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Avatr T09 (2026): Chinesisches Luxus-SUV als Europa-Vorgeschmack

Der Sechssitzer mit 1.000 PS gibt einen Ausblick auf ein künftiges Flaggschiff-SUV mit Hardware von Changan, Huawei und CATL

Avatr T09 Concept
Bild von: Avatr

Am Premium- und Luxus-Geschäft sind in Europa schon viele gescheitert. Einen weiteren Anlauf will jetzt Avatr unternehmen. Die Chinesen schickten gestern den heimischen T09 als Vorgeschmack für Europa auf den Pariser Autosalon. Das Datenblatt liest sich tatsächlich bemerkenswert. Hier sticht mehreres hervor, eine Zahl jedoch besonders: Die Leistung wird mit mehr als 746 kW (1.014 PS) angegeben.

Ein Verbrennungsmotor in Kombination mit drei Elektromotoren soll das Flaggschiff befeuern. Der T09 markiert den Auftakt der chinesischen Marke in Europa, die mehrheitlich Changan und dem Batteriehersteller CATL gehört. Zudem setzt Avatr bei der Bordtechnik auf Huawei – eine Dreierpartnerschaft, die nahezu jeden Aspekt dieses SUV prägt.

Avatr T09 Concept

Avatr T09 Concept

Foto: Avatr

Der Concept T09 ist ein Ausblick auf die internationale Version eines Serienmodells, das Avatr bereits im September in China vorgestellt hat. Das Modell für den Heimatmarkt soll noch 2026 in den Verkauf gehen.

Über fünf Meter Länge außen, Bildschirm-Panorama innen

Der Innenraum bietet sechs Sitzplätze in drei Reihen in einer 2+2+2-Anordnung, mit Einzelsitzen in jeder Reihe statt einer Sitzbank. Zwischen den A-Säulen spannt sich ein breites Displayband, bestehend aus einem 10,25-Zoll-Kombiinstrument und zwei 17,2-Zoll-Bildschirmen für Fahrer und Beifahrer.

Chairman Chen Zhuo beschreibt den T09 als Beginn einer zweiten Produktidentität für Avatr, die neben dem bestehenden Modellprogramm stehen soll. "Der T09 wird künftig zwei klar unterschiedliche Produktreihen umfassen: die 'Digital'-Reihe, geprägt von mühelosem Luxus, Eleganz und sportlich-avantgardistischem Design, sowie die 'Flagship'-Reihe, definiert durch respektvollen Luxus, Prestige und eine souveräne Präsenz", so Zhuo

Der Chefdesigner Nader Faghihzadeh verbindet diesen Wandel mit der neuen Designsprache Vision Xpectra, die mit diesem Fahrzeug debütiert. "Das T09 Concept überträgt diese Philosophie in eine ruhige, selbstbewusste und respektvolle Ausstrahlung und erweitert unseren 'effortless luxury' in den breiteren Bereich des 'respectful luxury', so Faghihzadeh bedeutungsschwanger.

Mit einer Länge von rund 5,21 Metern und einer Breite von etwa 2,01 Metern ist der T09 darauf ausgelegt, gegen etablierte dreireihige Luxus-SUV wie Mercedes GLS, Audi Q9 und BMW X7 anzutreten. Erwartet wird ein Preisniveau um 500.000 Yuan (etwa 66.825 Euro). Ob der Preis weit unter den deutschen Konkurrenten mit europäischen Zöllen zu halten ist, werden wir nächstes Jahr sehen. 

Antrieb und Reichweite

Für den Antrieb sorgt ein Range-Extender-Hybridsystem rund um einen 2,0-Liter-Turbo-Motor, der mit drei Elektromotoren zusammenarbeitet. Avatr kombiniert dieses Layout mit E-Motoren an Vorder- und Hinterachse. Damit verfügt der T09 über Allradantrieb. Die Systemleistung liegt bei mehr als 746 kW, also über 1.014 PS. Die stärkere Konfiguration soll einen 155-kW-Verbrennungsmotor mit drei E-Motoren kombinieren, die jeweils 180 kW, 225 kW und 225 kW leisten. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 220 km/h angegeben.

Die Energie liefert eine 71,24-kWh-Freevoy-Batterie von CATL, deren Zellchemie für Range-Extender-Hybride ausgelegt ist: Sie soll rein elektrisches Fahren mit einem Verbrennungsmotor für längere Strecken verbinden. Zulassungsunterlagen aus China nennen für Plug-in-Hybrid-Versionen mit diesem Akku eine rein elektrische Reichweite von rund 299 bis 330 Kilometern im CLTC-Zyklus.

Für internationale Märkte sind diese technischen Daten bislang nicht bestätigt, da Avatr bisher nur Zertifizierungsdaten für das Modell auf dem chinesischen Markt veröffentlicht hat.

Das in Paris gezeigte Fahrzeug teilt sich Grundform und Abmessungen mit dem chinesischen T09. Details zur Antriebsabstimmung oder zur Ausstattung für europäische beziehungsweise andere Exportmärkte nennt Avatr jedoch noch nicht. 2027 wollen die Chinesen zunächst in Norwegen und Spanien starten.