Krönung der Alpine-Motorsportaktivitäten ist der Gewinn der internationalen Markenmeisterschaft 1971 und der ersten Rallye-Weltmeisterschaft 1973. In beiden Jahren gelingt den Alpine-Piloten obendrein ein spektakulärer Dreifachsieg bei der Rallye Monte Carlo.

Zum echten Seriensieger avanciert die A110 bei der Rallye Lyon-Charbonnières (1968, 1969, 1970, 1971, 1972), dem Coupe des Alpes (1968, 1969, 1971), der Tour de Corse beziehungsweise Rallye Korsika (1968, 1970, 1972, 1973), der Akropolis-Rallye (1970, 1971, 1973) und der Rallye San Remo (1970, 1971, 1973).

Noch in anderer Hinsicht schreibt die A110 Motorsportgeschichte: Für das "Critérium des Cévennes" 1972 rüsten der experimentierfreudige Motorenspezialist Mignotet und der junge Ingenieur Bernard Dudot das 1600-S-Aggregat mit einem Turbolader aus.

Der Motor bringt auf dem Prüfstand 240 PS, für den Renneinsatz wird er vorsichtshalber auf 200 PS gedrosselt.

Die Bedenken sind gerechtfertigt: Der nach den Worten von Alpine-Testfahrer Alain Serpaggi mit drei bis vier Sekunden (!) Verzögerung brutal einsetzende Turboschub verlangt akrobatische Fähigkeiten am Volant.

Dennoch gelingt dem unerschrockenen Jean-Luc Thérier unter Aufbietung all seines Könnens im ersten Rennen gleich der erste Sieg. Es ist gleichzeitig der erste Erfolg für ein turbogeladenes Fahrzeug im europäischen Motorsport.