Nicht jedes erfolgreiche Serienmodell entsteht in einem geradlinigen Gestaltungsprozess. Manchmal sind es die Verkettungen von glücklichen Zufällen und unerwarteten Konstellationen, die einen Designer auf Umwegen zum Ziel führen.

Auch die Geschichte des Porsche Taycan – des ersten vollelektrischen Seriensportwagens der Marke – beginnt mit einem Missverständnis. "Im Vorbeigehen sah ich auf dem Zeichentisch eines Designers in unserem Studio eine schematische Darstellung des Porsche 918. Eine Linie war mit dem Filzstift nachgezogen worden, um die Fallung zu verdeutlichen", erinnert sich Michael Mauer.

"Aus dem Augenwinkel sah das für mich aus wie eine hintere Türfuge. Ich war verblüfft!", so Mauer weiter.

Die Idee eines Supersportwagens mit vier Sitzen war geboren. Nun stellte sich die Frage nach dem passenden Antrieb, um die besonders sportlichen Proportionen zu ermöglichen: Konnte der Erlebnissportler von einem Mittelmotor beschleunigt werden? Oder sollte er in Tradition der Marke einen Heckmotor erhalten – als erster viersitziger Porsche 911?

"Angesichts der Frage der Proportionen und des Aufkommens des Themas Elektromobilität haben wir festgestellt, dass sich die Idee mit einem reinen Elektroantrieb noch besser umsetzen ließ", erinnert sich Michael Mauer.

Aus dem viersitzigen Supersportwagen entwickelte sich die erste Evolutionsstufe des Porsche Taycan.

Auch stilistisch setzte der Porsche Vision Turismo neue Trends: Das durchgehende Leuchtenband mit dem Porsche-Schriftzug am Heck wurde als festes Element in die Markenidentität aufgenommen.

Heute findet man es bei fast allen Modellen wieder. Auch die neue Designidentität der Elektromodelle wurde anhand der Frontleuchten weiterentwickelt und definiert.