Maserati beendet V8-Ära mit Ghibli 334 Ultima, Levante V8 Ultima
Die beiden Special Editions werden im Juli auf dem Goodwood Festival of Speed debütieren
Modelle mit Achtzylinder gibt es bei Maserati seit 1959. Das erste Modell war damals der 5000GT. Nun aber geht auch diese Ära zu Ende. Das langjährige Agreement mit Motorenlieferant Ferrari läuft noch in diesem Jahr aus. Für den 3,8-Liter-Biturbo-V8 wird also auch bald das letzte Stündlein schlagen.
Auf dem Motor Valley Fest, das diese Woche in Modena stattfindet, wird der Dreizack seine 580-PS-Maschine nochmal ein bisschen abfeiern. Dazu wird man V8-Modelle, aber auch seine Folgore-Elektroautos in ganz Modena zur Schau stellen. Im Juli präsentiert man dann die beiden letzten neuen Autos, die den V8 bekommen.
Es sind keine leichten Zeiten für Fans traditioneller Motorenbaukunst. Aber so ein bisschen Freuen ist schon nochmal drin. Denn auf dem Goodwood Festival of Speed 2023 zeigt Maserati mit dem Ghibli 334 Ultima und dem Levante V8 Ultima die beiden letzten Modelle, die in den Genuss des Dreiachter-Achtzylinders kommen.
Sie basieren auf dem Topmodell Trofeo und sind sowas wie der Epilog auf mehr als 100.000 Maseratis, die in den 64 Jahren mit einem V8 ausgerüstet wurden.
Die Italiener sagen, dass die Produktion von Levante, Ghibli und Quattroporte Trofeo Ende 2023 eingestellt wird. Sie bleiben aber auch 2024 im Verkauf. Der Dreizack hat mit seinem eigenentwickelten Nettuno-Biturbo-V6 bereits einen indirekten Nachfolger. Der Dreiliter-Motor wird in Modena gebaut und ist bereits im Mittelmotor-Sportwagen MC20 sowie im Grecale und dem neuen GranTurismo zu finden.
Das derzeit potenteste Gefährt der Italiener ist der nur für die Rennstrecke gedachte MC20 GT2, der die 630 PS und 730 Nm des Serienfahrzeugs noch übertrifft. Maserati behält den Nettuno-V6 für sich. Laut Ferrari hat deren V6, der im 296 GTB/GTS zum Einsatz kommt, keinerlei Verwandtschaft zum Nettuno.
Natürlich gehört die Zukunft - Sie ahnen es bereits - auch bei Maserati der Elektromobilität. Alle Modelle des eigenen Portfolios sollen ab 2025 auch als reines Elektroauto angeboten werden. Bis Ende des Jahrzehnts soll dann die gesamte Modellpalette exklusiv mit Strom betrieben werden.
Bildergalerie: Maserati Ghibli Trofeo (2021)
Auch interessant
Der Maserati, den man nicht kaufen kann: Giugiaros Peralta D ist komplett aus Kupfer
Ducati Monster Dark (2027): Neues Einstiegsmodell mit 111 PS für unter 12.000 Euro
Stellantis-Chef macht Ansage: Maserati wird nicht verkauft
Opel Astra Diesel (2026) im Test: Wo ist der Tank?
VW stoppt Entwicklung des elektrischen ID. Golf wegen finanzieller Probleme
Vergessene Studien: Skoda Joyster (2006)
Dacia Striker schon vor Marktstart live erleben: Deutschlandtour mit 40 Stopps