Die 1984 vorgestellte Baureihe 124 ist die erste Fahrzeugfamilie von Mercedes-Benz, die vom Jahr 1993 an den Namen „E-Klasse“ trägt. Konsequenter Leichtbau und optimierte Aerodynamik reduzieren den Verbrauch und ermöglichen noch bessere Fahrleistungen als bei den Vorgängern.

Diese Generation der E-Klasse ist mit gleich vier Karosserievarianten so vielfältig wie nie zuvor: Im November 1984 stellt die Stuttgarter Marke zunächst die Limousinen (W 124) vor. Es folgen das T-Modell (1985, S 124), das Coupé (1987, C 124) und schließlich erstmals in der jüngeren Geschichte der E-Klasse ein Cabriolet (1991, A 124).

Das Cabriolet spielt eine besondere Rolle für die Entwicklung des Modellprogramms von Mercedes-Benz. Denn es ist nach 20 Jahren das erste viersitzige, offene Fahrzeug der Marke mit dem Stern. Die 1989 eingeführte Limousine mit langem Radstand (V 124) und Fahrgestelle für Sonderaufbauten runden das Typenprogramm ab.

Zur Markteinführung der Baureihe 124 im Jahr 1985 sind drei Typen mit Dieselmotor (200 D, 250 D und 300 D), der Typ 200 mit 2,0-Liter-Vergasermotor sowie vier Ottomotor-Varianten mit Benzineinspritzung (200 E, 230 E, 260 E und 300 E) erhältlich. Die Leistung reicht von 53 kW (72 PS) im 200 D bis 140 kW (190 PS) im 300 E.

In neue Dimensionen stößt die Baureihe 124 im Jahr 1990 vor, als der Mercedes-Benz 500 E Premiere hat, das erste Achtzylindermodell in der Geschichte der E-Klasse. Die 240 kW (326 PS) starke Hochleistungslimousine unterscheidet sich nur durch etwas voluminösere Kotflügel, eine leicht tiefergelegte Karosserie und eine modifizierte Bugschürze mit eingelassenen Nebelleuchten von den übrigen Modellen der Baureihe 124. Der dezente Auftritt macht dieses Automobil mit Fahrleistungen auf Sportwagenniveau, das in Manufakturfertigung bei Porsche montiert wird, umso spektakulärer.

Zum Spitzenmodell der Baureihe 124 wird der 1993 präsentierte E 60 AMG (280 kW/381 PS). Er ist das erste Hochleistungsautomobil der E-Klasse-Geschichte, das in Zusammenarbeit von Mercedes-Benz und AMG entsteht.