-Federn, Brembo-Bremsen und speziell entwickelte Continental-Reifen. Selbst die Aluminiumräder orientieren sich optisch an den Felgen des 550 Spyder.
Selbst der Choke bekommt eine neue Aufgabe
Im Cockpit bleibt es ebenfalls klassisch. Es gibt Schalensitze, ein Dreispeichen-Lenkrad mit Holzkranz von Nardi und drei Rundinstrumente. Die Tankanzeige wird allerdings zur Batterieanzeige. Besonders nett: Der ehemalige Choke-Hebel dient beim elektrischen 550 J als Fahrmodus-Wahlschalter.
Bei der Lackierung gibt es reichlich Spielraum. Das Präsentationsfahrzeug trägt “Weißaluminium”, einen vom Porsche-Archiv ausgewählten Silberton, der der typischen Farbe des historischen 550 möglichst nahekommen soll. Kunden können außerdem historische Dekore und Farben aus dem Porsche-Programm “Paint to Sample” wählen.
Auf öffentlichen Straßen wird man dem 550 J trotzdem nicht begegnen. Das Fahrzeug besitzt keine Straßenzulassung und ist ausschließlich für Privatgelände und Rennstrecken gedacht. Bestellungen nimmt Hedley Studios bereits entgegen. Seine öffentliche Premiere feiert der elektrische Mini-Porsche am 21. und 22. November 2026 bei “Icons of Porsche” in Dubai.
Quelle: Hedley Studios
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