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Aznom L'Epoque Concept (2026): Das italienische 8-Meter-Batmobil
Das Designkonzept fährt seinen monumentalen Gigantismus stolz umher

Bild von: Aznom Automotive
Benja Hiller 
Von: Benja Hiller
22. Jan. um 15:00 Uhr
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Zwischen Wohlstand und WTF?? - Dieses Auto ist dazu konzipiert, VIPs, betuchte Unternehmer und Unternehmerinnen und die Staatschefs dieser Welt zu chauffieren. In Schwarz würde sich diese Limousine sicher auch gut als Bruce Waynes geheimes Dienstfahrzeug machen. Die Rede ist vom Aznom L'Epoque Concept.
Der in Monza ansässige Atelierbauer hat dieses Auto gemeinsam mit dem Camal Studio auf seine massiven Räder gestellt. Die Designstudie soll eine (mögliche) spätere Kleinserie einer Limousine mit Design-Anleihen der 1930er-Jahre anteasern. Womöglich also auch ein fahrbarer Untersatz für einen Al-Capone-Nachfolger. Aber Butter bei die Fische: Das Werk ist eine durchaus beeindruckende Stilübung, die sich klar am Art déco und an klassischer handwerklicher Fertigung orientiert.
Bildergalerie: Aznom L'Epoque Conzept

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Quelle: Aznom Automotive
Der monumentale Brutalismus kennt keine Grenzen
Die Ausmaße des L'Epoque Concept sind gigantisch. Das fast acht Meter (!) lange Nobelgefährt kommt mit einem extrem langen Vorderwagen, einer weit nach hinten versetzten Kabine und mit einem Heck, das seinen Ursprung in der Nautik findet. Aber auch klassische Gran-Turismo-Modelle lassen sich hier wiedererkennen.
Ähnliche Proportionen sehen wir inzwischen häufig: beim Jaguar Type 00 oder dem Audi Concept C – lange Haube, blanke Flächen, gemächlich abfallendes Dach, knackiges Heck. Scheinbar betreten wir das automobile Zeitalter des monumentalen Brutalismus.
Die Front wird von einem massiven vertikalen Kühlergrill geprägt. Das ist schon kein klassischer Autobau mehr, das ist ein architektonisches Element. Ebenfalls vertikal in die Kotflügel eingelassene LED-Scheinwerfer strahlen in einem warmen Champagnerton und vollenden den einschüchternden Auftritt.
Diese Limousine ist nicht nur auf dem Papier knapp acht Meter lang. Das Ergebnis des Camal Stil zeigt sich ebenfalls in einer ausgesprochen gestreckten Limousine. Außergewöhnlich ist auch das Türkonzept.

Aznom L'Epoque Concept

Aznom L'Epoque Concept, Ansicht von oben

Aznom L'Epoque Concept, Dreiviertel-Heckansicht
Bilder von: Aznom Automotive
Foto von: Aznom Automotive
Ein Teil der Türen ist an der B-Säule angeschlagen und öffnet sich im "Selbstmörderstil", der vordere Teil schiebt sich in Richtung Kotflügel. Zusätzlich hebt sich ein Teil des Dachs an, um den Einstieg zu erleichtern. Wer bei den alten Klappdachcabrios schon die Krise bekam, wird beim Beobachten dieser Konstruktion hinten rüberfallen, sollten Reparaturen anstehen.
Natürlich wird in dieses Fahrzeug nicht einfach bloß eingestiegen. Der Einstieg wird von einem auf den Boden projizierten Leuchtteppich begleitet. Den schreitend einsteigenden Menschen gehen die 30-Zoll-Räder des Aznom vermutlich bis zu den Hüften.
Der Aznom ist ein fahrbarer Palast
Der Innenraum verabschiedet sich beim L'Epoque komplett von klassischen Cockpit-Gedanken. Die Annäherung an eine fürstliche Lounge ist eher das Ding des konsequenten Italieners. Es gibt keine Sitze im herkömmlichen Sinne (außer vielleicht in der ersten Reihe). Hier warten Designermöbel auf die Insassen:
Ein großes Sofa im Fond bildet den Mittelpunkt, ergänzt durch zwei versenkbare Klappsitze. In der Mitte thront ein runder Tisch. Hinter den Fahrersitzen ist ein Widescreen-Bildschirm zu sehen. Am Himmel sorgt eine Deckenleuchte für die passende Atmosphäre. Auf dem Papier ergibt das eine 2+2+2-Konfiguration oder ... ein Wohnzimmer auf Rädern.
Auch beim Materialmix gehen Aznom und das Camal Studio keine Kompromissen ein. Verarbeitet wird, was protzt. Und so sehen wir handgearbeitete Holzeinlagen, Leder und Textilien, die von den Interieurs historischer Stadtpalais inspiriert sind. Die Technik tritt dabei in den Hintergrund: Eine künstliche Intelligenz steuert Mikroklima, Beleuchtung, Klang und Atmosphäre über natürliche Sprachbefehle. Das Armaturenbrett wurde klassisch designt und zeigt sich erstaunlich undigital.

Aznom L'Epoque Concept, der Heckbereich
Bilder von: Aznom Automotive

Aznom L'Epoque Concept, das Armaturenbrett
Foto von: Aznom Automotive
Und da das Ding auch wirklich fahren soll, plant Aznom mit einem Leiterrahmen-Chassis, aktiven Fahrwerkskomponenten und einer automatischen Niveauregulierung. Der Antriebsstrang besteht aus einer 100-kWh-Batterie und vier Elektromotoren (einer pro Rad). Ein V6 fährt ausschließlich als Generator mit, um den massiven Akku aufladen zu können – ein Range Extender also.
Insgesamt ergibt sich damit eine Systemleistung von 1.000 PS. Vermutlich gar nicht mal so viel, wenn wir an das mögliche Gewicht dieses Koloss denken. Noch handelt es sich zwar um ein Konzeptfahrzeug mit theoretischer Umsetzbarkeit, das Projekt hat jedoch die Möglichkeit der Einzelanfertigung oder in extremer Kleinserie bereits mitgedacht.
Für diesem schieren Gigantismus fallen uns auch unmittelbar Personen ein, die auf dieses wahnsinnige Teil abfahren würden. Nein, wir denken dieses Mal nicht an Al Capone oder Batman.
Mehr Designstudien:
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