Nein, gnädig war man in den 1950ern nicht mit den Besitzern von Rollermobilen wie der BMW Isetta. ,Nuckelpinne" schimpften die Mercedes-Fahrer, wenn vor ihnen eine vollbeladene Isetta alles aus ihren spärlichen 13 PS herausquetschte. Trotzdem war die ursprünglich in Italien erfundene Isetta ein Riesenerfolg für BMW. Speziell frühere Motorradfahrer freuten sich über das Dach über dem Kopf, den Motor mit 250 oder 300 Kubik kannte man aus den Zweirädern der Bayern. Und da besonders junge Leute eine Isetta fuhren, hatte sie bald den Namen "Knutschkugel" weg. Schließlich diente das Kabinen-Mobil nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern auch jungen Paaren als Ersatz für mangelnden Wohnraum.