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150 Jahre Nicola Romeo: Der zweite Teil von Alfa

Den Namen kennt jeder, die Person dahinter nur wenige

150 Jahre Nicola Romeo

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Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

28. Apr. um 16:04 Uhr

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Wir alle kennen die Marke Alfa Romeo. Doch woher kommt eigentlich ihr Name? Nun, ein Teil davon feiert jetzt ein rundes Jubiläum. 2026 jährt sich die Geburt von Nicola Romeo zum 150. Mal. Der in Neapel geborene Ingenieur und Unternehmer ließ sich später in Mailand nieder und prägte dort maßgeblich die Entwicklung der italienischen Automobilindustrie.

1915 übernahm er die Anonima Lombarda Fabbrica Automobili (A.L.F.A.), gegründet am 24. Juni 1910. Im Zuge der industriellen Umstellung nach dem Ersten Weltkrieg gab er dem Unternehmen am Standort Portello eine neue Ausrichtung: eine klar definierte Strategie, die auf die Entwicklung und Produktion leistungsstarker "Gran-Turismo"-Fahrzeuge sowie auf eine führende Rolle im internationalen Motorsport abzielte.

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150 Jahre Nicola Romeo

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Quelle: Alfa Romeo

Für Nicola Romeo erfüllte der Rennsport zwei zentrale Funktionen: Zum einen diente er der Förderung der Serienfahrzeuge, zum anderen als Testfeld für technische Innovationen, die anschließend in die Serienproduktion einflossen. Romeo setzte dabei gezielt auf die Zusammenarbeit mit herausragenden Ingenieuren und Persönlichkeiten. Besonders prägend waren Vittorio Jano und Enzo Ferrari. Ganz recht, DER Ferrari.

Der Erfolg bei der Targa Florio 1923 stellte einen ersten wichtigen Meilenstein dar, reichte jedoch nicht aus, um Alfa Romeo dauerhaft an der Spitze des Motorsports zu etablieren. Enzo Ferrari holte daraufhin im Auftrag Romeos Vittorio Jano nach Mailand. Jano entwickelte den Grand-Prix-Wagen P2, dessen Erfolge Alfa Romeo international an die Spitze führten. Aufbauend auf diesen Erfolgen übernahm Jano später die technische Leitung und konstruierte in den folgenden Jahren die Baureihen 6C und 8C, die bis heute als Meilensteine gelten.

150 Jahre Nicola Romeo

Nicola Romeo

Bild von: Alfa Romeo

Nicola Romeo wurde am 28. April 1876 in Sant’Antimo bei Neapel in eine Familie mit begrenzten finanziellen Mitteln geboren. Trotz schwieriger Umstände absolvierte er ein Studium des Bau- und Elektrotechnikingenieurwesens in Neapel und im belgischen Lüttich. Nach beruflichen Stationen in Frankreich und Deutschland arbeitete er mit britischen und amerikanischen Unternehmen im Eisenbahnsektor zusammen. 1906 gründete er in Mailand das Unternehmen "Ing. Nicola Romeo & C.", das sich auf den Import und die Nutzung von Maschinen für Infrastrukturprojekte spezialisierte.

Während des Ersten Weltkriegs baute Romeo sein Unternehmen aus, nahm neue Partner auf und übernahm A.L.F.A., das sich zu diesem Zeitpunkt in Liquidation befand. Die Umstellung auf Rüstungsproduktion erwies sich wirtschaftlich als erfolgreich. 1918 wandelte er das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um und erweiterte die Aktivitäten erneut, unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft und Eisenbahn. Kurz darauf kehrte er zur Automobilproduktion zurück.

Ende 1921 übernahm der Staat über Banken die Kontrolle über Alfa Romeo und leitete eine neue Phase ein. Romeo blieb zunächst Geschäftsführer, zog sich jedoch 1928 zurück. 1929 wurde er zum Senator ernannt. Er starb am 15. August 1938 in Magreglio. Seine Arbeit wirkt bis heute nach: Fahrzeuge aus seiner Ära stehen exemplarisch für die Verbindung von technischer Innovation und motorsportlichem Anspruch.

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