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Nie wieder im Stau? Dieses fliegende Auto geht offiziell in Serie

Europa erteilt dem Flugauto-Pionier PAL-V die finale Produktionsgenehmigung für sein Flugauto

Flugauto von PAL-V

Bild von: PAL-V

Sönke Brederlow Sönke Brederlow

Von: Sönke Brederlow

9. Sep. um 17:14 Uhr

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Seit Jahrzehnten verspricht die Science-Fiction das fliegende Auto für jedermann, doch in der Realität scheiterte der Traum bislang meist an strengen Regulierungen und technischen Hürden. Nun macht das niederländische Unternehmen PAL-V einen konkreten Schritt von der Vision hin zur Serienfertigung, indem es die europäische Produktionsgenehmigung (offiziell: Production Organisation Approval, kurz POA) erhalten hat.

Damit verfügt das Unternehmen als weltweit erster Akteur im sogenannten FlyDrive-Segment sowohl über die automobil- als auch über die luftfahrtseitigen Zulassungen, die für die Fertigung im industriellen Maßstab erforderlich sind. Die Genehmigung berechtigt PAL-V, Luftfahrtprodukte nach Vorschriften der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) herzustellen.

Volocopter Testflug

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Europa sichert sich Vorsprung vor den USA und China

Mit diesem regulatorischen Etappensieg bringt sich die europäische Initiative überraschend vor der Konkurrenz aus den USA und China in Position. Fast zwei Jahrzehnte Entwicklungsarbeit und bürokratischer Abstimmungsaufwand stecken in dem Projekt des Herstellers aus Raamsdonksveer in den Niederlanden.

Bereits im Jahr 2025 hatte die EASA der technischen Konzeption ein "No Technical Objection" ausgestellt, also eine Bestätigung, dass keine technischen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit bestehen. Die nun erteilte POA bescheinigt dem Produktionssystem von PAL-V offiziell, dass es die strengen Anforderungen an eine lufttüchtige Fertigung erfüllt.

"Die Erteilung der POA ist ein bedeutender Meilenstein für PAL-V", erklärt Robert Dingemanse, CEO von PAL-V. "Sie bestätigt nicht nur, dass wir eine wegweisende Plattform für FlyDrive-Produkte entwickelt haben, sondern auch, dass wir eine Organisation von Weltklasse aufgebaut haben, die lufttüchtige Produkte entwickeln, zertifizieren und fertigen kann."

Hersteller PAL-V bestätigt volle Produktionsbücher

Trotz der behördlichen Freigabe bleibt abzuwarten, wie rasch sich das Konzept etablieren kann. Das Interesse am Markt scheint zumindest vorhanden zu sein: Laut Unternehmen deckt der aktuelle Reservierungsbestand bereits die ersten drei Produktionsjahre ab. Der Fokus liegt dabei keineswegs nur auf wohlhabenden Privatkunden, sondern auch auf professionellen Anwendern, die operative Herausforderungen im Einsatz flexibler bewältigen sollen.

Rund um das Projekt ist in den vergangenen Jahren zudem ein Netz aus europäischen Zulieferern, Forschungseinrichtungen und Zertifizierungsexperten entstanden, das den Niederlanden einen internationalen Flugzeughersteller beschert. Künftig sollen Technologien wie autonomes Fliegen, fortschrittliche Leichtbaumaterialien und emissionsfreie Antriebe integriert werden.

Ob der Zwitter aus Auto und Gyrokopter am Ende tatsächlich das Stauproblem löst oder eine teure Nische bleibt, wird wohl erst die Praxis zeigen ...

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