Toyotas nächstes Mittelmotor-Coupé geht dieses Wochenende ins Rennen
Hier ist ein weiterer früher Ausblick auf das, was wahrscheinlich der nächste MR2 werden wird.
Toyotas mysteriöser Mittelmotor-Sportwagen rückt wieder ins Rampenlicht. Nun mit einer Coupé-Karosserie, die sich deutlich vom ursprünglichen GR Yaris M Concept unterscheidet. Allerdings sollte man daraus nicht ableiten, dass das spätere Serienauto genau so aussehen wird. Der japanische Zulieferer Ogura Racing Clutch hat neue Fotos veröffentlicht, die den noch in Entwicklung befindlichen Prototyp bei Testfahrten auf der Rennstrecke zeigen.
Bei genauerem Hinsehen sind die Ursprünge des Prototyps jedoch kaum zu übersehen. Er nutzt weiterhin Scheinwerfer und Rückleuchten des GR Yaris, was darauf hindeutet, dass Toyota bekannte Komponenten verwendet, während das eigentliche Technikpaket entwickelt wird. Auch die kantigen Kotflügelverbreiterungen sprechen eher für einen Versuchsträger als für einen Ausblick auf die endgültige Karosserie.
Diese eckigen Anbauten scheinen vor allem Platz für die Kühltechnik und die Luftführung zu schaffen, die der mittig verbaute Motor benötigt. Sie wirken funktional und nicht wie jene integrierten Karosserieteile, die man bei einem fertigen Serienfahrzeug erwarten würde. Die Grundform könnte dem näherkommen, was Toyota im Sinn hat, die Details sind aber noch weit von der Serie entfernt.
Vom GR Yaris zum Mittelmotor-Coupé
Toyota zeigte das GR Yaris M Concept auf dem Tokyo Auto Salon 2025 und machte aus dem rallyeerprobten Hot Hatch ein Versuchslabor für ein Mittelmotor-Layout. Statt des bekannten vorn eingebauten Motors wanderte der Antrieb hinter den Fahrer. Eine grundlegende Veränderung für Packaging und Gewichtsverteilung.
Bildergalerie: Toyota GR Yaris M Concept
Das ursprüngliche Concept Car sah noch klar wie ein GR Yaris aus, wenn auch mit ungewöhnlicher Motorposition. Der bereits vor einigen Monaten erstmals gesichtete Prototyp mit Coupé-Karosserie geht deutlich weiter: mit niedrigerer Dachlinie und einer Form, die besser zu einem eigenständigen Sportwagen passt. Der finale Look ist das aber mit Sicherheit noch nicht.
Toyota kann Motor, Kühlsystem, Getriebe und Fahrwerk erproben, ohne sich bereits auf ein seriennahes Exterieur festzulegen. Gerade bei einem Mittelmotor-Fahrzeug ist das entscheidend, denn eine ausreichende Luftversorgung des Antriebs ist eine große technische Herausforderung. Die neuen Bilder zeigen daher vor allem, wie sich das Projekt weiterentwickelt. Und nicht zwingend, wie das fertige Auto aussehen wird.
Japanischen Medien zufolge kehrt das GR Yaris M Concept mit Coupé-Karosserie an diesem Wochenende auf die Rennstrecke zurück. Es startet vom 23. bis 25. Oktober beim sechsten Lauf der japanischen Super-Taikyu-Serie auf dem Okayama International Circuit. Das GR Team ORC Field setzt das Fahrzeug in der experimentellen ST-Q-Klasse ein.
Neuer Turbo-Vierzylinder für Toyotas nächsten Sportwagen
Toyota entwickelte das GR Yaris M Concept rund um den neuen G20E, einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor. Der Hersteller entwickelt dieses Aggregat der nächsten Generation für künftige Performance-Anwendungen. Der Mittelmotor-Prototyp bietet dabei die Möglichkeit, den Antrieb in einer anderen Konfiguration zu erproben.
Außerdem nutzt Toyota das Projekt, um die Besonderheiten eines Mittelmotor-Layouts zu untersuchen – darunter Gewichtsverteilung, Fahrverhalten und Kühlung. Die großen Öffnungen hinter den Türen sind dabei besonders wichtig, weil ein mittig eingebauter Motor eine wirksame Luftzufuhr und ein stabiles Temperaturmanagement bei dauerhaft hoher Belastung benötigt.
Toyota GR Yaris M Concept
Eine Serienversion könnte den Motor möglicherweise mit Allradantrieb kombinieren. Toyota hat den finalen Antriebsstrang jedoch noch nicht bestätigt und auch keine Leistungsdaten für ein straßenzugelassenes Modell genannt. Die Aussicht auf einen neuen MR2 sorgt naturgemäß für Aufmerksamkeit: Der Name fehlt seit Jahren im Programm, und ein kompaktes Mittelmotor-Coupé wäre eine passende Möglichkeit, ihn zurückzubringen.
Toyota hat ambitionierte Pläne für den neuen Vierzylinder und peilt in einem straßenzugelassenen Serienauto mehr als 400 PS an. Das wäre eine beachtliche Leistung für einen vergleichsweise kompakten Vierzylinder und könnte einem künftigen Mittelmotor-Sportwagen deutlich ernstere Performance-Gene verleihen, als sie der kleinere 1,6-Liter-Dreizylinder des GR Yaris bieten kann.
Bis zum Serienauto dürfte es angesichts des noch nötigen Entwicklungsaufwands und der vielen vom Yaris übernommenen Teile an diesem Prototyp wohl noch einige Jahre dauern. Dennoch ist erkennbar, dass das Projekt vorankommt. Auffällig ist zudem das M-Concept-Emblem am Heck. Es könnte darauf hindeuten, dass Toyota vor dem Serienmodell noch ein weiterentwickeltes Konzept als Nachfolger des GR Yaris M vorstellen wird.
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