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Stellantis bringt Diesel wegen „Kundennachfrage“ zurück

Das Unternehmen belebt den Selbstzünder für mehrere Modelle wieder und setzt die Produktion bei einigen anderen fort

Alfa Romeo Q2

Bild von: Alfa Romeo

Stefan Wagner Stefan Wagner

Von: Stefan Wagner

15. Feb. um 17:51 Uhr

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Stellantis hat in den vergangenen zwölf Monaten enorme Veränderungen vorgenommen. Unter anderem hat man einfach mal seine komplette bisherige Elektrostrategie mehr oder weniger für gescheitert erklärt und Verluste von mehr als 20 Milliarden Euro in Kauf genommen. Konsequenterweise geht man nun den nächsten Schritt und bringt in Europa den Dieselmotor zurück (oder bietet ihn in einigen Modellen einfach weiter an).  

Gegenüber Reuters erklärte der Hersteller: „Wir haben entschieden, Dieselmotoren in unserem Produktportfolio zu behalten – und in einigen Fällen unser Antriebsangebot zu erweitern.“ Stellantis begründet das damit, dass man „sich an der Kundennachfrage orientiert“.

Front des 2026 Alfa Romeo Tonale

2026 Alfa Romeo Tonale

Bild von: Alfa Romeo

Dem Bericht zufolge reaktiviert Stellantis den Antrieb seit Ende 2025 still und leise bei mindestens sieben europäischen Modellen – obwohl die Dieselverkäufe im Jahrzehnt seit Volkswagens Dieselgate-Skandal deutlich zurückgegangen sind. Diesel kamen 2025 in Europa nur noch auf 7,7 Prozent der Neuwagenverkäufe.  

Wie die Nachrichtenagentur weiter berichtet, erhalten Modelle von Opel, Peugeot und Citroën wieder Dieseloptionen. Der Autobauer erklärte zudem, dass man Dieselvarianten des DS 7 sowie des Alfa Romeo Tonale, der Giulia und des Stelvio „als Reaktion auf eine anhaltende Kundennachfrage“ weiter produzieren werde.


Motor1 meint: Die Nachfrage nach Elektroautos ist in Europa noch immer nicht so stark wie erwartet. Der Anteil der Batterieelektrischen an den Gesamtverkäufen lag 2025 bei 17,4 Prozent. Das bringt die Hersteller in eine schwierige Lage, wenn es um die Modell- und Antriebsplanung geht.

Im Moment scheint keiner so recht zu wissen, wo die Reise in den nächsten Jahren hingeht. Entsprechend umfangreich muss das Antriebsportfolio bleiben. Dass Stellantis wieder stärker auf Diesel setzt, ist nachvollziehbar. Als ein Beispiel dient der Alfa Romeo Tonale, der einen Diesel-Anteil von 40 Prozent (in Italien sogar 50 Prozent) hat. Auf der anderen Seite besetzen chinesische Hersteller zunehmend den E-Auto-Markt und das hauptsächlich in den Preissegmenten, in denen auch Stellantis-Produkte vertreten sind. Der europäische Konzern muss sich entsprechend differenzieren. 

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Quelle: Reuters

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