1947 kommt die 170 Limousine als erster Nachkriegspersonenwagen von Mercedes-Benz auf den Markt. Der 28 kW (38 PS) starke 170 V (von 1950 an 33 kW/45 PS) mit vollsynchronisiertem Viergang-Schaltgetriebe wird – wie bereits in den 1930er-Jahren – zum Rückgrat des Personenwagenprogramms von Mercedes-Benz.

Die Stärken des Fahrzeugs würdigt beispielsweise die schweizerische „Automobil Revue“ im Heft 12/1950. Dort heißt es: „Der Mercedes-Benz Typ 170 V ist aus dem jugendlichen Alter eines Autos schon lange herausgewachsen. Aber ist es nicht ein Fahrzeug, das in seiner Leistung, in seiner Anspruchslosigkeit, seiner Wirtschaftlichkeit, seiner Sicherheit, seiner langen Lebensdauer und – last not least – auch in seiner Schönheit auch heute noch den Vergleich mit den neuesten, chromschillernden Schöpfungen der Automobilmode aushält?“

So startet in den schwierigen Nachkriegsjahren die Fahrt von Mercedes-Benz in Richtung Wirtschaftswunder. Zum Erfolg der Baureihenfamilie trägt auch eine konsequente Weiterentwicklung bei. Denn von der Limousine mit 1,7-Liter-Ottomotor leiten die Ingenieure 1949 den Diesel-Pkw 170 D ab (28 kW/38 PS, von 1950 an 29 kW/40 PS), den ein kompakter Vierzylindermotor mit Vorkammereinspritzung antreibt.