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BYD Seal U: Elektroversion gestrichen, Hybrid bleibt
Ausgerechnet BYD nimmt den elektrischen Seal U aus dem deutschen Angebot. Der erfolgreiche Plug-in-Hybrid darf dagegen bleiben

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Christopher Otto 
Von: Christopher Otto
21. Okt. um 13:46 Uhr
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Ausgerechnet BYD nimmt ein Elektroauto aus dem Programm und setzt stattdessen ausschließlich auf einen Plug-in-Hybrid. Der Seal U ist in Deutschland nicht mehr als reiner Stromer bestellbar. Wie unsere Kollegen von InsideEVs.de zuerst berichteten, ist die Elektroversion aus dem aktuellen Konfigurator verschwunden. Angeboten wird das Familien-SUV nur noch als Seal U DM-i mit Benzin- und Elektromotor.
Der Rückzug erfolgte bemerkenswert geräuschlos. Eine offizielle Mitteilung über das Ende der Elektroversion hat BYD bislang nicht veröffentlicht. Die frühere Produktseite ist weiterhin erreichbar, eine reguläre Konfiguration des Stromers aber nicht mehr möglich. Ob BYD das Modell auch weltweit einstellt oder lediglich aus dem deutschen beziehungsweise europäischen Angebot nimmt, ist noch offen.
Bildergalerie: BYD Seal U (2024) im Dauertest, Teil 2

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Quelle: InsideEVs.de | Fabian Grass
Nach gut zwei Jahren schon wieder verschwunden
Dabei ist der elektrische Seal U noch gar nicht besonders alt. Erst 2024 startete das 4,79 Meter lange SUV auf dem deutschen Markt. Zur Wahl standen zwei Varianten mit jeweils 160 kW (218 PS) starkem Frontantrieb. Die Batterien boten 71,8 beziehungsweise 87 kWh Kapazität, die WLTP-Reichweiten lagen bei 420 und 500 Kilometern. Auch wir hatten das Auto im harten Dauertest.
Mit Preisen ab zuletzt 42.990 Euro sollte der Seal U vor allem Kunden ansprechen, die eine geräumige Alternative zum VW ID.4, Skoda Enyaq oder Tesla Model Y suchten. Platzangebot, Komfort und eine umfangreiche Serienausstattung gehörten zu seinen Stärken.
Allerdings zeigte das Elektro-SUV auch einige Schwächen. Insbesondere die maximale DC-Ladeleistung von 115 beziehungsweise 140 kW und die daraus resultierenden Ladezeiten von mehr als 40 Minuten zwischen zehn und 80 Prozent waren schon bei der Markteinführung wenig überzeugend. Auch der vergleichsweise hohe Verbrauch machte es dem Seal U im Wettbewerb nicht gerade leichter.

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Der Plug-in-Hybrid verkauft sich deutlich besser
Ganz anders sieht es beim Seal U DM-i aus. Der Plug-in-Hybrid entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem der erfolgreichsten BYD-Modelle in Deutschland. Ein Blick auf die Zulassungszahlen zeigt, wie unterschiedlich die beiden Antriebsvarianten bei den Kunden ankamen.
Im gesamten Jahr 2025 wurden hierzulande 9.562 Seal U neu zugelassen. Davon entfielen allein 8.674 Exemplare auf den Plug-in-Hybrid. Die Elektroversion kam dagegen lediglich auf 888 Fahrzeuge. Mit anderen Worten: Mehr als 90 Prozent der deutschen Seal-U-Käufer entschieden sich für die Kombination aus Benzin- und Elektromotor.
Angesichts dieses deutlichen Ungleichgewichts erscheint der Rückzug der Elektroversion zumindest wirtschaftlich nachvollziehbar. Offiziell hat BYD die Gründe allerdings noch nicht erläutert.

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Auch der Sealion 7 dürfte eine Rolle spielen
Hinzu kommt die Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Mit dem Sealion 7 hat BYD inzwischen ein weiteres vollelektrisches Mittelklasse-SUV im Angebot, das technisch moderner aufgestellt ist und unter anderem mit leistungsstärkeren Antrieben und höheren Ladeleistungen aufwartet.
Möglicherweise möchte BYD damit die beiden Baureihen klarer voneinander abgrenzen. Der Seal U könnte künftig ausschließlich Kunden ansprechen, die zwar regelmäßig elektrisch fahren möchten, auf einen Verbrennungsmotor für längere Strecken aber nicht verzichten wollen. Der Sealion 7 würde dagegen die Rolle des rein elektrischen Familien-SUV übernehmen.
Bestätigt ist diese Strategie bislang nicht. Dass ausgerechnet ein Hersteller wie BYD, der weltweit zu den größten Elektroautoanbietern gehört, bei einem seiner Modelle ausschließlich auf den Plug-in-Hybrid setzt, bleibt dennoch bemerkenswert. Zumindest auf dem deutschen Markt scheinen die Käufer diese Entscheidung schon länger vorweggenommen zu haben.
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