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4.000 Jobs bald weg? Jaguar Land Rover startet Abfindungsprogramm

Das Unternehmen strebt Einsparungen über 1,7 Milliarden Pfund an. Helfen soll unter anderem ein freiwilliger Stellenabbau

Jaguar Land Rover Logos an einem Händlerbetrieb in Oakville, Kanada

Von: Brian Potter

Übersetzt von: Benja Hiller

Veröffentlicht von: Benja Hiller

7. Sep. um 12:07 Uhr

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Jaguar Land Rover hat ein Programm für freiwillige Abfindungen für Angestellte und Führungskräfte gestartet. Der Hersteller will in den kommenden zwei Jahren 1,7 Milliarden Pfund (rund 2,0 Milliarden Euro) einsparen.

Ein Sprecher von Jaguar und Land Rover bestätigte, dass das Unternehmen ein freiwilliges Abfindungsprogramm für Angestellte und Mitarbeiter in Führungspositionen öffnet, nannte jedoch keine konkrete Zahl der betroffenen Stellen. Die Schätzung von 4.000 Beschäftigten stammt von der Financial Times, nicht von JLR selbst.

Die Lücke zwischen Gerüchten und bestätigten Zahlen entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem der britische Wirtschafts- und Handelsminister Jonathan Reynolds in dieser Woche mit der JLR-Führung zusammentreffen will. Eine neue staatliche Rettungsaktion hat er bereits ausgeschlossen. Ein Sprecher bezeichnete die Lage zugleich als beunruhigende Phase für Beschäftigte, Familien und lokale Gemeinschaften.

JLR beschäftigt in Großbritannien rund 30.000 Menschen. Selbst die bislang unbestätigte Zahl würde also einen spürbaren Teil der Belegschaft betreffen. Zudem arbeitet das Unternehmen daran, seine Gewinnschwelle auf etwa 300.000 Fahrzeuge pro Jahr zu senken. Der Schritt soll dieses Ziel unterstützen.

Das Abfindungsangebot folgt auf den jüngsten Rückruf wegen Leistungsverlusts bei Tausenden Fahrzeugen und erhöht den Druck zusätzlich, während JLR die Kosten senkt.

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Das Werk von Jaguar Land Rover in Halewood

Warum JLR umstrukturiert

JLR begründet die Einschnitte mit schwierigeren globalen Rahmenbedingungen, darunter günstigere chinesische Wettbewerber und höhere Handelshürden in wichtigen Exportmärkten. Nordamerika bleibt der größte Markt des Unternehmens, weshalb zusätzliche Importkosten schnell auf die Bilanz durchschlagen.

2025 unterstützte die britische Regierung JLR über UK Export Finance mit einer Kreditgarantie von rund 1,5 Milliarden Pfund (etwa 1,75 Milliarden Euro), um das Unternehmen und seine Zulieferer zu stützen. Diese frühere Hilfe steht nun im Hintergrund jeder Diskussion über neue staatliche Unterstützung.

Auch andere Hersteller ziehen den Gürtel enger. Volkswagen hat Pläne gebilligt, weltweit rund 50.000 Stellen abzubauen. Auch Aston Martin und Bentley reduzieren Personal.

Chinesische und koreanische Marken gewinnen im Vereinigten Königreich weiter Marktanteile. Branchendaten für August zeigen, dass die Zulassungen batterieelektrischer Autos im Jahresvergleich um rund 30 Prozent gestiegen sind. Tesla liegt vorn, Kia und BYD folgen dicht dahinter, wie von Reuters gemeldete Zahlen zeigen. Genau diesem zusätzlichen Preis- und Volumendruck will JLR mit der neuen Gewinnschwelle standhalten.

Trotz der Einsparungen bei den Fixkosten hat JLR im Werk Solihull seinen ersten vollelektrischen Range Rover Electric vorgestellt. Die Auslieferungen in Großbritannien sollen nach einer Verzögerung Mitte 2026 beginnen. Reynolds dürfte die Führungskräfte dazu befragen, wie dieser Premium-Elektro-Kurs zur Umstrukturierung passt. Angesichts der Zollrisiken dürften auch JLRs Produktionspläne in den USA auf der Tagesordnung stehen.

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Quelle: Financial Times

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