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Audi SQ2 (2021): Facelift mit Fake-Lufteinlässen
Anfang 2021 werden die ersten Fahrzeuge ausgeliefert

Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
16. Nov. 2020 um 14:59 Uhr
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Einige Wochen nach dem Facelift der Q2-Baureihe hat Audi auch das Topmodell SQ2 erneuert. Sein Auftritt ist – auch dank der neuen Scheinwerfer und Stoßfänger – noch sportlicher und markanter geworden, neue Audi connect-Dienste und Assistenzsysteme machen das Fahren noch souveräner.
Mit seinen Ecken und Kanten ist der 4,21 Meter lange Audi SQ2 ein echter Charaktertyp. Der achteckige Singleframe ist jetzt etwas niedriger, in seinem Einsatz bilden die Lamellen das Polygon-Motiv ab, das das gesamte Auto prägt. Zwischen dem Grill und der Motorhaube liegen schmale Schlitze. Breite Rahmen, in Selenitsilber lackiert, fassen die großen angedeuteten Lufteinlässe ein.
LED-Scheinwerfer sind Serie, alternativ montiert Audi die neuen Matrix LED-Scheinwerfer. In einem gemeinsamen Modul sind sieben Einzel-LEDs untergebracht. Am Heck sind LED-Leuchten Serie, bei Ausstattung mit den Matrix LED-Scheinwerfern ebenfalls mit dynamischem Blinklicht. In diesem Fall präsentieren die Scheinwerfer und Heckleuchten beim Ent- und Verriegeln des Autos dynamische Lichtinszenierungen.
In der Seitenansicht des erneuerten Audi SQ2 setzen die Spiegelgehäuse in Aluminiumoptik, die Leisten an den Schwellern, der Dachkantenspoiler und die silbernen Blades auf den C-Säulen Akzente. Der Heckstoßfänger mit seinen fünfeckigen Polygonen variiert das Designmotiv der Frontschürze, je zwei Abgas-Endrohre werden vom Diffusoreinsatz eingefasst. Hinter der Heckklappe liegt ein Gepäckraum, der je nach Stellung der Fondlehnen 355 bis 1.000 Liter Volumen bietet.

Audi SQ2 Facelift (2021) in Apfelgrün Metallic
Der Lackfächer des Q2-Topmodells enthält zehn Farben, optional sind die Anbauteile in kontrastierendem Manhattangrau lackiert. Die Blades auf den C-Säulen sind in Selenitsilber (Serie), Wagenfarbe, Manhattangrau, Platinumgrau und Brillantschwarz erhältlich. Im Optikpaket schwarz sind der Singleframe, die Gitter der Lufteinlässe und der Diffusor in glänzendem Schwarz lackiert, die Stoßfänger tragen eine Kontrastlackierung.
Das SQ2-Exterieurpaket bezieht zudem die Spiegelgehäuse, das Blade auf der C-Säule und die Endrohr-Blenden in die schwarze Optik ein. Der Dachkantenspoiler besitzt hier eine spezielle Kontur, an den Türen sind quattro-Schriftzüge auf Folien aufgebracht.
Wie bei allen S-Modellen von Audi dominieren im Innenraum des SQ2 dunkle Farbtöne. Der Dachhimmel ist in schwarz gehalten, an den Türtafeln ist ein neues, haptisch angenehmes Material im Einsatz. Die Pedalkappen und die Fußstütze sind aus Edelstahl gefertigt, die beleuchteten Einstiegsleisten tragen S-Logos. Beim Einschalten der Zündung erscheinen auf den Displays S-spezifische Start-Screens.

Und die Performance ist stark: Der 2.0 TFSI beschleunigt den SQ2 mit 221 kW (300 PS) in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Mit dabei ist der Allradantrieb quattro und ein S-Sportfahrwerk.
Der 2.0 TFSI schöpft seine Kraft aus 1.984 ccm Hubraum und ist ein sportlicher Allrounder. Er arbeitet in vielen Audi-Modellen – im SQ2 leistet er 221 kW (300 PS) und stellt auf einem breiten Plateau von 2.000 bis 5.300 1/min durchgehend 400 Nm Drehmoment bereit. Zugunsten der Klangfarbe befinden sich Schaltklappen in der Abgasanlage. Apropos Abgas: Der SQ2 hält die Grenzwerte der neuen Abgasnorm Euro 6 AP ein.
Die Siebengang S tronic ist Serie im Q2-Topmodell. Ihre unteren Gänge sind sportlich kurz übersetzt, der siebte verbrauchssenkend lang. Der Fahrer kann das Doppelkupplungsgetriebe in den Modi D oder S betreiben oder selbst schalten. Wenn das System Audi drive select im Modus "efficiency" arbeitet, öffnet im Schubbetrieb die Kupplung, und der kompakte Sport-SUV rollt im Freilauf.

Das S-Sportfahrwerk des Audi SQ2 legt die Karosserie um 20 Millimeter tiefer. Die serienmäßige Progressivlenkung ist so verzahnt, dass ihre Übersetzung mit zunehmendem Einschlag immer direkter wird.
Serienmäßig fährt der Audi SQ2 auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern mit Reifen im Format 235/45 am Audi-Stammsitz Ingolstadt vom Band. Im Programm von Audi und der Audi Sport GmbH gibt es auch 19-Zöller mit Reifen der Dimension 235/40 (Serie beim SQ2-Exterieurpaket). Die großen Bremsen haben an der Vorderachse 340 Millimeter Durchmesser, hinten sind es 310 Millimeter. Ihre Sättel tragen S-Badges und werden auf Wunsch rot lackiert.
Serie im Audi SQ2 sind eine Klimaautomatik, ein Sport-Multifunktionslenkrad und die Sportsitze. Neu bei den optionalen Systemen ist der adaptive Fahrassistent, der den Fahrer in vielen Situationen beim Beschleunigen, Verzögern und Lenken innerhalb der eigenen Spurunterstützen kann. Um die Querführung aufrecht zu erhalten, muss der Fahrer lediglich das kapazitive Lenkrad, das zum System gehört, leicht berühren und damit seine Aufmerksamkeit nachweisen.
Die Rivalen des Audi SQ2:
VW T-Roc R (2019) im Test: Die bessere Golf R-Alternative?
Mercedes-AMG GLA 35 4Matic (2020): 306 PS starke Speerspitze
Im Zusammenspiel mit der kamerabasierten Verkehrszeichenerkennung sorgt der adaptive Fahrassistent dafür, dass das Auto in gewissen Situationen – etwa vor Tempolimits und Ortsschildern – selbsttätig verzögert. Sobald der limitierte Bereich endet, beschleunigt er den SQ2 wieder. Der Parkassistent, ein weiteres optionales System, steuert selbsttätig in eine Lücke und wieder hinaus.
Der Vorverkauf für den überarbeiteten Audi SQ2 hat in Deutschland und weiteren europäischen Ländern bereits begonnen. Die Auslieferung startet Anfang 2021. Die Preise in Deutschland beginnen bei 45.700 Euro (inkl. 19 Prozent Mehrwertsteuer).
Bildergalerie: Audi SQ2 Facelift (2021)
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