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Für eine persönlichere Erfahrung

Im VW ID. Buzz um die Welt: 92 Länder, 99.767 km, keine Panne

Fahrer Rainer Zietlow stellte mit seinem Elektro-Bulli einen Weltrekord auf

Volkswagen ID. Buzz Welttournee – Thailand
Bild von: Volkswagen

Ein VW ID. Buzz hat sich nach einer 445 Tage langen Erdumrundung in die Rekordbücher gefahren: Die Route führte durch 92 Länder auf sechs Kontinenten. Langstreckenfahrer Rainer Zietlow kehrte am 14. September 2026 nach Hannover zurück und beendete damit eine Fahrt über 99.767 Kilometer am Steuer eines serienmäßigen Elektro-Bulli mit langem Radstand.

Am Ende der Reise wartete ein Rekord: Guinness-World-Records-Vertreterin Lena Kuhlmann überreichte die Urkunde auf der IAA Transportation 2026. Anerkannt wurde der Rekord für die "meisten in einer durchgehenden Reise besuchten Länder mit einem batterieelektrischen Fahrzeug". Es ist der neunte Guinness-Rekord, den Zietlow mit einem Fahrzeug von VW aufgestellt hat.

Wie sich der ID. Buzz auf der Weltreise schlug

Zietlow startete am 1. Juli 2025 in Hannover, am selben Kundencenter, an dem der ID. Buzz gebaut wird. In den folgenden 16 Monaten durchquerte er Wüsten, Gebirge und Metropolen auf allen Kontinenten. Laut Volkswagen umfasste die Reise mehr als 300 Ladestopps sowie 16 Seepassagen per Containerschiff.

Nach Angaben der Wolfsburger absolvierte der Van die gesamte Strecke ohne eine einzige technische Panne — ein Punkt, den Zietlow als entscheidendes Ergebnis der Tour bezeichnet. Der TÜV Nord prüfte den ID. Buzz vor und nach der Reise und bescheinigte der Hochvoltbatterie bei der Rückkehr einen Gesundheitszustand von 95,75 Prozent.

"Dass ich nie technische Probleme hatte. Das ist für mich der entscheidende Punkt", sagte Zietlow in einem Interview auf der IAA Transportation. Er ergänzte, dass der Elektro-Van auf unberechenbarem Terrain einfacher zu betreiben gewesen sei, weil Risiken wie verunreinigter Kraftstoff oder Überhitzung, die bei Dieselmotoren auftreten können, entfielen.

Bei dem Rekordfahrzeug handelte es sich um einen VW ID. Buzz Pro mit langem Radstand. Der nutzt eine 86-kWh-Nettobatterie und kommt nach WLTP auf eine Reichweite von bis zu 498 Kilometern. Die DC-Schnellladeleistung liegt bei bis zu 200 kW. Genug also, um einen Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent in weniger als 30 Minuten erledigen zu können. Auch andernorts gewinnt VWs Elektro-Van an Fahrt: Die weltweiten Verkäufe des ID. Buzz haben sich 2025 verdoppelt.

Volkswagen ID. Buzz Welttournee

Volkswagen ID. Buzz Welttournee - Thailand

Foto: Volkswagen

Was Zietlow über das Laden gelernt hat

92 Länder und mehr als 300 Ladestopps gaben Zietlow einen direkten Eindruck davon, wie unterschiedlich die Ladeinfrastruktur für Elektroautos weltweit ausgebaut ist. "In Ländern wie Sambia oder Tansania war schlicht nichts vorhanden", sagte er. In Teilen Afrikas habe er daher unter Aufsicht an nationalen Umspannwerken laden müssen.

Andere Märkte überraschten ihn positiv. Südafrika, Marokko und Ruanda verfügten bereits über brauchbare Ladenetze, sagte Zietlow. Saudi-Arabien habe sich von einem Land mit "vor drei Jahren nicht vielen Ladestationen" zu Bedingungen entwickelt, die er heute mit Deutschland vergleicht.

In Südamerika kommen Brasilien und Chile laut Zietlow schnell voran. China beschrieb er als "ohnehin auf einem eigenen Niveau": Dort sei Elektromobilität schlicht Teil des Alltags. Insgesamt nannte er das Bild der Infrastruktur "sehr gemischt", aber in den meisten Regionen verbessere es sich rasch.

Für die Zukunft erwartet Zietlow, dass sich der Wandel zum Elektroantrieb mit besseren Batterietechnologien weiter beschleunigt. "Wenn die Feststoffbatterie irgendwann kommen sollte und auch das sehr schnelle Hyper-Laden, dann wird noch viel mehr möglich sein.", sagte er.