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Offenes Einzelstück: Den Porsche Cayenne gab es auch als Cabrio
Über ein Coupé und eine Langversion mit sieben Sitzen dachte man im Jahr 2002 auch schon nach ...

Manuel Lehbrink 
Von: Manuel Lehbrink
4. Aug. 2022 um 14:02 Uhr
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Vor 20 Jahren stellte Porsche sein Angebotsportfolio auf den Kopf und verärgerte gleichzeitig viele Fans. Man brachte ein SUV auf den Markt. Den Cayenne. Ein Modell, das sich letztendlich als großer Erfolg und als Rettung für den Hersteller erweisen sollte. Und das feiert Porsche aktuell, indem man SUV-Geschichten der letzten zwei Jahrzehnte aus den Archiven kramt. Wussten Sie also, dass es den Cayenne auch als Cabrio gibt?
Schon früh dachte man in Zuffenhausen über alternative Karosserieformen nach. So diskutierte man bei Porsche kurz nach dem Verkaufsstart der ersten Modellgeneration im Dezember 2002 über drei zusätzliche Varianten: ein Coupé, eine um 20 Zentimeter gestreckte und um eine zusätzliche Sitzreihe ergänzte Langversion sowie ein Cabriolet.
Bildergalerie: Porsche Cayenne Cabriolet als Einzelstück

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Und ausgerechnet die ungewöhnlichste Cayenne-Abwandlung – ein rund 4,80 Meter langes Cabriolet – wurde nicht sofort wieder verworfen, sondern sogar im Maßstab 1:1 gebaut und fristet heute sein Dasein in einem Lager des Porsche Museums. Bei dem Prototyp haben die Designer das Dach entfernen lassen, auf die für ein Oben-ohne-Modell nötigen Karosserieversteifungen wurde jedoch verzichtet. Eine sichere und stabile Fahrt wäre mit diesem Fahrzeug also nicht möglich, daher wird es bei Bedarf nur gerollt.
Testfahrten waren nie geplant, denn das Cabriolet diente allein dazu, vier Kriterien zu prüfen: Kann man überall gut sitzen? Wie praktisch bleibt der Cayenne als Zweitürer? Lässt sich ein elegantes, hochwertiges und zudem schnell faltbares Verdeck unterbringen? Und wie sollte man das Heck gestalten?

In der letzten Frage war man im Jahr 2002 noch uneins und entwarf für das Funktionsmodell zwei unterschiedliche Heckpartien. Hinten links war die Rückleuchte tief angesetzt, hinten rechts saß sie deutlich höher.
Und beim Dach? Hier ist dafür der Kofferraumdeckel vorne und hinten angeschlagen. Dadurch kann er in beide Richtungen öffnen. Das Dach selbst sollte über den feststehenden Überrollbügel hinweg nach hinten gefahren und dort unter dem gegenläufig geöffneten Deckel in einer Z-Faltung abgelegt werden.
Ganz ähnlich funktioniert es seit der Generation 991 beim Porsche 911 Targa. Beim Cayenne Cabriolet wurde der Mechanismus jedoch nie fertig konstruiert, sondern verharrte im Status der Computersimulation. Das Stoffdach liegt heute im Kofferraum des Museumsstücks und muss bei Bedarf von Hand montiert werden.
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"Ein SUV als Cabriolet ist ästhetisch und formal schon eine Herausforderung", sagt Designchef Michael Mauer, der 2002 noch nicht im Amt war, beim heutigen Blick auf das Konzept. "Das SUV hat immer einen großen und schweren Körper. Das kombinieren Sie mit einem kleinen Hut und schneiden dann noch das Dach weg – da kommen formal seltsame Dinge heraus."
Bildergalerie: Porsche Cayenne Coupé 2019

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Die Fragen nach Praktikabilität und Sitzkomfort ließ sich allerdings positiv beantworten. Und so wurde zumindest die Coupé-Idee später wieder aufgegriffen. 2019 wurde schließlich das Cayenne Coupé-Serienmodell eingeführt. Allerdings wurde auf das Zweitürer-Layout verzichtet. Schade eigentlich.
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