Home
Denza
D9
News
Denza D9 DM-i: Luxus-Van mit Super-Hybrid kommt nach Europa
Die BYD-Schwestermarke Denza bringt mit dem D9 DM-i einen luxuriösen Plug-in-Hybrid-Van nach Europa. Alle Infos

Bild von: Denza
Christopher Otto 
Von: Christopher Otto
9. Apr. um 16:01 Uhr
Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F792480%2Fdenza-d9-dmi-van-hybrid%2F&text=Denza%20D9%20DM-i%3A%20Luxus-Van%20mit%20Super-Hybrid%20kommt%20nach%20Europa&via=Motor1DE)
- Kopie
Teilen
Mit dem D9 DM-i startet die in Deutschland noch wenig bekannte Marke Denza ihr zweites Modell für Europa. Hinter Denza steht die BYD-Gruppe, in China längst ein Schwergewicht bei Elektro- und Plug-in-Autos. Der D9 DM-i zielt auf das vom Mercedes V-Klasse und VW Multivan doiminierte Segment hochwertiger MPV und kombiniert viel Platz mit einem auf Reichweite ausgelegten Plug-in-Hybridantrieb.
Optisch bleibt der D9 klassisch: 5,25 Meter Länge, hoher Aufbau, große Glasflächen. Wer mag, kann leichte Parallelen zum Lexus LM erkennen. An der Front des Denza dominiert ein großer Kühlergrill mit Metallrahmen, an der Seite liegen die Schienen der Schiebetüren verdeckt in der Karosserie. Die elektrische Heckklappe öffnet zu einem variablen Gepäckabteil, je nach Sitzstellung stehen zwischen 430 und 2.310 Liter Stauraum bereit. Auch mit allen sieben Sitzen in Nutzung passt noch Urlaubsgepäck hinein.

Bild von: Denza
Im Innenraum positioniert Denza den D9 klar in Richtung Lounge. Das 1,1 Quadratmeter große Panoramadach bringt viel Licht ins Fahrzeug, Materialien und Verarbeitung sollen Premium-Niveau erreichen. Vorn erhalten Fahrer und Beifahrer elektrisch verstellbare Sitze mit Heizung, Belüftung und Massagefunktion sowie ein beheizbares Lenkrad. In der dritten Reihe gibt es ebenfalls Heizung, Belüftung und elektrische Verstellung, was in dieser Klasse noch selten ist.
Besonderes Augenmerk liegt auf der zweiten Reihe. Die sogenannten Air-Spa-Zero-Gravity-Sessel bieten 14-fach Verstellung, 16-Punkt-Massage und lassen sich bis 152 Grad zurücklehnen. Zusammen mit ausklappbaren Tischen an den Rückenlehnen der Vordersitze entsteht ein vollwertiger Arbeitsplatz oder ein komfortabler Ruheplatz auf längeren Etappen. Mehrere Sitzmodi erlauben die Wahl zwischen maximalem Beinraum für vier Personen oder voller Bestuhlung mit erweitertem Laderaum.

Bild von: Denza
Beim Antrieb setzt Denza auf das Super-Hybrid-System DM-i. Ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 88 kW unterstützt zwei Elektromotoren mit 170 und 45 kW, die gemeinsam Allradantrieb und 260 kW (353 PS) Systemleistung bereitstellen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 8,6 Sekunden, bei 180 km/h ist Schluss. Herzstück ist eine 58,5-kWh-blade-batterie, die nach WLTP bis zu 210 Kilometer rein elektrisch ermöglichen soll.
In Kombination mit einem 64-Liter-Tank verspricht Denza eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 950 Kilometern. Das System wechselt je nach Situation zwischen rein elektrischem Fahren und verschiedenen Hybrid-Konfigurationen. Im EV-Modus fährt der D9 wie ein Batterieauto, im HEV-Modus übernimmt ein intelligentes Management das Zusammenspiel von Verbrenner, Generator und E-Motoren, der Fahrer muss keine Betriebsstrategien festlegen. Das funktioniert schon in anderen BYD-Modellen wie dem Atto 2, dem Atto 3 Evo oder dem Seal 6 bestens.
Ein weiteres technisches Highlight ist die Flash-Charging-Technik von BYD. Laut Hersteller lässt sich die Batterie mit bis zu 559 kW DC laden. Von 10 auf 70 Prozent sollen fünf Minuten reichen, von 10 auf 97 Prozent neun Minuten. Selbst bei minus 30 Grad spricht Denza von zwölf Minuten für den Sprung von 20 auf 97 Prozent. In der Praxis bleibt abzuwarten, welche Ladeleistungen das System an europäischen Säulen tatsächlich erreicht. AC-seitig sind 11 kW vorgesehen.

Bild von: Denza
Beim Fahrwerk kombiniert der D9 vorn MacPherson-Federbeine mit einer Mehrlenkerachse hinten. Das adaptive System Disus-C passt die Dämpfer je nach Fahrbahn und Fahrweise an. Es kann bei schlechter Straße weicher und bei schneller Kurvenfahrt straffer dämpfen. Ziel ist eine Mischung aus Komfort und kontrollierter Karosseriebewegung, passend zum Anspruch als Reisewagen für Familie und Business-Shuttle.
Beim Infotainment fährt der D9 üppig auf. Zentral sitzt ein 15,6-Zoll-Touchscreen, dazu kommen ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument sowie ein weiterer 10,25-Zoll-Bildschirm für den Beifahrer. In der zweiten Reihe gibt es kleine Displays in den Armlehnen, optional folgen zwei 12,8-Zoll-Monitore an den Rückenlehnen der Vordersitze. Dilink-Software, OTA-Updates sowie Apple CarPlay und Google-Integration gehören dazu.

Für den Klang zeichnet der französische Spezialist Devialet verantwortlich. Das System mit 16 Lautsprechern soll Kinoatmosphäre erzeugen, zusätzlich gibt es sechs individuell ansteuerbare Audiozonen und mehr als 200 Sprachbefehle. Vier 50-W-Ladepads, mehrere USB-C- und ein USB-A-Anschluss sowie ein klimatisierter Sieben-Liter-Kühlschrank zwischen den Vordersitzen ergänzen das Komfortpaket.
In Europa startet der Denza D9 DM-i in den Linien Elegance und Ultimate. Schon die Basisversion bietet elektrische Schiebetüren, elektrische Heckklappe, großes Zentraldisplay und Sprachsteuerung. Ultimate ergänzt unter anderem Nappaleder, Echtholzdekor, Zero-Gravity-Sitze, ein Head-up-Display und zusätzliche Bildschirme.
Für Deutschland nennt Denza einen Preisbereich zwischen 80.000 und 90.000 Euro, die Markteinführung erfolgt über neue Händler in mehreren großen Märkten Westeuropas. Eine lange V-Klasse mit großem Benziner bekommt man nackt für 60.000 Euro, ein Lexus LM kostet bereits fast 130.000 Euro.
Mehr Exoten aus China:
Zeekr 7X Test: Starkes Elektro-SUV mit 800-Volt-Technik
Xiaomi SU7: Das Interieur der Elektro-Limousine im Detail
Diesen Artikel teilen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F792480%2Fdenza-d9-dmi-van-hybrid%2F&text=Denza%20D9%20DM-i%3A%20Luxus-Van%20mit%20Super-Hybrid%20kommt%20nach%20Europa&via=Motor1DE)
- Kopie
Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht
AKTUELLSTE ARTIKEL
- Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn? 20 Okt. - Einzeltests
- Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ... 20 Okt. - Designstudien
- Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland 20 Okt. - Auto News
- Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen 20 Okt. - Historie und Oldtimer
- ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch 20 Okt. - Ratgeber
- BMW F 450 RR (2027): Rennstrecken-Feeling für Einsteiger 20 Okt. - Motorrad
- Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag 20 Okt. - Motorrad
Auch interessant

Ducati Panigale V4 (2027): Noch schneller, noch extremer

Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland

Kawasaki Versys 900 (2027): Neuer Sporttourer mit richtig Dampf

Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen

Hyundai Tucson (2026): Neuauflage kommt auch als N-Line (Update)

ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch

Hyundai Bayon (2026): Von der grauen Maus zum Mini-Tucson