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Honda entwickelt neue Vierzylinder-Motoren
Die Verbrenner werden 1,5 oder 2,0 Liter Hubraum haben und in neuen Hybridantrieben zum Einsatz kommen ...

Bild von: Honda

Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Manuel Lehbrink
19. Dez. 2024 um 07:52 Uhr
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Nissan gab Anfang 2024 bekannt, kein Geld mehr in Verbrennungsmotoren zu stecken. Andere japanische Hersteller sehen das anders. In einer gemeinsamen Pressekonferenz und auf separaten Veranstaltungen haben Toyota, Subaru und Mazda ihr langfristiges Engagement für Verbrenner durch Investitionen in neue Entwicklungen bekräftigt. Jetzt ist Honda dabei, das Gleiche zu tun. Wie bei der Konkurrenz konzentrieren sich die Ingenieure auf Hybridantriebe.
Honda entwickelt an zwei Vierzylindermotoren, die mit dem Atkinson-Zyklus arbeiten. Beide Aggregat mit 1,5 oder 2,0 Liter Hubraum verfügen über eine Direkteinspritzung und werden als "völlig neu" angepriesen. Wir erfahren außerdem, dass die Verbesserungen gegenüber den aktuellen Hybrid-Antriebssträngen den Verbrennungsmotoren helfen werden, die "höchste Verbrennungseffizienz" zu erreichen.

Bild von: Honda
Im Falle des kleineren Motors behauptet Honda, dass der Drehzahlbereich, in dem der Vierzylinder hocheffizient arbeitet, im Vergleich zum aktuellen 1,5-Liter-Hybridmotor um über 40 Prozent erweitert werden kann. Durch die Verkleinerung der vorderen Antriebseinheit ist außerdem eine Gewichtsreduzierung geplant, die nicht näher erläutert wird. Die neue Hybridkomponente wird zwischen dem "Small-Size"- und dem "Mid-Size"-System geteilt, die den 1,5- bzw. den 2,0-Liter-Motor verwenden werden.
Ein Teil der Pressemitteilung hat unsere Aufmerksamkeit besonders erregt: "Die neuen Motoren sind so konzipiert, dass sie ein theoretisches Luft-Kraftstoff-Verhältnis realisieren". Damit bezieht sich Honda wahrscheinlich auf das, was Mazda über seinen neuen Skyactiv-Z-Motor gesagt hat. Die Rede ist von der Lambda-One-Verbrennungsmethode. Lambda (λ) ist das Luft-Kraftstoff-Äquivalenzverhältnis, also das Verhältnis von tatsächlichem Luft-Kraftstoff-Verhältnis im Vergleich zum stöchiometrischen Luft-Kraftstoff-Verhältnis. Letzteres stellt das ideale Verhältnis für eine vollständige Verbrennung dar.
Wenn λ = 1 ist, sind Luft und Kraftstoff perfekt ausgeglichen, d. h. es ist gerade genug Luft vorhanden, um den gesamten Kraftstoff vollständig zu verbrennen. Dies führt zu einer effizienten Verbrennung, maximiert die Energieausbeute und minimiert die Schadstoffemissionen. Honda erklärt, dass es diesen Ansatz wählt, um die in vielen Teilen der Welt strenger werdenden Emissionsvorschriften zu erfüllen.
Zeitgleich mit der Ankündigung einer neuen Serie von Hybridmotoren wurde eine neue Generation von Mittelklassewagen angekündigt. Künftige Elektroautos sollen den Kraftstoffverbrauch um mehr als 10 % gegenüber den aktuellen Hybridfahrzeugen in diesem Segment senken. Dies wird zum Teil durch eine Gewichtsreduzierung von 90 Kilogramm möglich sein. Eine vereinfachte Karosseriestruktur spart 10 % Gewicht im Vergleich zu bestehenden Hybriden.
Honda Hybrid der nächsten Generation

Quelle: Honda
Durch die gemeinsame Nutzung von mehr Hardware zwischen den Modellen will Honda die Produktionskosten für ein Hybridfahrzeug, das 2027 auf den Markt kommt, im Vergleich zu einem entsprechenden Fahrzeug aus dem Jahr 2018 halbieren. Einige dieser teilelektrifizierten Fahrzeuge werden mit einem elektrischen Allradantrieb ausgestattet sein. Um die Gemeinsamkeiten zu maximieren, sollen mehr als 60 % der Teile zwischen den Fahrzeugen, die auf der Mittelklasse-Plattform basieren, ausgetauscht werden. Ob diese Kostensenkungsmaßnahmen an die Kunden weitergegeben werden können, bleibt abzuwarten.
Honda will bis zum Ende des Jahrzehnts jährlich 1,3 Millionen Hybridfahrzeuge verkaufen. Das nächste Ziel ist es, bis 2040 nur noch Batterie- und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge anzubieten und im Idealfall bis 2050 den gesamten Betrieb CO2-neutral zu gestalten.
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