Home
News
Ratgeber
TÜV: Bei brauner Plakette ist die HU im Jahr 2023 überfällig
Fahrzeuge mit brauner Prüfplakette müssen bis zum 31. Dezember 2022 zur Hauptuntersuchung

Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
22. Nov. 2022 um 16:40 Uhr
Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F623035%2Ftuev-braune-plakatte-2022-hauptuntersuchung%2F&text=T%C3%9CV%3A%20Bei%20brauner%20Plakette%20ist%20die%20HU%20im%20Jahr%202023%20%C3%BCberf%C3%A4llig&via=Motor1DE)
- Kopie
Teilen
TÜV überzogen? Spätestens im Januar 2023 weist auch die letzte braune Prüfplakette mit der 22 in der Mitte deutlich auf das Überschreiten des HU-Termins hin: Autofahrer, die jetzt noch mit einer braunen Prüfplakette am Heck unterwegs sind, müssen spätestens im Dezember mit ihrem Auto zur Hauptuntersuchung.
Der HU-Termin ist ganz einfach am hinteren Kennzeichen ablesbar. Zusätzlich zur Jahreszahl in der Mitte steht die ganz oben angeordnete Zahl für den Monat der Fälligkeit. Wird die Ablauffrist überzogen, drohen bei einer verspäteten Prüfung Zusatzkosten oder sogar Bußgelder. Im Extremfall wird die überzogene Hauptuntersuchung mit einem Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg geahndet.
Gerade zum Jahreswechsel versäumt zwischen Weihnachtsstress und Neujahr erfahrungsgemäß so mancher Autofahrer den HU-Termin. Doch während es in anderen Monaten nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, verrät die Farbe der Plakette im Januar sofort, dass die Hauptuntersuchung überfällig ist: Ab Januar 2023 verabschiedet sich die braune Prüfplakette wieder von den hinteren Fahrzeugkennzeichen.
Entscheidend für den Fälligkeitsmonat ist, welche Zahl in der 12-Uhr-Stellung nach oben zeigt. Die schwarze Markierung zwischen den Ziffern 1-12-11 erlaubt eine schnelle Erfassung der Uhrzeigerstellung der Plakette. So kann auf einen Blick erkannt werden, ob ein Fahrzeug eine gültige Hauptuntersuchung hat oder nicht. Wer sich unsicher ist, findet einen Hinweis auf den nächsten Termin für die Hauptuntersuchung auch in der Zulassungsbescheinigung. Insbesondere sollten auch die Besitzer von Anhängern oder Fahrzeugen mit Saisonzulassung auf die Gültigkeit der HU-Plakette achten.
Der aktuelle Bußgeldkatalog sieht bereits bei einem überfälligen HU-Termin von mehr als zwei Monaten ein Verwarngeld von 15 Euro vor. "Wer seine Hauptuntersuchung mehr als zwei Monate überzieht, der muss jedoch neben dem drohenden Bußgeld zusätzlich eine vertiefende Untersuchung über sein Fahrzeug ergehen lassen. Das ist dann auch mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 20 Prozent der HU-Gebührenordnung verbunden.
Ordnungsämter oder die Polizei können jedoch bereits im ersten Monat der Überziehung eine Mängelschein ausstellen, die Durchführung der HU muss dann extra bei den Behörden nachgewiesen werden", erklärt Andreas Neumann vom TÜV Thüringen.
Wurde der Termin zur fälligen HU um mehr als vier Monate überschritten, kommt auf den Fahrzeughalter ein Bußgeld in Höhe von 25 Euro zu. Autofahrer, deren HU-Termin mehr als acht Monate überzogen ist, werden nach dem aktuell gültigen Bußgeldkatalog mit einer Geldbuße von 60 Euro belegt und kassieren zusätzlich einen Punkt in Flensburg.
Was viele Autofahrer nicht wissen: Die bei einer HU festgestellten Mängel müssen in jedem Fall unverzüglich abgestellt werden. Das trifft nicht nur auf erhebliche Mängel zu, bei der das Fahrzeug im ersten Anlauf keine HU-Plakette bekommt. Auch die im Prüfbericht vermerkten geringen Mängel müssen ohne Verzug repariert werden.
Weitere Ratgeber-Tipps:
Winterreifen: Alle wichtigen Infos im Überblick (Update)
Licht bei Nebel: Regeln und Bußgelder in der Übersicht
Ist eine Nachprüfung des Fahrzeugs aufgrund erheblicher oder gefährlicher Mängel erforderlich, muss diese innerhalb eines Monats erfolgen. Diese Frist sollte unbedingt eingehalten werden, da ansonsten eine komplett neue Hauptuntersuchung durchgeführt werden muss.
Fahrzeugexperte Neumann empfiehlt, den HU-Termin nicht unnötig auf die lange Bank zu schieben oder gar bewusst verstreichen zu lassen. "Termine können ganz bequem online oder während der Öffnungszeiten auch telefonisch vereinbart werden. Unsere Prüfstellen sind auch zwischen den Feiertagen vom 27. bis 30. Dezember geöffnet. Selbstverständlich haben wir an den Kfz-Prüfstellen des TÜV Thüringen alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um auch in dieser Zeit einen reibungslosen Ablauf bei der Hauptuntersuchung zu gewährleisten", so Neumann.
Diesen Artikel teilen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F623035%2Ftuev-braune-plakatte-2022-hauptuntersuchung%2F&text=T%C3%9CV%3A%20Bei%20brauner%20Plakette%20ist%20die%20HU%20im%20Jahr%202023%20%C3%BCberf%C3%A4llig&via=Motor1DE)
- Kopie
Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht
AKTUELLSTE ARTIKEL
- Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro? 20 Okt. - Campingmobile
- Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn? 20 Okt. - Einzeltests
- Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ... 20 Okt. - Designstudien
- Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland 20 Okt. - Auto News
- Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen 20 Okt. - Historie und Oldtimer
- ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch 20 Okt. - Ratgeber
- BMW F 450 RR (2027): Rennstrecken-Feeling für Einsteiger 20 Okt. - Motorrad
Auch interessant

ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch

Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?

ADAC untersucht Sprachassistenten moderner Fahrzeuge

Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?

ADAC-Winterreifentest 2026: Über die Hälfte nicht empfehlenswert

Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...

Ganzjahresreifen im 2026er-Test von ACV und GTÜ