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Für eine persönlichere Erfahrung

Macht Tuning den Ferrari Luce erträglicher?

Vossen Wheels nimmt den Elektro-Ferrari als einer der ersten in die Mangel

Vossens Ferrari Luce
Bild von: Vossen
Stefan Wagner Stefan Wagner

Der Ferrari Luce ist vermutlich das kontroverseste Auto des Jahres. Wenn das überhaupt reicht. Einen vergleichbaren Shitstorm hat die Autowelt noch nicht gesehen. Selbiger richtete sich vor allen Dingen gegen die Optik des Elektrikers aus Maranello. Doch daran lässt sich ja arbeiten, nicht wahr?

Böse Zungen würden behaupten, für die Tuningbranche ist der Luce ein absoluter Glücksfall - es kann ja nur besser werden. Und sieh an, der Viertürer ist noch gar nicht auf der Straße unterwegs, da kommen bereits die ersten Optimierungen aus dem Kreise der Veredler hereingeflogen. In diesem Fall von den Felgengurus von Vossen Wheels. Wenn auch bisher nur virtuell. 

Was Sie hier sehen ist ein sehr tiefer elektrischer Ferrari mit neuen G2-13T-Duoblock-Rädern und einigen ziemlich aggressiven Karosserie-Veränderungen.

Zum Umbau gehören unter anderem ein feststehender Heckflügel, markantere Seitenschweller, ein neuer Frontsplitter und ein überarbeiteter Heckdiffusor.

Rallye-Look für den Ferrari Luce

Im Mittelpunkt stehen die neuen Vossen G2-13T. Die Ende August vorgestellten Räder setzen auf eine Duoblock-Konstruktion und sind in Größen zwischen 18 und 22 Zoll erhältlich. Für den digitalen Ferrari Luce wurde ein 22-Zoll-Format gewählt. Die Räder besitzen ein vom Rallyesport inspiriertes Aerodisc-Design und sind in gebürstetem Silber ausgeführt.

Was sagen Sie? Sehen Sie hier eine optische Verbesserung? Der vom ehemaligen Apple-Designer Jony Ive entworfene Luce setzt ja deutlich auf eine eigenständige, industrielle Optik und unterscheidet sich damit drastisch von den bisherigen Ferrari-Modellen.

Bildergalerie: Der Ferrari Luce von Vossen

Vossen treibt diese Gestaltung in seiner digitalen Interpretation noch weiter. Die Kombination aus den neuen Rädern, der extrem reduzierten Bodenfreiheit und den zusätzlichen Aerodynamikteilen macht aus dem Luce optisch einen deutlich sportlicheren Wagen. Ob das die Dinger besser macht, ist eine andere Frage.

Wohl eher Showcar als Straßenauto

Zumal bezweifelt werden darf, ob ein solcher Umbau tatsächlich für den Alltag geeignet wäre. Vor allem die massive Tieferlegung und der große feste Heckflügel lassen eher an ein Show- oder Trackcar denken als an ein ein Alltagsauto für öffentliche Straßen.

Vossens Ferrari Luce

Vossens Ferrari Luce

Bild von: Vossen

Trotzdem könnte die digitale Studie einen Vorgeschmack darauf geben, was Besitzer des Luce künftig mit ihren Fahrzeugen anstellen werden. Ferrari hat nach eigenen Angaben bereits die Verkaufsziele für das erste Produktionsjahr erreicht. Damit dürfte es nicht lange dauern, bis die ersten Kunden versuchen, ihren rundum exklusiven Elektro-Ferrari optisch von anderen Exemplaren abzuheben.

Auslieferungen starten noch 2026

Der Ferrari Luce soll in Europa noch vor Ende dieses Jahres an die ersten Kunden ausgeliefert werden. 2027 soll anschließend der weltweite Marktstart folgen.

Der Einstiegspreis liegt bei rund 550.000 Euro. Damit richtet sich der Elektro-Ferrari ohnehin an eine sehr exklusive Kundschaft. Individuelle Umbauten und nachträgliche Personalisierungen dürften bei einem solchen Fahrzeug eine entsprechend große Rolle spielen.

Noch handelt es sich bei der Vossen-Version allerdings ausschließlich um eine digitale Interpretation. Ob die gezeigten Räder und Karosserieteile irgendwann tatsächlich an einem Kundenfahrzeug landen, bleibt abzuwarten.