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Audi trifft schmerzhafte Entscheidung, ein Werk zu schließen

Der Produktionsstandort in Brüssel wird am 28. Februar 2025 stillgelegt

Fertigung des Audi Q8 e-tron Sportback in Brüssel

Bild von: Audi

Von: Adrian Padeanu

Übersetzt von: Roland Hildebrandt

16. Dez. 2024 um 13:51 Uhr

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Während die Muttergesellschaft, der Volkswagen-Konzern, noch über die Schließung von Werken in Deutschland nachdenkt, hat Audi diese drastische Entscheidung in Belgien bereits getroffen. Das Werk in Brüssel wird Ende Februar geschlossen. Damit werden der Q8 e-tron und der Q8 e-tron Sportback aus dem Programm gestrichen.

Die beiden großen Elektro-SUVs sind aufgrund der schlechten Verkaufszahlen nicht gefragt genug, um das Werk zu erhalten. Zugleich stellt der neue Q6 e-tron das modernere Fahrzeug dar.

Audi hatte versucht, einen Käufer für das Werk zu finden, aber ohne Erfolg. Es gab Gerüchte, dass der chinesische Autohersteller Nio an der Übernahme des Brüsseler Werks interessiert sei, aber CEO William Li dementierte diese Berichte im September. Reuters zitiert Gerd Walker, Vorstandsmitglied und Produktionschef von Audi, mit den Worten: "Die Entscheidung, das Werk in Brüssel zu schließen, ist schmerzhaft. Für mich persönlich war es die schwierigste Entscheidung, die ich je in meiner beruflichen Laufbahn treffen musste."

Bildergalerie: Audi Q8 e-tron (2023)

Audi Q8 e-tron (2023)

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Audi Q8 e-tron (2023): Der modifizierte Motor an der Hinterachse mit mehr Windungen Audi Q8 e-tron (2023) Audi Q8 e-tron (2023): Infografik zur Batterie Audi Q8 e-tron (2023) Audi Q8 e-tron (2023) Audi Q8 e-tron (2023)

Der Q8 e-tron debütierte 2018 unter dem Namen e-tron als erstes weltweites Serien-Elektroauto von Audi. Das schnittigere Sportback-Derivat kam etwa ein Jahr später auf den Markt. Beide erhielten Ende 2022 das Präfix "Q8", als die beiden Elektroautos einem Facelift zur Mitte des Zyklus unterzogen wurden. In der Fabrik in der belgischen Hauptstadt werden die Modelle mit der Bezeichnung Q8 seit Dezember 2022 hergestellt. Die letzten Fahrzeuge werden am 28. Februar 2025 montiert, so Unternehmenssprecher Peter D'hoore.

Im Jahr 2023 verkaufte Audi 49.001 Einheiten des Q8 e-tron, 4,3 % weniger als im Vorjahr. Allerdings hat das Werk in Brüssel eine maximale Jahreskapazität von 120.000 Fahrzeugen, so dass es leicht verständlich ist, warum die Rechnung nicht zugunsten des Elektro-SUVs ausging. Das 1949 gegründete Werk beschäftigt etwas mehr als 3.000 Mitarbeiter.

Audi-Werk Brüssel Daten und Fakten

Audi-Werk Brüssel Daten und Fakten

Bild von: Audi

Audi wollte eigentlich bis 2033 vollständig auf Elektroantrieb umsteigen, will aber nun laut CEO Gernot Döllner "flexibel" bleiben. Bentley, das zum VW-Konzern gehört, hat seine reine Elektroauto-Agenda bereits einige Male zurückgestellt. Zunächst hieß es, man wolle bis 2030 keine Autos mit Benzinmotoren mehr bauen, bevor man sein Ziel für 2033 neu festlegte. Der jüngste Plan sieht vor, bis 2035 ausschließlich Elektroautos anzubieten.

Die Kernmarke VW wollte in Europa bereits 2033 komplett elektrisch fahren. Kürzlich räumte sie jedoch ein, dass der Golf der aktuellen Generation bis 2035 bleiben könnte. Denn dann will die EU den Verkauf von Neuwagen mit Schadstoffausstoß verbieten und damit den Verbrennungsmotor abschaffen. Was auch immer der Konzern mit der Hauptmarke VW vorhat, die Logik sagt uns, dass Seat/Cupra und Skoda diesem Beispiel folgen werden.

Quelle: Reuters

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