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ADAC-Test: So gut arbeiten Notbrems-Assistenten im Nebel

Spoiler: Kein Auto blieb fehlerfrei. Aber es gibt große Unterschiede ...

ADAC testet Wettereinflüsse auf Assistenzsysteme

Bild von: ADAC e. V.

Christopher Otto Christopher Otto

Von: Christopher Otto

15. Apr. um 16:51 Uhr

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Die meisten neuen Autos haben heute mehrere Sensoren und Kameras an Bord. Sie liefern Daten für zentrale Assistenzsysteme wie den Notbrems-Assistenten. Der ADAC hat nun geprüft, wie zuverlässig diese Technik bei schlechtem Wetter arbeitet. In der AVL-Wetterhalle im bayerischen Roding untersuchte der Club das Verhalten der Systeme bei starkem Regen, dichtem Nebel und tiefstehender Sonne.

Für den Test simulierten die Experten Regen und Nebel in unterschiedlichen Stärken. Teilweise sorgte ein spezieller Scheinwerfer zusätzlich für starke Blendung durch eine künstliche Sonne. Die Fahrzeuge fuhren jeweils mit 30 km/h auf ein stehendes oder bewegtes Hindernis zu. Die Systeme mussten dieses erkennen und selbstständig abbremsen. Erst dann gilt die Unterstützung als wirksam.

ADAC testet Wettereinflüsse auf Assistenzsysteme

Bild von: ADAC e. V.

Die Auswertung zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Herstellern. Kein Auto meisterte alle Szenarien ohne Fehler. Am überzeugendsten arbeitete das System im Mercedes CLA. Selbst bei dichtem Nebel erkannte der Wagen die Hindernisse zuverlässig und verhinderte Kollisionen. Kritik gab es trotzdem. In einem Versuch erkannte das Auto einen querenden Fußgänger, leitete eine Bremsung ein und brach diese kurz darauf ohne erkennbaren Grund wieder ab.

Der Vergleich macht außerdem deutlich, dass mehr Sensoren nicht automatisch bessere Ergebnisse liefern. Beispiel Nio EL6. Das SUV nutzt Radar, Lidar und Kamera. In vielen Situationen arbeitete das System ordentlich. Sobald die Sichtweite im Nebel aber unter etwa 20 Meter fiel, reagierte das Auto kaum oder nur unzureichend. Die aufwendige Technik kompensierte die extremen Bedingungen nicht zuverlässig.

ADAC testet Wettereinflüsse auf Assistenzsysteme

Nicht nur einige Chinesen, sondern überraschenderweise auch der VW T-Roc zeigte eklatante Schwächen.

Bild von: ADAC e. V.

Überraschend gut schlug sich der Tesla, der ausschließlich auf Kameras setzt. Weder Regen noch leichter Nebel führten hier zu Auffälligkeiten. Kritischer wurde es in schwierigeren Szenarien. Dann erkannte das System zwar die Hindernisse und warnte den Fahrer. Es leitete aber nicht immer eine automatische Notbremsung ein. Die Verantwortung blieb in diesen Fällen vollständig beim Menschen am Steuer.

Deutlich schwächer präsentierte sich der BYD Seal. Das Modell zeigte in nahezu allen Testbedingungen Probleme. Bei Starkregen und dichtem Nebel blieb das Fahrzeug teilweise ohne Reaktion. Besonders kritisch: Der Wagen informierte den Fahrer nicht darüber, dass die Assistenzsysteme eingeschränkt arbeiten oder nicht mehr zur Verfügung stehen. Genau solche Hinweise fordert der ADAC von den Herstellern.

ADAC testet Wettereinflüsse auf Assistenzsysteme

Bild von: ADAC e. V.

Der Club betont, dass gut abgestimmte Assistenzsysteme auch bei sehr schlechten Sichtverhältnissen einen spürbaren Sicherheitsgewinn bringen können. Fahrer sollen sich darauf aber nicht blind verlassen. Die Technik unterstützt, sie ersetzt die Aufmerksamkeit am Steuer nicht. Aus Sicht des ADAC müssen die Hersteller klar und unmissverständlich anzeigen, wenn Sensoren wegen Wetter oder Verschmutzung an ihre Grenzen kommen.

Mehr Ratgeber:

ADAC-Sommerreifentest 2026: Dimension 225/50 R17 im Vergleich

ADAC vergleicht automatisiertes Fahren: Was kann es?

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