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Volkswagen-Konzern: 50 Prozent weniger Modelle bis 2030
Die Modellpalette wird auf die attraktivsten Marktsegmente konzentriert

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Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
9. Jul. um 22:42 Uhr
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Ein riesiger Stellenabbau? Die Schließung mehrerer Werke in Deutschland? Über die Zukunftspläne des Vorstands für den Volkswagen-Konzern wurde in den letzten Wochen viel spekuliert. Jetzt hat man die wichtigsten Eckpunkte offiziell verlautbart.
Wichtig dabei: Gerne wird von "VW" gesprochen. Doch es geht nicht allein um die Marke, sondern um den Gesamtkonzern mit seinen zehn Fahrzeugmarken und vielen anderen Beteiligungen. Zu konkreten Zahlen eines Stellenabbaus steht im Zukunftsplan nichts, auch nichts zu konkreten Orten von Werksschließungen.

Quartalsergebnisse der Volkswagen Group im ersten Quartal 2026 (Copyright: Volkswagen AG)
Bild von: Volkswagen Aktiengesellschaft
"Der Konzernvorstand hat dem Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit 12 Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt. Im globalen Marktumfeld ist maßgeblich, das Unternehmen noch robuster, effizienter und schneller aufzustellen. Der Konzernvorstand hat die Umsetzung erster Maßnahmen seines Zukunftsplans bereits gestartet.
Dazu zählen unmittelbar, Komplexität und Variantenvielfalt im Produktportfolio zu reduzieren, Produkte, Technologien und Entwicklung noch regionaler in den Märkten auszurichten, Kapazitäten im Produktionsnetzwerk an die Markterwartungen anzupassen sowie die Strukturen und das Beteiligungsportfolio zu straffen.", heißt es wörtlich.
Hier die weiteren wichtigsten Punkte im Wortlaut:
- Die Modellpalette wird schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft und konzentriert sich auf die attraktivsten Marktsegmente. Die Angebotskomplexität – zum Beispiel die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen – wird um bis zu 75 Prozent reduziert.
- Die zentralen Technologiefelder Plattformen, Elektronik-Architekturen und Softwarelandschaften werden auf die Anforderungen der westlichen und östlichen Hemisphäre jeweils harmonisiert und konzentriert. Ziel ist es, konzernweite Synergien noch stärker zu heben, technologische Parallelstrukturen abzubauen und die Technologieführerschaft weiter zu stärken.
- Mit der weiteren Straffung seiner technischen Kapazitäten passt der Konzern sein Produktionsnetz an die veränderte Marktlage und den massiv wachsenden Wettbewerb an. Markenübergreifendes Ziel ist ein nachfragegerechtes Niveau von rund 9 Millionen Einheiten pro Jahr. Das Unternehmen war in der Vor-Corona-Zeit auf rund 12 Millionen Fahrzeuge investiert und hat mit der Reduzierung von 2 Millionen Einheiten bereits große Fortschritte erzielt. Weitere Schritte folgen in China und Europa. Parallel werden Entwicklung und indirekte Bereiche effizienter aufgestellt.
Konzernchef Blume wird wie folgt zitiert: "Unser Ziel ist klar: Bis 2030 machen wir die Volkswagen Group zum attraktivsten Automobilunternehmen der Welt – mit ikonischen Marken, begeisternden Produkten, führenden Technologien, robusten finanziellen Ergebnissen, verlässlicher Performance am Kapitalmarkt und gelebtem Teamgeist. Mit unserem Zukunftsplan gehen wir aus eigener Kraft in die nächste Phase der Transformation.
Wir machen den Volkswagen-Konzern schneller, robuster und wettbewerbsfähiger: durch weniger Komplexität, fokussierte Technologien, eine noch stärkere Ausrichtung von Produkten, Entwicklung und Produktion in den regionalen Märkten, den Abbau von Überkapazitäten, ein gestrafftes Beteiligungsportfolio und deutlich schlankere Strukturen. So schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg – auch in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld."
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Quelle: Volkswagen Group
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