Der neue 1,0-Liter-Turbobenziner mit drei Zylindern glänzt nicht gerade durch Effizienz

Das jüngste Facelift des Jeep Renegade brachte einen neuen Dreizylinder-Benziner mit sich, den 1.0 Firefly Turbo. Das kleine SUV aus dem italienischen Melfi ist (neben dem baugleichen Fiat 500X) das erste FCA-Modell, das den 120 PS starken Turbobenziner in Kombination mit Sechsgang-Schaltung und Frontantrieb erhält. Wir haben das Auto bereits auf unsere 360 Kilometer lange Verbrauchstest-Runde geschickt. Das Ergebnis: 6,30 Liter je 100 Kilometer. Das entspricht Spritkosten von 9,51 Euro je 100 Kilometer. Damit liegt das Auto besser als der Durchschnitt der kompakten Benzin-SUVs, aber wirklich sparsam ist es nicht.

Es gibt etliche Benziner-SUVs, die besser abschneiden

Den 6,30 Liter des Italo-Amerikaners stehen die 4,95 Liter des kürzlich getesteten Seat Arona 1.0 TSI mit 115 PS und die 5,00 Liter des Hyundai Kona 1.0 T-GDI mit 120 PS sowie des Opel Grandland X 1.2 mit 130 PS gegenüber. Ebenfalls deutlich besser lesen sich die 5,03 Liter des Audi Q2 1.4 TFSI S tronic und die 5,05 Liter des Seat Ateca 1.0 TSI.

Jeep Renegade MY19

Daten

Fahrzeug: Jeep Renegade 1.0 T-GDI (120 PS) mit Handschaltung und Frontantrieb
Testdatum
: 22. September 2018
Wetter: klar, 32 Grad
Durchschnittsgeschwindigkeit: 83 km/h
Reifen: Bridgestone Turanza T001- 225/55 R18 98V

Verbrauch und Kosten

Bordcomputer-Anzeige: 6,40 Liter/100 km
An der Zapfsäule ermittelter Verbrauch: 6,20 Liter/100 km
Mittel aus diesen Zahlen: 6,30 Liter/100 km
Kraftstoffpreis: 1,51 Euro/Liter (Super)
Spritkosten: 9,51 Euro/100 km

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, nennt er Ihnen wahrscheinlich einen Wert, der keine Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht hat er den Wert vom Bordcomputer abgelesen, oder er hat für eine gewisse Zeit seine Tankrechnungen aufbewahrt und zusammengerechnet. Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Der Wert ergibt sich aus dem Mittel aus Bordcomputer-Wert und dieser beiden Zahlen. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna). Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (in Italien auf der Autobahn 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke Rom-Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr. Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet er den Mittelwert. Die Kosten berechnen wir anhand der deutschen Preise (Durchschnittskosten laut ADAC zum Zeitpunkt der Veröffentlichung).

Bildergalerie: Jeep Renegade: Facelift