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VW T2 Elektro von 1978: Bulli unter Strom

Zu sehen ist er Ende März auf der Techno Classica in Essen

VW zeigt Elektro-T2 auf der Techno-Classica 2020

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

23. Feb. 2020 um 16:24 Uhr

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Volkswagen Nutzfahrzeuge elektrisiert die Techno-Classica 2020 in Essen (25. bis 29. März): Mit einem fahrfähigen VW-Elektro-Transporter auf Basis des T2 präsentieren die Hannoveraner quasi den Vorgänger des künftigen ID. BUZZ. Zugelassen im April 1978 auf die Berliner Verkehrsbetriebe, gehört er nun zu der mobilen Sammlung von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer. 

Es ist ein Sprung von 50 Jahren. Zurück in eine Zeit, als Volkswagen in Wolfsburg das noch zarte Fundament für die elektrische Mobilität der Zukunft erfand: 1970 gründete man in Wolfsburg einen Entwicklungsbereich, der die ersten elektrisch angetriebenen VW-Prototypen konzipierte. Schon damals ging es darum, alternative Energieträger zu erschließen, um sich von fossilen Rohstoffen unabhängiger zu machen und emissionsfrei durch die Städte zu gleiten.

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1972 präsentierte das Unternehmen auf der Hannover-Messe einen ersten Prototyp als Pritschenwagen mit offener Ladefläche. Kurz danach startete die Kleinserienproduktion des nicht nur als Pritsche, sondern auch als Bus und Kastenwagen angebotenen VW-Elektro-Transporters, der seinem Namen mit einer beachtlichen Zuladung von 800 Kilogramm gerecht wurde. Und das trotz der 880 Kilogramm schweren Batterie.

VW zeigt Elektro-T2 auf der Techno-Classica 2020

Ein Teilnehmer des Flottenversuchs: die Stadt Berlin. An der Spree erwarb man in den Folgejahren sieben elektrische Bulli. Einer davon: der 1977 produzierte und am 14. April 1978 auf die Berliner Verkehrsbetriebe, Bereich Entwässerungswerke, zugelassene T2. Slogan als Aufdruck auf dem Wagen: "Wir fahren mit Strom – umweltfreundlich". West-Berlin ging den Test in der Tat konsequent an: Im Bezirk Tiergarten wurde eine Batteriewechselstation eingerichtet, an der binnen fünf Minuten die leere Batterieeinheit gegen eine volle getauscht wurde. Das funktionierte, weil der unter der Ladefläche integrierte Akku einfach herausgeschoben werden konnte. Die Lade- und Wechseltechnik entwickelte Volkswagen zusammen mit den Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerken (RWE) und der damaligen Gesellschaft für Elektro-Straßenfahrzeuge (GES).

Alternativ konnte die Blei-Traktionsbatterie von Varta auch per Stecker über eine Schnittstelle im Bulli-Heck geladen werden. Zudem hatte der Transporter aus der Zukunft schon vor mehr als vier Jahrzehnten ein Rekuperationssystem an Bord, mit dem beim Bremsen kinetische Energie gespeichert wurde. Der Energiegehalt der Batterie lag bei 21,6 kWh; damit kam der VW-Elektro-Transporter auf Reichweiten von bis zu 85 Kilometer.

VW zeigt Elektro-T2 auf der Techno-Classica 2020

Für Vortrieb sorgte ein fremderregter Gleichstrom-Nebenschlussmotor von Bosch (später Siemens). Der brachte es auf eine Dauerleistung von 16 kW (22 PS); als Peak waren es kurzfristig 32 kW (44 PS). Das maximale Drehmoment lag bei kraftvollen 160 Newtonmeter.

So unter Strom gesetzt, schaffte der 2.170 Kilogramm schwere Transporter eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h, durchaus ausreichend, da zumeist in der Stadt unterwegs. Und er schaffte noch mehr: Der VW-Elektro-Transporter war die Keimzelle einer Entwicklung, die Generationen von Ingenieuren antrieb, einen Zero-Emission-Bulli für die Großserie zu entwickeln. Doch über Jahrzehnte fehlte dazu eine wirklich praxistaugliche Batterie-Technologie. Erst jetzt nimmt das Thema richtig Fahrt auf: Aktuell bietet Abt den T6.1 und den Caddy als Elektroauto an, 2022 kommt dann offiziell über VW Nutzfahrzeuge die Serienversion des ID.BUZZ.

Bildergalerie: VW zeigt Elektro-T2 auf der Techno-Classica 2020

VW zeigt Elektro-T2 auf der Techno-Classica 2020

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VW zeigt Elektro-T2 auf der Techno-Classica 2020 VW zeigt Elektro-T2 auf der Techno-Classica 2020

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