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Nissan nicht mehr in globalen Top 10: Sanierungsplan als Rettung?

Nissan-Verkäufe 2025 um 4,4% rückläufig und 7 der 11 neuen Modelle stammen von Partnern

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Von: Juan Felipe Munoz

Übersetzt von: Stefan Wagner

Veröffentlicht von: Stefan Wagner

12. Mär. um 07:06 Uhr

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Nissan gehört zu den fünf Automobilherstellern mit dem größten Minus beim globalen Marktanteil zwischen 2024 und 2025. Die Lage ist schwierig – und das nicht erst seit gestern. Mehrere Probleme haben den traditionsreichen japanischen Hersteller in diese kritische Position gebracht, aus der man sich weiterhin herauszuarbeiten versucht. Reichen die jüngsten Schritte dafür aus?

2025 unter den fünf größten Verlierern

Die von Herstellern weltweit veröffentlichten Verkaufszahlen für das vergangene Jahr deuten darauf hin, dass Nissan auf Platz fünf beim stärksten Rückgang des Marktanteils gegenüber 2024 liegt. Demnach sank Nissans globaler Marktanteil von 3,73 % im Jahr 2024 auf 3,44 % im Jahr 2025 – ein Minus von 0,29 Prozentpunkten. Das wirkt auf den ersten Blick gering, ist auf globaler Ebene jedoch durchaus erheblich.

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Konkret gingen die weltweiten, kombinierten Verkäufe von Nissan und Infiniti um 4,4 % auf 3,20 Millionen Einheiten zurück. Das war 2025 der zweitgrößte prozentuale Minus unter den 15 größten Automobilherstellern weltweit. Diese negative Entwicklung führte zudem dazu, dass Nissan im vergangenen Jahr aus den Top 10 herausfiel.

Honda verzeichnete den größten prozentualen Rückgang und verlor zwischen den beiden betrachteten Jahren auch am meisten Marktanteil – ein weiterer Grund, eine mögliche Allianz mit Honda zurückzuweisen.

Der Plan für die Rückkehr

Die kritische Lage zwingt Nissans Top-Management zu drastischen Maßnahmen. Nach unserer Zählung sind 7 der 11 neuen Modelle, die die Marke zwischen Januar 2025 und März 2026 vorgestellt hat, nicht vollständig „Nissan“.

Um Zeit zu gewinnen, nutzt Nissan die Allianz mit Renault und Mitsubishi, um „neue“ Autos anzubieten und mehr Kundschaft in die Autohäuser zu holen. Der jüngste Micra ist in Europa de facto ein Renault 5 mit Nissan-Logos. Hinzu kommen der Nissan Rogue PHEV für die USA, der auf dem Mitsubishi Outlander basiert, sowie die vierte Generation des Nissan Navara für Australien, die auf der neuesten Generation des Mitsubishi L200 aufsetzt. In Indien hat Nissan gerade den Gravite präsentiert – ein Rebadge des Renault Triber.

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Dazu kommen Nissan mit chinesischer DNA, also Modelle, die Plattformen von Dongfeng nutzen. Nissan N6, N7 und Frontier Pro sind damit eher chinesische Autos als klassische Nissan. Dennoch handelt es sich um wettbewerbsfähige Produkte, die der japanischen Marke helfen, in China und in Exportmärkten wieder Boden gutzumachen.

Und schließlich sind da die umfangreichen Modellpflegen. Im Dezember 2025 stellte Nissan den Kait als „neues“ kleines B-SUV für Lateinamerika vor. Tatsächlich handelt es sich lediglich um ein tiefgreifendes Facelift der ersten Kicks-Generation. Außerdem bereitet Nissan ein großes Update für den Versa vor, und der Altima hat in China bereits einen umfassenden optischen Eingriff erhalten. Gleichzeitig sind nur drei Modelle wirklich neu: der Sentra der neunten Generation, die dritte Generation des Leaf und die vierte Generation des Elgrand.

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Wird dieser Ansatz den Absatzrückgang tatsächlich umkehren? Immerhin zeigen die Produktneuheiten erste positive Effekte – man denke etwa an den neuen Leaf, der als Gesamtsieger des Women’s Worldwide Car of the Year 2026 ausgezeichnet wurde. Prämiert wurde er für die Balance aus fortschrittlicher Technik, einfacher Bedienung und Alltagstauglichkeit.

Seit 2010 „hat er dazu beigetragen, Elektroautos im Massenmarkt zu etablieren“, und heute bietet die dritte Generation bis zu 622 km Reichweite mit 52- oder 75-kWh-Batterien sowie ein aerodynamischeres Design.

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