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Elektro-Roller: Fünf aktuelle Modelle der Führerscheinklasse A1 im ADAC-Test

Besonders überzeugte ein E-Motorroller mit Akku-Trolley

ADAC-Test Elektroroller (2020)

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

25. Jun. 2020 um 09:07 Uhr

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Kaum ein anderes Fahrzeug ist so gut geeignet wie der Roller, um sich im urbanen Umfeld elektrisch fortzubewegen. Die Verkaufszahlen der Elektro-Motorroller steigen stetig, und so hat der ADAC nun fünf Modelle, die mit der Führerscheinklasse A1 ("125 ccm") zu fahren sind, getestet.

Im Mittelpunkt des Tests standen Alltagstauglichkeit, Ergonomie, Antrieb und Fahreigenschaften. Das erfreuliche Ergebnis: Kein Roller ist durchgefallen. Allerdings bekam auch kein Modell die Bestnote "sehr gut". Zwei der getesteten Roller schnitten befriedigend ab, drei lieferten gute Ergebnisse.

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Sieger ist das neueste Modell im Test: Der Silence S01 (Note 2,2). Das 6.490 Euro teure spanische Modell überzeugte vor allem durch seine durchdachte Konzeption: Der große Akku, der für eine ordentliche Reichweite von 90 Kilometern sorgt, kann einfach ausgebaut und transportiert werden. Nach dem Herausnehmen wird der Akku zum Trolley und lässt sich bequem zum Laden in Haus oder Wohnung ziehen. Der beste Bremsweg und gute Ergebnisse bei Beschleunigung und Reichweite sowie Stauraum unter der Sitzbank für zwei Helme sorgen für gute Noten in allen Testbereichen. 

ADAC-Test Elektroroller (2020)

Der Testsieger Silence S01 (Note 2,2): Der Akku wird zum Trolley

Auf einem gemeinsamen zweiten Rang mit der Note 2,5 folgen die Schwalbe von Govecs und die Vespa Elettrica von Piaggio. Beide sind preislich ähnlich positioniert wie der Testsieger. Damit sind auch die drei teuersten Modelle im Test auf den drei vorderen Rängen zu finden.

Die Vespa allerdings enttäuscht die -Tester durch die mäßige Höchstgeschwindigkeit von 67 km/h und die äußerst träge Beschleunigung. Abgesehen von der allenfalls durchschnittlichen Reichweite (68 km) und dem fest verbauten Akku überzeugt die elektrische Vespa aber mit ihren Fahreigenschaften und tollem Komfort.

Die Schwalbe von Govecs bietet die besten Fahrleistungen, ein ausgewogenes Fahrwerk und als einziger Roller im Test zumindest optional ein Antiblockiersystem. Gerade beim Bremsweg patzt der Testroller ohne ABS - der war mit 12,3 Metern aus 50 km/h der schlechteste im Testfeld. Auch der hohe Stromverbrauch fiel negativ ins Gewicht, der Akku reichte nur für 67 Kilometer.

ADAC-Test Elektroroller (2020)

Der in Deutschland meistverkaufte E-Roller, der NIU NQi GT (2,7), konnte sich nur den vierten Platz sichern. Vor allem die unbequeme Sitzposition, die lange Ladedauer (9,2 Stunden bis zur Vollladung) sowie der geringe Stauraum fielen negativ auf.

Letzter im Test, mit deutlichem Abstand, ist der Trinity Uranus R. Der optionale zweite Akku erhöht neben dem Preis zwar auch die Reichweite, doch schwache Scheinwerferausleuchtung, das schlecht ablesbare Display und die längsten Ladezeiten kann er nicht ausgleichen. Das Ergebnis: Note 3,3.

Bildergalerie: ADAC-Test Elektroroller (2020)

ADAC-Test Elektroroller (2020)

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Quelle: ADAC e. V.

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