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Mercedes "Little G" (2027): Mini-G-Klasse kommt doch auch als Verbrenner
Einstieg in eine ganze G-Familie soll Verbrenner vom CLA übernehmen

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Stefan Wagner 
Von: Stefan Wagner
23. Feb. um 17:19 Uhr
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Die seit langem angekündigte, kompaktere Version der legendären G-Klasse – intern oft "Little G" genannt – sollte ursprünglich als reines Elektroauto auf den Markt kommen. Doch wie unsere britischen Kollegen von Autocar nun berichten, hat in Stuttgart ein Umdenken stattgefunden. Wenn der "Baby-G" im Jahr 2027 zu den Händlern rollt, wird er wohl auch mit einem Verbrennungsmotor unter der Haube erhältlich sein.
Diese Entscheidung spiegelt die angepasste Strategie von Mercedes-CEO Ola Källenius wider, der das Ziel, "EV-only" zu werden, kürzlich aufweichte. Man wolle bis weit in die 2030er-Jahre hinein Verbrenner verkaufen, um "strategisch fokussiert, aber taktisch flexibel" zu bleiben. Ein weiterer Grund dürften die relativ verheerenden Verkaufszahlen der großen elektrischen G-Klasse sein.
Die Verbrenner-Variante des "Little G" wird allerdings kein V8-Monster, sondern bezieht ihre Motorisierung vom aktuellen Mercedes CLA. Laut Autocar soll dessen 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner zum Einsatz kommen.
Dieses Aggregat wurde von Mercedes entwickelt, wird aber von "Horse Powertrain" produziert – dem Joint Venture von Geely und Renault. Im CLA leistet der Motor 190 PS (140 kW) und liefert 300 Nm Drehmoment. Gekoppelt ist er an ein am Getriebe montiertes Elektromodul, das auch rein elektrisches Fahren auf kurzen Strecken oder Segeln ermöglicht.
Bildergalerie: Mercedes Mini G-Klasse (2027) Erlkönig

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Quelle: Automedia
Die ursprünglich geplante Elektro-Version bleibt Bestandteil des Plans. Hier setzt Mercedes auf die eATS2.0-Motoren. Ein Motor an der Vorderachse und ein stärkeres Aggregat an der Hinterachse sollen für standesgemäßen Allradantrieb sorgen.
Als Energiespeicher ist eine 85-kWh-Batterie (NMC-Zellchemie) im Gespräch. Dank 800-Volt-Technik dürfte das Laden extrem flott gehen.
Besonders spannend ist der Unterbau des Projekts. Ursprünglich ging man davon aus, dass der kleine G auf der MMA-Plattform (wie der kommende elektrische GLC oder die C-Klasse) stehen würde. Doch Technik-Chef Markus Schäfer verriet kürzlich, dass das Modell auf einer eigenständigen Architektur basieren wird, um "so authentisch wie möglich" zu sein.
Das deutet stark darauf hin, dass Mercedes – ähnlich wie beim großen Bruder – auf einen Leiterrahmen oder eine stark modifizierte, sehr robuste Plattform setzt. Ziel ist es, echte Offroad-Fähigkeiten zu bieten, um gegen Konkurrenten wie den kommenden "Defender Sport" von JLR, den Toyota Land Cruiser FJ oder den Ford Bronco zu bestehen. Allradantrieb und Torque Vectoring sind daher bei allen Varianten (egal ob Elektro oder Benziner) gesetzt.
Mit einer geschätzten Länge von rund 4,40 Metern wäre der "Little G" deutlich handlicher als das Original (ca. 4,82 Meter). Auch die Höhe fällt wohl deutlich geringer aus, wie zuletzt Erlkönigbilder im Vergleich zu einem EQS SUV zeigten. Die aktuelle G-Klasse ist 1,97 Meter hoch, ein EQS-SUV knapp 1,72 Meter und der "Little G" wirkte niedriger.
Optisch fällt der Apfel aber nicht weit vom Stamm. Ex-Chefdesigner Gorden Wagener bestätigte bereits, dass charakteristische Elemente wie die runden Scheinwerfer, die aufgesetzten Blinker auf den Kotflügeln und das am Heck montierte Reserverad erhalten bleiben.
Die Produktion soll 2027 anlaufen. Es wird erwartet, dass die elektrische Version den Anfang macht, der Zeitpunkt für den Verbrenner ist noch nicht final bestätigt. Preise sind noch reine Spekulation, dürften aber deutlich unterhalb der aktuellen G-Klasse starten, die als Verbrenner kaum unter 130.000 Euro zu haben ist.
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