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VW Caddy (2021): Auch ein Plug-in-Hybrid ist geplant (Update)
Marktstart Ende November - nun auf Basis MQB und mit Schraubenfedern hinten

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
Aktualisiert: 26. Okt. 2020 um 10:35 Uhr
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Ab jetzt darf konfiguriert werden: Der Vorverkauf der fünften Generation des VW Caddy hat begonnen. Der erstmals auf dem MQB (Modularer Quer-Baukasten) basierende Stadtlieferwagen ist zunächst mit kurzem Radstand und den ersten Dieselmotoren erhältlich. Außerdem legt VW Launchmodelle wie den Caddy Move und den Caddy Ecoprofi auf.
Die erste Version des Caddy startete bereits 1979, allerdings als Pick-up auf Basis des Golf I. Die auslaufende vierte Generation basierte bereits teilweise auf dem MQB, hatte allerdings hinten eine Starrachse mit Blattfedern. Die fünfte Generation des Caddy startet nun Ende November.
Zunächst gibt es die für Gewerbetreibende gedachte Version ohne Fenster im Fond (Caddy Cargo und Caddy Cargo Maxi mit langen Radstand) und die Version für Privatnutzer in der Versionen Kombi, Caddy, Life, Style und Move. 2021 folgen die Campingversion Caddy California (mit optionaler Miniküche) und der Caddy Panamericana mit Offroadoptik.
Was die Motoren angeht, so gibt es zunächst den 2.0 TDI evo mit 75, 102 oder 122 PS, und zwar mit Twindosing-Abgasreinigung. Außerdem soll es einen 1.5 TSI mit 114 PS, eine Erdgasversion derselben Aggregats (aber mit 130 PS) sowie einen Plug-in-Hybrid (eHybrid) auf Basis des 1.5 TSI geben. Ab 2021 werden Allradversionen folgen. Diese Tabelle gibt eine Übersicht (RdW = Rest der Welt, d.h. nicht in Deutschland):

Die Plattform MQB verhindert offenbar nicht die Verwendung der robusten, nutzfahrzeugtypischen Starrachse hinten - denn die hat der Caddy nach wie vor. Allerdings arbeiten hier nun Schraubenfedern statt der bislang verwendeten Blattfedern. Dadurch erhöht sich die Durchladebreite, doch die Zuladung sinkt. Beim alten Caddy betrug sie bis zu einer Tonne, beim Caddy V sind es maximal 780 Kilo.

Dank des MQB hält neue Technik Einzug in die Baureihe, darunter neue Assistenzsysteme und eine verbesserte Konnektivität. Über eine integrierte SIM-Karte kann auf mobile Online-Dienste und Funktionen von Volkswagen We zugegriffen werden.
Außerdem gibt es Infotainment-Displays mit 6,5 bis 10,0 Zoll Diagonale. Zusammen mit dem Digital Cockpit ergibt sich eine große Display-Landschaft, das Innovision Cockpit. Dazu gehört auch die neue "Touch-Insel" links vom Lenkrad, die wie beim Golf VIII den traditionellen Drehschalter für die Scheinwerfer ersetzt.

Die Umstellung auf MQB macht sich auch durch veränderte Proportionen bemerkbar. Hier sind die Grundmaße:
neuer Caddy alter Caddy Länge 4,50 Meter 4,41 Meter Länge Caddy Maxi 4,85 Meter 4,79 Meter Radstand 2,76 Meter 2,68 Meter Radstand Caddy Maxi 2,97 Meter 3,01 Meter
Außerdem sank der cW-Wert von 0,33 auf nun 0,30. So soll der Caddy mit dem 102-PS-Diesel nun 4,7 Liter/100 km verbrauchen - stattliche 1,4 Liter weniger als die entsprechende Version des auslaufenden Caddy.
Serienmäßig hat der Caddy (außer die Cargo-Versionen) fünf Sitzplätze, optional gibt es eine dritte Sitzreihe mit zwei Zusatzsitzen. Wie bisher sind die Sitze der Reihen zwei und drei klapp- und wickelbar. Die Sitze der zweiten Reihe lassen sich zudem ausbauen. Erstmals gilt das auch für die Zusatzsitze der dritten Reihe.
Der Stauraum mit fünf Personen an Bord fasst bei Beladung bis zur Höhe der Rücksitzlehnen 1.213 Liter. Dachhoch beladen bis zur ersten Sitzreihe mit ausgebauter zweiter Sitzreihe werden daraus 2.556 Liter.
Der Caddy bietet auch neue Extras wie elektrische Zuziehhilfen für die Schiebetüren und die Heckklappe sowie ein 1,4 Quadratmeter großes Glasdach über der ersten und zweiten Sitzreihe. Ebenfalls neu: Bis zu 18 Zoll große Aluräder sowie LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten. Erstmals bestellbar ist auch das schlüssellose Start- und Schließsystem Kessy.
Neu in Sachen Assistenzsysteme sind der Travel Assist (teilautonomes Fahrsystem), Totwinkelassistent, Querverkehrsassistent zum Rückwärts-Ausparken aus der Querparklücke, Emergency Assist und Trailer Assist. Abstandstempomat, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und einiges mehr gab es bisher schon.
Mehr zum neuen Caddy:
VW Caddy (2020): Auf den Spuren des Golf 8 (Update)
Volkswagen Mini-Camper: Erste Bilder des neuen Reise-Caddy
Das Launchmodell Caddy Move basiert auf der Ausstattungslinie Life und ist mit dem 102-PS-Diesel zum Preis von 31.709 Euro erhältlich. Für Gewerbetreibende gibt es den Caddy Ecoprofi als Cargo- und als Kombi-Variante; der Einstiegspreis für den Caddy Cargo EcoProfi 2.0 TDI mit 75 PS, Sechsgang‑Schaltung und kurzem Radstand liegt bei 17.985 Euro netto.
Bildergalerie: VW Caddy (2021)
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