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Retromobile 2026: So geht Oldtimermesse!
Hier kann sich so manch deutsche Veranstaltung eine Menge abschneiden. Und der Höhepunkt ist ein Zug ...

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Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
30. Jan. um 13:11 Uhr
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Sind wir mal ehrlich: Viele Oldtimermessen in Deutschland sind überschaubare und oft auch fade Veranstaltungen. Wie es anders geht, zeigt die diesjährige Retromobile in Paris. Obwohl auch hier die Mehrheit der Besucher im gesetzten Alter war, beeindruckte die Veranstaltung durch Menge und Vielfalt des Angebots.
Zuvörderst engagieren sich immer mehr Autohersteller auf der Retromobile. Man zeigt eine wichtige Neuheit im historischen Kontext oder feiert wichtige Jubiläen. Etwa 140 Jahre Automobilbau bei Mercedes-Benz oder 50 Jahre VW Golf GTI. Die Marken bevölkern fast eine ganze Halle, ein Hauch von IAA oder Genfer Salon weht dort.
Bildergalerie: Retromobile 2026 - Die Highlights

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Quelle: Motor1.com Germany
Natürlich nutzen französische Marken ihr Heimspiel aus: Citroën feiert sein großes Comeback auf der Oldtimermesse in Paris mit einem 512 Quadratmeter großen Stand mit vielen Concept Cars. Renault zeigt den neuen Clio in einem "Cliorama" mit seinen Vorfahren. Peugeot macht es ähnlich und garniert den kommenden elektrischen 208 GTI mit einigen alten 205 GTI. Bei DS dreht sich alles um die Staatskarossen der französischen Präsidenten von de Gaulle bis Macron.



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Wie bereits erwähnt, feiert Volkswagen 50 Jahre Golf GTI mit allen Generationen inklusive des Golf II GTI S16 für den französischen Markt. Gruppiert sind sie alle um den künftigen ID. Polo GTI. Mercedes eröffnet sein Jubiläumsjahr des 140-jährigen Bestehens von Mercedes/Daimler und Benz in Paris. BMW zeigt erstmals überhaupt alle "Art Cars", die in Le Mans fuhren, gemeinsam. Auch Porsche widmet sich dem Thema Rennwagen. Bei Opel gibt es das Astra Facelift zu bewundern, garniert mit Manta 400, Kadett C Coupé und Monza GSE.
Aus dem Stellantis-Konzern auch dabei ist Alfa Romeo. Seitens der japanischen Hersteller zeigen sich neben einige Motorradmarken Honda und Mazda. Honda zeigt den neuen Prelude mit zwei seiner Vorfahren, während Mazda mit dem 787B an den Le-Mans-Sieg des Wankel-Renners vor 35 Jahren erinnert. Skoda präsentiert acht Modelle aus seiner Renngeschichte vom Motorrad aus dem Jahr 1903 bis hin zu modernen Rallye-Einsatzfahrzeugen.



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Darüber gibt es unzählige kleinere Stände von Clubs oder Händlern, wer Zubehör oder Modellautos sucht, wird garantiert fündig. Das Highlight der Retromobile 2026 dürfte aber ein ganz besonderer Zug sein. Der Bugatti Autorail ist ein 23 Meter langer Triebwagen mit einem Gewicht von fast 40 Tonnen. Er wird von vier 12,7-Liter-Motoren aus dem Bugatti Royale angetrieben und ist das letzte erhaltene Exemplar von insgesamt 88 gebauten Fahrzeugen.
Das heute in der Cité du Train in Mulhouse aufbewahrte Fahrzeug gilt als nationales Kulturgut und wurde in einem mehrtägigen Spezialtransport nach Paris überführt.
Ettore Bugatti entwickelte den Zug Anfang der 1930er-Jahre auf Basis des Royale-Achtzylinders, um den französischen Schnellverkehr zu modernisieren. Innerhalb von neun Monaten entstanden Planung, Prototyp und Serienfahrzeuge. Der Autorail erreichte 140 km/h im Regelbetrieb und stellte mit 194 km/h einen Geschwindigkeitsrekord auf.



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Die Nutzung der überschüssigen Royale-Motoren rettete Bugatti wirtschaftlich, da der mächtige Royale-Pkw nur sechsmal gebaut wurde. Der Zug wurde von wohlhabenden Reisenden genutzt; am 30. Juli 1933 fuhr Präsident Albert Lebrun damit 372 Kilometer in 3 Stunden und 15 Minuten. Die luxuriöse Innenausstattung mit drehbaren Sitzen und zentralem Fahrerstand galt als technisch und gestalterisch wegweisend. Begleitend zeigt die Ausstellung sieben weitere Bugatti-Prototypen aus den Jahren 1928 bis 1956.
Oldtimer im Fahrbericht:
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