Kommen wir zur wohl umstrittensten Auto-Neuheit des Jahres 1991: Die S-Klasse der Baureihe 140 ist in vielerlei Hinsicht ein großer Wurf. Dass es in Deutschland vor dreißig Jahren kritische Stimmen zu ihren Außenabmessungen gegeben hat, ist vergessen und hat sich über die Zeit zudem relativiert: Nicht wenige aktuell angebotenen Automobile sind inzwischen voluminöser. Zwischen 5,11 und 5,21 Meter ist der 140er lang und über 1,88 Meter breit.

Wie unterschiedlich Märkte Fahrzeuge aufnehmen, zeigt der Blick auf Mercedes-Kunden beispielsweise aus den USA oder Asien: Sie begrüßen 1991 diese S-Klasse begeistert. Der neu konstruierte 6,0-Liter-V12-Motor M 120 kommt im ersten serienmäßig produzierten Zwölfzylinder-Personenwagen von Mercedes nach dem Krieg zum Einsatz, dem 600 SE/SEL. Er bietet eine Leistung von 300 kW (408 PS) und ein Drehmoment von 580 Newtonmetern.

Und noch eine Sache sorgt für Aufsehen: Peilstäbe, die beim Einlegen des Rückwärtsgangs am Heck ausfahren, sollen das Einparken erleichtern. Später wird der W 140 eines der ersten Autos mit Ultraschall-Parksensoren sein. Die S-Klasse der Baureihe 140 wird bis September 1998 gefertigt. Insgesamt entstehen 406.532 Limousinen, davon 28.101 Einheiten mit Dieselmotor.