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Porsche 911 S/T von dp Motorsport: Zurück in die Zukunft

1985er-Modell im Legenden-Look der Siebziger

Porsche 911 S/T by dp Motorsport

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

23. Mär. 2020 um 15:15 Uhr

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Moderne Technik, alte Optik: Restomod geht auch authentisch. Das haben sich Patrick Zimmermann und sein Mitarbeiterteam von dp Motorsport auf die Fahnen geschrieben. Auf besonderen Kundenwunsch verwandelte sich dort ein 1985 produziertes Porsche 911 Carrera 3.2 Coupé in eine Hommage an den 911 S/T, der in den frühen siebziger Jahren den Boden für die Porsche-Ikonen RS und RSR bereitete.

Ein im April 1985 erstmals für den Straßenverkehr zugelassenes Porsche 911 Carrera 3.2 Coupé mutiert bei dp Motorsport in eine (leer) 940 Kilogramm leichte Fahrmaschine mit einem 3,6 Liter großen, abgestimmten Sechszylinder-Boxermotor der Neunelfer-Baureihe 964 mit 290 PS bei 324 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Den Look spendiert der 911 S/T, jener Elfer-Wettbewerbsausführung der Modelljahre 1971/72.

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Auch die Gegenwart hat Einzug gehalten, denn das KW-Clubsport-Gewindefahrwerk entspricht den neuesten Entwicklungs- und Fertigungsstandards. Es ist nicht explizit auf die Teilnahme an Motorsport-Veranstaltungen unter Wettbewerbsbedingungen ausgelegt, sondern für Trackdays auf permanenten Rennstrecken gleichermaßen geeignet. Vorderachslenker mit Polyurethan-Buchsen und Unibal-gelagerte Spurstangenköpfe sowie -Hinterachsschwerter optimieren die Fahrpräzision im Zusammenspiel mit Michelin "TB5F"-Bereifung in 225/50 vorn sowie “TB5R"-Pneus in 270/45 hinten auf Fuchs-Felgen in 8J x 15 sowie 9J x 15.

Der nicht näher genannte Auftraggeber des Carrera-Umbaus zum 911 S/T war bereits in der Langstrecken-Meisterschaft (VLN) auf der Nürburgring-Nordschleife aktiv. dp Motorsport schnürte für ihn ein attraktives Gesamtpaket: vorderer Stoßfänger, vordere Blinkerelemente, Standlicht-Einfassungen und vordere Kotflügel, Fronthaube mit Schlossaufnahme des Porsche 911 der G- Serie, offene Seitenschweller ohne Unterbodenschutz, hinterer Stoßfänger mit kurzen Hörnern, verchromte Außenspiegel-Gehäuse des Carrera RS 2.7 sowie verchromte Fensterrahmen, Türgriffe und weitere Details. Das alles ergibt in Verbindung mit der Innen- und Außenlackierung im „GT-Silber-metallic" (LM7Z) des Porsche Carrera GT, Typ 980, ein stimmiges Gesamtbild. Zusätzliche Blickpunkte schafft eine gezielt eingesetzte, mattschwarze Design-Folierung.

Porsche 911 S/T by dp Motorsport

Das Interieur greift das Leichtbau-Konzept konsequent auf: Die Profilschalensitze im klassischen „Lollipop"-Design mit Mittelbahnen aus Scheel-Stoff und Kunstleder an den Sitzwagen beherrschen den Fahrgastraum. Aufgrund der Rennsport-nahen Auspuffanlage mit jeweils einem Fächerkrümmer pro Zylinderseite muss auf Wärmetauscher und damit auch auf eine konventionelle Heizanlage verzichtet werden. Stattdessen übernimmt ein minimalistischer Keramik-Heizlüfter die Beheizung des Fußraums. Die Windschutzscheibe wird durch eingelassene, elektrische Heizdrähte beschlagfrei gehalten.

Porsche 911 S/T by dp Motorsport

Weitere Features sind die authentischen Willans-Vierpunkt-Hosenträgergurte, der hauseigene Überrollbügel des Typs dp-911 R/ST, das Momo- Sportlenkrad mit 350 Millimetern im Durchmesser und überarbeitete Armaturen Hinzu kommen der Leichtbau-Teppichsatz in schwarzem Filz sowie die Knieleisten und die Innenverkleidungen der Türen aus grob geflochtenem, mit Glasfaser verstärktem Kunststoff. Eine nachträglich installierte, elektrische Servolenkung, das Heckfenster aus gewichtsoptimiertem Plexiglas und die Leichtbau-Batterie in einem speziellen Aluminiumrahmen lassen die Ausstattung schließlich komplett werden.

"Es war nicht unser Ansinnen, eine zu hundert Prozent originalgetreue Rekreation des Porsche 911 S/T zu verwirklichen", fasst Patrick Zimmermann von dp Motorsport zusammen. Zimmermann weiter: "Vielmehr ging es uns um ein stilsicheres Sportgerät mit ganz erheblichem Spaßfaktor." Weitere Fahrzeuge in gleicher oder ähnlicher Bauausführung sind in Zukunft keineswegs ausgeschlossen.

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