Ducati Multistrada Grand Tour: 170 PS und Vollausstattung
Koffer, Radar, Sitzheizung und 170 PS sind serienmäßig an Bord, dazu gibt es vier Jahre Garantie ohne Kilometerlimit
Wer bei einer großen Reiseenduro nicht erst lange im Zubehörkatalog stöbern möchte, bekommt bei Ducati jetzt eine passende Variante. Die neue Multistrada V4 S Grand Tour bündelt einen Großteil der verfügbaren Touring-Ausstattung bereits ab Werk. Im November 2026 kommt sie zu den europäischen Händlern, in Deutschland startet sie bei 27.990 Euro.
Technisch basiert die Grand Tour auf der Multistrada V4 S. Den Antrieb übernimmt entsprechend der bekannte V4 Granturismo mit 1.158 Kubikzentimetern Hubraum. Er leistet 170 PS bei 10.750 U/min und stellt bei 9.000 Touren maximal 124 Nm bereit. Ducati gibt einen Normverbrauch von 6,6 Litern je 100 Kilometer an.
60 Liter Gepäckraum sind serienmäßig dabei
Der eigentliche Unterschied steckt in der Ausstattung. Zwei in das Motorrad integrierte Seitenkoffer mit zusammen 60 Litern Volumen gehören ebenso zur Serie wie der Hauptständer. Fahrer und Beifahrer sitzen auf beheizbaren Sitzen, auch die Lenkergriffe lassen sich erwärmen. Beim Tanken kann der Schlüssel dank des schlüssellosen Tankverschlusses in der Tasche bleiben.
Hinzu kommen LED-Zusatzscheinwerfer, Reifendruckkontrolle, dynamische Blinker und eine Nebelschlussleuchte. Optisch erkennt man die Grand Tour unter anderem an ihrer eigenen Lackierung, schwarzen Komponenten an Lenker und Gabelbrücke sowie dem Grand-Tour-Schriftzug auf den Rädern.
Auch das Radarpaket ist bereits eingebaut. Es umfasst einen adaptiven Tempomaten, die Totwinkelüberwachung Blind Spot Detection und eine Kollisionswarnung. Das 6,5-Zoll-TFT-Display unterstützt über Ducati Connect zudem Smartphone-Funktionen und eine Kartennavigation.
Beim Anhalten geht es bis zu 30 Millimeter nach unten
Interessant dürfte gerade bei einem großen Reisemotorrad das serienmäßige Automatic Lowering Device sein. Unterhalb von 10 km/h senkt das System die Maschine automatisch um bis zu 30 Millimeter ab. Oberhalb von 50 km/h fährt das Fahrwerk wieder auf seine normale Höhe. Die reguläre Sitzhöhe lässt sich zwischen 840 und 860 Millimetern einstellen.
Beim Aufrichten vom Seitenständer hilft außerdem die Easy-Lift-Funktion. Nach dem Einschalten der Zündung öffnet das System die Hydraulik des Fahrwerks und soll dadurch den notwendigen Kraftaufwand reduzieren. Das fahrfertige Gewicht ohne Kraftstoff gibt Ducati mit 240 Kilogramm an, wobei die beiden Seitenkoffer in diesem Wert noch nicht enthalten sind.
Das semiaktive Ducati Skyhook Suspension Evo arbeitet mit 170 Millimetern Federweg vorn und 180 Millimetern hinten. Ein zusätzlicher Sensor erfasst die Position der Gabel. Die sogenannte Bump Detection erkennt Unebenheiten und passt die Dämpfung entsprechend an. Die automatische Niveauregulierung berücksichtigt außerdem unterschiedliche Beladungszustände.
60.000 Kilometer bis zur Ventilspielkontrolle
Der V4 Granturismo verfügt über eine erweiterte Zylinderabschaltung. Die hintere Zylinderbank wird nicht mehr nur im Stand deaktiviert, sondern auch während der Fahrt, wenn wenig Leistung benötigt wird. Geschaltet wird über ein Sechsganggetriebe mit Quickshifter für das Hoch- und Herunterschalten.
Für Vielfahrer interessant ist auch das Wartungsintervall. Eine Kontrolle des Ventilspiels steht erst nach 60.000 Kilometern an. In Europa umfasst das Programm "4EVER Ducati" außerdem vier Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung. Dazu kommt ein Pannenhilfeprogramm.
Ab November 2026 steht die Ducati Multistrada V4 S Grand Tour bei den europäischen Händlern. Der deutsche Listenpreis beträgt 27.990 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Ducati berechnet für die Multistrada zusätzlich 345 Euro Liefernebenkosten.
Quelle: Ducati
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