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BMW Alpina B8 Gran Coupé (2022) im Kurztest: Krasser Kreuzer
Unterwegs in der Facelift-Version des Luxusliners

Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
11. Jul. 2022 um 15:29 Uhr
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Alpina ist unter BMW-Liebhabern bekannt für seine gekonnten Optimierungen der Modelle aus München. Und zwar in enger Zusammenarbeit mit BMW. Ab 2026 wird die Beziehung beider Firmen noch enger, denn dann kommt Alpina unter das Dach des Konzerns.
Die BMW Group sichert sich laut eigener Aussage die Rechte an der Marke Alpina und schafft noch mehr automobile Vielfalt im eigenen Luxus-Bereich. Wir sind gespannt, haben aber trotzdem die Möglichkeit genutzt, im Rahmen des "German Car of the Year" (GCOTY) das neue BMW Alpina B8 Gran Coupé für eine Spritztour auszufahren.
Bildergalerie: Alpina B8 Gran Coupé (2022) Bilder von Motor1.com Deutschland

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Quasi "das klassische Alpina", wenn man so will. So neu ist der B8 übrigens nicht: Vorgestellt im März 2021, bekam die Limousine schon ein Jahr später ein Facelift. Grund hierfür war die LCI-Modellpflege des 8er Gran Coupé, welches die Basis liefert. Sichtbares Zeichen? Fettere Streben im Grill und auf Wunsch eine beleuchtete Niere.
Innen herrscht natürlich BMW-Flair, doch Alpina hat das gesamte Ensemble tatsächlich sicht- und spürbar aufgewertet. Seien es die Ledersitze mit Firmenemblem oder das griffigere Lenkrad bis hin zur Plakette mit der Seriennummer auf der Mittelkonsole: Hier passt der abgedroschene Ausdruck "Veredelung" einmal wirklich. Unser Testwagen trägt übrigens die laufende Nummer 078.


Dazu einen blau hinterlegten Tacho bis 340 km/h, der schon andeutet, dass hier kein Zweiliter-Diesel unter der Haube steckt. Sondern N68 alias acht Zylinder, 4,4 Liter Hubraum, Biturbo-Aufladung und 621 PS Leistung. Bassig-sonor meldet sich der V8 nach dem Start bereit, ohne aber aufdringlich zu klingen. Diskret durch die Nachbarschaft gleiten? Kein Problem dank der variablen Sportabgasanlage von Alpina. Plus genug Restkomfort mit hauseigenen 21-Zöllern und adaptiven Dämpfern.
Bei dem, was beim Druck auf das Gaspedal passiert, behält der Alpina-eigene Pressetext durchaus Recht: "Bereits ab 2.000 U/min steht das maximale Drehmoment von 800 Nm zur Verfügung und bietet so eine allzeit nachdrückliche Kraftentfaltung." Nachdrücklich, liebe Freunde? Eher ein (Verzeihung) gewaltiger Tritt in den Hintern!


Na gut, Buchloe gibt es ja denn auch zu: "Explosive Fahrleistungen: In 3,4 Sekunden beschleunigt der BMW Alpina B8 aus dem Stand auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 324 km/h." Drei-Komma-Vier. Bei einem Auto, das gut 2,2 Tonnen wiegt. Da bekommt der Begriff "Schwerkraft" eine ganz neue Bedeutung. Oder anders formuliert: M8-Niveau mit mehr Komfort.
Generell merkt man das Gewicht sowie die Länge von knapp 5,10 Meter fast nur beim Rangieren. "**Faszinierende Längs- und Querdynamik"? Keine Übertreibung, gefühlt flitzt der dicke Dampfer wie ein Renault Clio ums Eck. Die Lenkung reagiert feinfühlig und exakt.
Mehr von Alpina:
Alpina B3 und D3 S (2022): Facelift-3er aus dem Allgäu
Alpina XB7 (2022): Auch der Allgäu-X7 bekommt das Facelift
Sehr exakt ist auch der Preis. Viel Auto kostet viel Geld. 162.100 Euro müssen Sie mindestens für einen B8 an die Alpina Burkard Bovensiepen GmbH + Co. KG, Alpenstraße 35-37 in 86807 Buchloe überweisen.
Gewiss, das BMW Alpina B8 Gran Coupé mag aus der Zeit gefallen sein. Aber wir sind dankbar für jedes Auto bis 2026, das uns Faszination schenkt.
Bildergalerie: Alpina B8 Gran Coupé (2022) offizielle Bilder

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