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Für eine persönlichere Erfahrung

Brabus Urban E Fragment Edition: Teuer und hoch exklusiv

37 PS für 53.550 Euro: Die Sonder-Edition vom Elektrobike aus Bottrop ist streng limitiert und entsprechend teuer

Brabus Urban E Fragment Edition (2026)
Bild von: Brabus
Christopher Otto Christopher Otto

37 PS, 120 km/h Spitze und ein Preis von mehr als 53.000 Euro. Die neue Brabus Urban E Fragment Edition ist ein Elektromotorrad für eine ziemlich spezielle Kundschaft. Gemeinsam mit dem japanischen Designer Hiroshi Fujiwara hat der Bottroper Veredler eine Sonderedition entwickelt, von der weltweit gerade einmal zehn Exemplare entstehen sollen. Technisch basiert das extravagante Zweirad auf der Urban E des französischen Herstellers DAB Motors.

Seine Premiere feierte das Motorrad am 3. und 4. Oktober 2026 auf der ComplexCon in Los Angeles. Die Veranstaltung verbindet Streetwear, Kunst, Musik und Design und bietet damit ein durchaus passendes Umfeld für die ungewöhnliche Kooperation. Schließlich geht es bei der Fragment Edition weniger um zusätzliche Leistung als um eine eigenständige Gestaltung und größtmögliche Exklusivität.

Bildergalerie: Brabus Urban E Fragment Edition (2026)

Schwarz, Weiß und jede Menge Carbon

Für das Design zeichnet neben Brabus vor allem Hiroshi Fujiwara verantwortlich. Der Gründer des japanischen Labels Fragment Design gilt als prägende Figur der internationalen Streetwear-Szene. Seine Vorliebe für reduzierte Gestaltung zeigt sich auch am Motorrad. Während die Grundfarbe Schwarz bleibt, setzen weiße Komponenten gezielte Kontraste.

Besonders auffällig sind die weiß lackierten Carbon-Radabdeckungen, die ebenfalls weißen Bremssättel und der Fahrersitz mit weißem Lederbezug. Letzterer trägt die für Brabus typische "Shell"-Steppung. Weitere Carbon-Bauteile finden sich an den Seitenverkleidungen, am Bugspoiler, an den Motorabdeckungen und am Heck. Dort sitzt außerdem ein transparentes LED-Rücklicht mit integriertem Fragment-Logo.

Brabus Urban E Fragment Edition (2026)
Bild von: Brabus

Die Front kombiniert einen Projektionsscheinwerfer mit einem beleuchteten Brabus-Schriftzug. Dahinter verbirgt sich der Anschluss zum Laden an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose. Den Lenker im Supermoto-Stil ergänzen CNC-gefräste Aluminiumhebel und integrierte Blinker. Ein kleines Staufach vor dem Sitz nimmt das mitgelieferte Ladekabel auf.

475 Nm Drehmoment und bis zu 150 Kilometer Reichweite

Unter der aufwendigen Verkleidung arbeitet die Technik der bereits im April 2026 vorgestellten Brabus Urban E. Ihr Elektromotor leistet 27 kW (37 PS), das maximale Drehmoment gibt der Hersteller mit 475 Nm an. Die Kraft gelangt über einen wartungsarmen Carbonriemen ans Hinterrad. Bei 120 km/h ist Schluss, während die 72-Volt-Lithium-Ionen-Batterie eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern ermöglichen soll.

Für die Leistungsabgabe stehen die Fahrprogramme Eco, Street und Sport zur Wahl. Im Eco-Modus begrenzt die Elektronik die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h und reduziert das Drehmoment. Zusätzlich gibt es eine Nitrous-Funktion, die für maximal zehn Sekunden die volle Leistungsabgabe bereitstellt. Ein elektronischer Rückwärtsgang erleichtert das Rangieren.

Brabus Urban E Fragment Edition (2026)
Bild von: Brabus

Beim Laden zeigt sich die Urban E vergleichsweise unkompliziert. An einer Haushaltssteckdose soll der Akku in rund drei Stunden von 20 auf 100 Prozent kommen. Eine vollständige Ladung dauert laut Hersteller dreieinhalb bis vier Stunden, von 50 auf 100 Prozent sollen bereits 90 Minuten genügen. Zum Starten reicht ein PIN-Code, während ein 2,8 Zoll großes LCD-Display die wichtigsten Fahrzeuginformationen anzeigt.

Brembo-Bremsen und ein Preis auf Sportwagenniveau

Auch beim Fahrwerk setzt Brabus auf hochwertige Komponenten. Vorne arbeitet eine einstellbare Upside-down-Gabel mit 46 Millimeter Standrohrdurchmesser, hinten ein ebenfalls einstellbares Federbein. Beide bieten 100 Millimeter Federweg.

Brabus Urban E Fragment Edition (2026)
Bild von: Brabus

Die Bremsanlage stammt von Brembo und kombiniert vorne eine 320-Millimeter-Scheibe mit einem radial montierten Vierkolbensattel. Hinten kommen eine 240-Millimeter-Scheibe und ein Einkolbensattel zum Einsatz. Ein Zweikreis-ABS gehört ebenfalls zur Ausstattung.

Bleibt der Preis, und der hat es durchaus in sich. 53.550 Euro inklusive Mehrwertsteuer verlangt Brabus für eines der zehn Exemplare. Damit kostet die Fragment Edition deutlich mehr als zahlreiche leistungsstarke Verbrenner-Motorräder. Eine gemeinsam mit Fragment Design entwickelte Bekleidungskollektion mit Lederhandschuhen, Fahrerjacke und Fleece-Hoodie begleitet die Markteinführung.