Ganze 19-mal hat Porsche schon die 24 Stunden von Le Mans gewonnen. Und doch nimmt der Porsche 917 KH im rot-weißen Livrée von Porsche Salzburg einen ganz besonderen Platz in der Markengeschichte ein: An seinem Steuer erkämpften Hans Herrmann und Richard Attwood im Sommer 1970 den ersten Gesamtsieg für Porsche auf dem Circuit de la Sarthe.

Anlässlich der Rückkehr von Porsche in die LMP1-Klasse entwickelte das Entwicklungsteam in Weissach im Jahr 2013 eine moderne Interpretation des Porsche 917. In sechs Monaten entstand ein Plastilinmodell im Maßstab 1:1, das die "lebende Legende" in die Gegenwart holen sollte.

"Das Design sollte ganz klar die Verbundenheit zum Porsche 917 zeigen – als neuer Supersportwagen mit klaren Anklängen an die Historie", erklärt Michael Mauer.

Als technische Basis für Antrieb und Fahrwerksarchitektur diente der Porsche 918 Spyder. Mit seinen dramatisch ausgestellten Radhäusern, dem weit nach vorne gezogenen Cockpit, einem schier endlosen Heck und dem weiß-roten Renntrim erinnerte die Konzeptstudie jedoch ganz klar an den Siegerwagen von 1970.

Und noch ein Gestaltungsmerkmal war für Michael Mauer entscheidend: "Vom Porsche 906 bis zum 918 hat man in Porsches Supersportwagen immer das Gefühl, zwischen den hohen Radhäusern praktisch auf der Straße zu sitzen. Das wollten wir noch weiter herausstellen."

Zum 50. Jubiläum des Porsche 917 wurde die Supersportwagen-Vision 2019 in der Ausstellung "Colours of Speed" im Porsche-Museum erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.