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Stellantis-CEO Carlos Tavares geht Anfang 2026 in Rente
In der Zwischenzeit gibt es eine Umstrukturierung des Managements, darunter bei Alfa Romeo und Maserati


Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
11. Okt. 2024 um 11:34 Uhr
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Zu sagen, dass Stellantis in Schwierigkeiten steckt, wäre eine Untertreibung. Die Verkäufe in den Vereinigten Staaten gehen so stark zurück, dass die Händler Carlos Tavares für den "rapiden Verfall" der amerikanischen Marken verantwortlich machen. In einem offenen Brief an den CEO warnte der Nationale Händlerrat von US-Stellantis, dass das Automobilkonglomerat vor einer "Katastrophe" stehe.
Wie wir jetzt erfahren, wird der Big Boss zurücktreten, allerdings erst Anfang 2026. Genauer gesagt: Er geht in Rente, Tavares ist dann knapp 68 Jahre alt. Tavares ist der erste und einzige CEO von Stellantis, der nach der Fusion der PSA-Gruppe mit Fiat-Chrysler Automobiles im Jahr 2021 an die Spitze des Unternehmens berufen wurde.
Sein Fünfjahresvertrag läuft Anfang 2026 aus. Obwohl es Berichte gab, die darauf hindeuteten, dass er seinen Job länger behalten könnte, wird das nicht der Fall sein. Laut einer von Stellantis herausgegebenen Pressemitteilung geht Tavares "am Ende seiner Amtszeit als CEO Anfang 2026 in den Ruhestand."

Die Suche nach einem Nachfolger hat bereits begonnen und wird von einem Sonderausschuss des Verwaltungsrats unter dem Vorsitz von John Elkann durchgeführt, der auch der Vorsitzende von Ferrari ist. Stellantis sagt, dass es bis Ende nächsten Jahres braucht, um die richtige Person für die Nachfolge von Tavares auszuwählen. In der Zwischenzeit weist Elkann darauf hin, dass "der Verwaltungsrat Carlos Tavares einstimmig unterstützt und die angekündigten entscheidenden Veränderungen befürwortet".
Was sind das für Veränderungen, fragen Sie? Davide Grasso und Jean-Philippe Imparato sind nicht mehr die CEOs von Maserati bzw. Alfa Romeo. Santo Ficili wurde zum Chief Executive Officer der beiden italienischen Nobelmarken ernannt. Grasso wird bei Stellantis bleiben, allerdings in einer anderen Position. Imparato ist nun Chief Operating Officer (COO) in der Region Enlarged Europe und ersetzt damit Uwe Hochgeschurtz, der das Unternehmen verlassen wird. Imparato wird auch CEO von Pro One, der kommerziellen Seite von Stellantis, sein.
Antonio Filosa bleibt weiterhin CEO von Jeep, wird aber auch die Aufgaben eines Chief Operating Officer (COO) für Nordamerika übernehmen und damit Carlos Zarlenga ersetzen. Letzterer wird eine andere Position innerhalb des Unternehmens übernehmen. Doug Ostermann übernimmt die Rolle des Chief Financial Officer und ersetzt Natalie Knight, die das Unternehmen verlässt.
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Tavares hatte in den letzten Wochen viel zu den Vorgängen bei Stellantis zu sagen. Er machte schlechtes Marketing für die schlechten Verkaufszahlen von Maserati verantwortlich. Der CEO wies auch mit dem Finger auf das Werk in Sterling Heights, Michigan, wo zu viele Ram-Trucks direkt nach dem Verlassen des Fließbandes repariert werden müssen. In diesem Zusammenhang hat Stellantis vor kurzem zugegeben, dass es einen Überschuss an unverkauften Autos hat und versucht, den Bestand zu verringern.
Keine der 14 Automarken unter dem Dach des Unternehmens läuft Gefahr, vom Markt genommen zu werden. Zumindest vorerst nicht. Der für 2021 angekündigte ursprüngliche Plan, alle Unternehmen für 10 Jahre zu behalten, ist immer noch in Kraft. Das bedeutet, dass Stellantis weiterhin Geduld mit Lancia, DS Automobiles, Chrysler und anderen angeschlagenen Autoherstellern haben wird.
Quelle: Stellantis
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