1906 wurde die erste von einem Benzinmotor an-getriebene Feuerlösch-Gasspritze der Welt geliefert. Am 1. Dezember ging sie in Berlin-Grunewald in Betrieb.

Es handelte sich um einen Dreitonner mit Vierzylindermotor, den die Süddeutsche Automobilfabrik Gaggenau (SAG) gebaut hatte, die wenig später in den Benz-Werken aufging.

1906 stellte sich die Situation bei den Feuerwehren noch ganz anders dar: Der erste automobile Löschzug überhaupt, bestehend aus zwei elektrisch betriebenen Fahrzeugen und einer Dampfspritze, war erst 1902 in Hannover in Betrieb gegangen.

2,43 Tonnen wog die Feuerspritze, welche die SAG ab 1907 als „Type Grunewald“ vertrieb. Hinter dem Fahrersitz fanden auf zwei längs, Rücken zu Rücken angeordneten Sitzbänken sechs Feuerwehrleute Platz. Dahinter befand sich der Tank für die Gasspritze sowie mehrere Schlauchtrommeln und anderes Gerät.

Drei Motorisierungsvarianten von 22, 32 oder 40 PS waren lieferbar, je nach Leistung kostete das Fahrzeug 14.000, 14.500 oder 15.000 Mark. Eine Kette übertrug die Kraft auf die doppelt vollgummibereiften Hinterräder. Die Vorderräder waren mit 850 x 125 Millimeter großen Pneumatikreifen bestückt.

Nach Herstellerangaben erreichte die Feuerspritze eine Höchstgeschwindigkeit von 35 km/h und ein Steigungsvermögen von 16 Prozent.